{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19943309,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19943309,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19943309,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19943309,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19943309,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19943309,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19943309,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19943309,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19943309,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19943309,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19943309,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19943309,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19943309,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19943309,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19943309,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19943309,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19943309,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":19943309,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"94.3309","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Statistik \u00fcber gesamtgesellschaftlich geleistete Arbeit von Frauen und M\u00e4nnern","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Um die gesamtgesellschaftlich geleistete Arbeit von Frauen und M\u00e4nnern auszuweisen, wird der Bundesrat beauftragt,</p><p>1. regelm\u00e4ssige Zeitbudgeterhebungen durchzuf\u00fchren, die sowohl die bezahlte wie auch die unbezahlte Arbeit von Frauen und M\u00e4nnern erfassen; mit Hilfe der SAKE sollen die wichtigsten Zeitverwendungsindikatoren fortgeschrieben werden; die Resultate sollen als Basis f\u00fcr eine Statistik \u00fcber die geamtgesellschaftlich geleisteten bezahlten und unbezahlten Arbeitsstunden und deren Verteilung auf Frauen und M\u00e4nner dienen;</p><p>2. gleichzeitig soll das Verh\u00e4ltnis zwischen der Wertsch\u00f6pfung bezahlter und unbezahlter Arbeit als Erg\u00e4nzung zur Nationalen Buchhaltung gesch\u00e4tzt werden.</p>","ReasonText":"<p>Die Verwendung und die Einteilung von Zeit spielen bei der Analyse der Arbeits- und Lebensrealit\u00e4ten von Frauen eine entscheidende Rolle. Aufgrund der ungleichen Verteilung von bezahlter Erwerbsarbeit und gesellschaftlich notwendiger, aber nichtbezahlter Arbeit zwischen den Geschlechtern sind Frauen in verschiedenen Lebensbereichen benachteiligt: Diskriminierungen auf dem Arbeitsmarkt, \u00fcberproportional hohe Erwerbslosigkeit, Doppel- und Mehrfachbelastungen durch Beruf und im Privaten geleisteter Arbeit sowie die Bedrohung der Existenzsicherung und der sozialen Absicherung pr\u00e4gen den Alltag von Frauen.</p><p>Die Arbeitszeitmuster von Frauen unterscheiden sich stark von der \"Normalarbeitszeit\" der meisten M\u00e4nner. Viele Frauen sind - oft gezwungenermassen - \"Zeitk\u00fcnstlerinnen\". Genaue Angaben \u00fcber die Zeitverwendung der Bev\u00f6lkerung in der Schweiz fehlen heute. Die letzte Zeitbudgeterhebung wurde 1979/80 durchgef\u00fchrt. Diese Studie untersuchte die f\u00fcr die Geschlechtsdifferenz relevanten T\u00e4tigkeitskategorien Erwerbsarbeit, Bildung, Hausarbeit und Freizeit.</p><p>Ziel einer aktuellen Zeitbudgetanalyse muss es insbesondere sein, den Anteil und den Stellenwert der in unserer Gesellschaft unterschiedlichen Formen von Arbeit - der bezahlten Erwerbst\u00e4tigkeit und der unbezahlten Arbeit im Privaten und in der Freiwilligent\u00e4tigkeit - sichtbar zu machen und die Verteilung der Arbeitsstunden auf Frauen und M\u00e4nner aufzuzeigen. Gesellschaftlich notwendige, aber unbezahlte Arbeit wird grossmehrheitlich von Frauen geleistet: Dazu geh\u00f6ren Haus-, Erziehungs- und Betreuungsarbeit, aber auch Freiwilligenarbeit, zum Beispiel im sozialen Bereich, oder Nachbarschaftshilfe. Diese Arbeit im nichtmonet\u00e4ren Sektor bildet das eigentliche Fundament des \u00f6konomischen Sektors und des sozialen Netzes. Zur Vervollst\u00e4ndigung der Nationalen Buchhaltung (NB) ist es notwendig, die Wertsch\u00f6pfung der unbezahlt geleisteten Arbeitsstunden zu errechnen. Um den nichtmonet\u00e4ren Sektor auszuweisen, k\u00f6nnte dabei ein \"Satellitenkonto\" er\u00f6ffnet werden.</p><p>Eine frauengerechte Arbeitsmarkt-, Wirtschafts- und Sozialpolitik kann nur im Wissen um die effektiv geleistete, gesamtgesellschaftliche Arbeit stattfinden. Die vorgeschlagene Zeitbudgetstudie und die Erstellung entsprechender Statistiken sollen Wissensl\u00fccken schliessen.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat teilt die Beurteilung der Motion\u00e4rin, dass unbezahlte Arbeit von grosser gesellschaftlicher Bedeutung ist. Die Ergebnisse der Schweizerischen Arbeitskr\u00e4fteerhebung (SAKE) zeigen dar\u00fcber hinaus, dass unbezahlte Arbeit vor allem von Frauen geleistet wird.</p><p>Das Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS) wird beauftragt, im Rahmen des Mikrozensusprogrammes die m\u00f6gliche Einf\u00fchrung einer regelm\u00e4ssigen Zeitbudgeterhebung in mindestens 10j\u00e4hrigem Rhythmus abzukl\u00e4ren. Gute Zeitbudgeterhebungen sind mit hohen Kosten verbunden und k\u00f6nnen somit nicht h\u00e4ufiger durchgef\u00fchrt werden. Die regelm\u00e4ssige Erhebung der wichtigsten Zeitverwendungsindikatoren im Rahmen der SAKE wird zurzeit ebenfalls im BFS gepr\u00fcft. Dadurch w\u00fcrde es m\u00f6glich, den Umfang der unbezahlten Arbeit in regelm\u00e4ssigen Abst\u00e4nden zu berechnen.</p><p>Die Frage, wie die unbezahlte Arbeit zu bewerten und in Verbindung zu den Ergebnissen der Nationalen Buchhaltung (NB) zu bringen ist, wurde in den vergangenen Jahrzehnten von der internationalen Fachwelt immer wieder aufgegriffen und letztmals Anfang der neunziger Jahre im Rahmen der vollst\u00e4ndigen Revision des Uno-Systems der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung behandelt. Dabei blieb die soziale und wirtschaftspolitische Bedeutung dieser Bewertungen unbestritten.</p><p>Die theoretischen Diskussionen sowie verschiedene Sch\u00e4tzungsversuche haben aber gezeigt, dass die statistische Erfassung der unbezahlten Arbeit noch auf etliche methodologische und praktische Schwierigkeiten st\u00f6sst. Beim heutigen Stand der Kenntnisse ist festzustellen:</p><p>a. Selbst bei einem gut ausgebauten statistischen System bleibt der Spielraum f\u00fcr Ermessensentscheide relativ gross: Wie wird beispielsweise die Grenze zwischen unbezahlter Arbeit und \u00fcbrigen T\u00e4tigkeiten gezogen? Nach welchen Kriterien soll der f\u00fcr die monet\u00e4re Bewertung n\u00f6tige \"Ersatzlohn\" festgelegt werden?</p><p>b. Die Endergebnisse reagieren sehr empfindlich auf die Qualit\u00e4t der Zeitbudgeterhebungen einerseits und auf den gew\u00e4hlten monet\u00e4ren Bewertungsansatz andererseits. Die Statistiken \u00fcber die unbezahlte Arbeit sind deshalb noch mit einer relativ grossen Unsicherheitsmarge behaftet und werden vorderhand von den Experten nur als grobe Richtwerte angesehen.</p><p>c. Die Verbindung zwischen den Daten der NB und den Berechnungen \u00fcber die unbezahlte Arbeit ist naheliegend. Trotzdem empfehlen die internationalen Experten, die Sch\u00e4tzungen \u00fcber die unbezahlte Arbeit nicht in das bestehende Kontensystem der NB aufzunehmen. Dagegen sprechen theoretische Erw\u00e4gungen, die noch schwach fundierten Bewertungsmethoden sowie weiterhin ungel\u00f6ste Probleme bei den Sch\u00e4tzungen der NB: So ist z. B. im bestehenden Kontensystem die bezahlte Arbeit der Arbeitnehmer ersichtlich, w\u00e4hrend jene der Selbst\u00e4ndigerwerbenden nicht von den anderen Wertsch\u00f6pfungselementen (z. B. Kapitalverzinsung) getrennt werden kann. Wie die Motion\u00e4rin festh\u00e4lt, sollte die Problematik der unbezahlten Arbeit am besten in einem separaten speziellen Berechnungssystem (sogenanntes Satellitenkonto) behandelt werden. Damit k\u00f6nnen zwar die Inkompatibilit\u00e4ten zwischen den beiden Statistiken vermieden, aber die statistische Relation zwischen bezahlter und unbezahlter Arbeit nur zum Teil hergestellt werden.</p><p>Der Bundesrat ist sich der gesellschaftlichen Bedeutung bewusst, die der unbezahlten Arbeit zukommt. Er ist bereit, Anstrengungen zu unternehmen, um die Datenlage f\u00fcr deren statistische Erfassung zu verbessern. Angesichts der bestehenden methodologischen und praktischen Schwierigkeiten ist er aber der Ansicht, dass die Voraussetzungen f\u00fcr eine regelm\u00e4ssige monet\u00e4re Bewertung nicht gegeben sind und dass Vergleiche zur bezahlten Arbeit zun\u00e4chst Verbesserungen der bestehenden NB notwendig machen.</p>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":null,"SubmittedBy":"Goll Christine","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1054771200000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":null,"Category":null,"Modified":"\/Date(1750816810287)\/","SubmissionDate":"\/Date(771811200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4414,"SubmissionLegislativePeriod":44,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":null}}