{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19943332,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19943332,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19943332,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19943332,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19943332,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19943332,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19943332,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19943332,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19943332,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19943332,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19943332,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19943332,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19943332,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19943332,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19943332,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19943332,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19943332,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":19943332,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"94.3332","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"\"Mobbing\" am Arbeitsplatz","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird eingeladen, m\u00f6glichst rasch alle notwendigen Anstrengungen und Anordnungen zu treffen, damit sich die Schweiz auch mit der Ursache \"Mobbing\" (Psychoterror am Arbeitsplatz) auseinandersetzt und die Ursachen durch gezielte Forschungen mindert bzw. eliminiert.</p>","ReasonText":"<p>Kollegen und Vorgesetzte terrorisieren gezielt eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter. Dieser Psychoterror, \"Mobbing\" genannt, st\u00fcrzt viele Menschen in eine tiefe Krise und bringt der Wirtschaft grosse Verluste.</p><p>Das gezielte \"Fertigmachen\" eines Kollegen oder einer Kollegin hat es schon immer gegeben. Neu jedoch ist, dass das Thema vermehrt auf den Tisch kommt: \u00c4rzte und Psychologen setzen sich damit auseinander.</p><p>Aber auch die Arbeitgeber k\u00fcmmern sich allm\u00e4hlich um das Problem. Das h\u00e4tten sie schon lange tun sollen, denn wo Angestellte ihre Energie daf\u00fcr verwenden, immer neue Schikanen auszuhecken, leidet die Qualit\u00e4t der Arbeit.</p><p>\"Mobbing\" beschert der Wirtschaft Millionenverluste! Berechnungen ergaben, dass der \"Kleinkrieg am Arbeitsplatz\" pro \"Mobbing\"-Fall Kosten von 30 000 bis 100 000 Franken verursacht, basierend auf einer durchschnittlichen \"Mobbing\"-Dauer von rund einem Jahr.</p><p>Diese Kosten entstehen durch Minderleistungen in der betroffenen Abteilung, durch die Zeit, die Vorgesetzte und Personalabteilungen f\u00fcr den Konflikt einsetzen m\u00fcssen, sowie durch die Krankheitstage des \"Mobbing\"-Opfers, bei dem h\u00e4ufig Stresssymptome wie Schlafst\u00f6rungen oder Herzbeschwerden auftreten.</p><p>An durchschnittlich sechs von hundert Arbeitstagen bleiben die Schweizer wegen Krankheit zu Hause. Diese Zahlen geben zu denken, zumal in verschiedenen Erhebungen die meisten der Befragten als Absenzgrund nicht etwa klassische Krankheiten, sondern Spannungen mit Kollegen und Vorgesetzten nennen.</p><p>Ein sprunghafter Anstieg arbeitsplatzbedingter psychosomatischer Erkrankungen wurde festgestellt.</p><p>Neben den erw\u00e4hnten direkten Verlusten verursacht \"Mobbing\" auch indirekte Ertragseinbussen: es vergiftet das Betriebsklima und mindert generell die Motivation der Belegschaft.</p><p>Im Gegensatz zu Deutschland und skandinavischen L\u00e4ndern existiert in der Schweiz praktisch keine \"Mobbing\"-Forschung. Es besteht jedoch kein Grund zur Annahme, dass in einem Land mit unterdurchschnittlichen Mitspracherechten am Arbeitsplatz weniger \"gemobbt\" wird als anderswo. Im Gegenteil: Wo niemand lernt, in offener Mitsprache Kritik zu formulieren und Konflikte auszutragen, w\u00e4chst das \"Mobbing\"-Potential.</p><p>Seit die Rezession in aller Munde ist, erscheinen viele \"Mobbing\"-Opfer nun auch krank am Arbeitsplatz. Die Folge: Sie erbringen weniger Leistung, sind reizbarer und bieten damit zus\u00e4tzliche Angriffsfl\u00e4chen.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Begriff \"Mobbing\" stammt vom schwedischen Arbeitsforscher H. Leymann. Unter \"Mobbing\" (aus dem Englischen \"to mob\": anp\u00f6beln, attackieren) versteht er das Auftreten von Handlungen, die von Individuen (Einzelpersonen) oder einer Gruppe von Individuen auf systematische Art gegen eine bestimmte Person ausge\u00fcbt werden. Die Handlungen m\u00fcssen vom Betroffenen subjektiv als feindselig interpretiert werden, oft (nahezu t\u00e4glich, mindestens aber einmal pro Woche) auftreten und \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum (mindestens ein halbes Jahr) andauern.</p><p>Seit ungef\u00e4hr zehn Jahren ist \"Mobbing\" Gegenstand der wissenschaftlichen Forschung im skandinavischen Raum, wo der Umfang des Ph\u00e4nomens sowie dessen grundlegende Strukturen und Ursachen in zum Teil umfangreichen Untersuchungen empirisch erfasst werden. Die unterschiedlichen kulturellen und betrieblichen Bedingungen \u00f6konomischer und rechtlicher Art in Skandinavien - im Vergleich zu den anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern - gestatten den Transfer der gefundenen Ergebnisse auf die Schweiz nur in Form eines Indikators.</p><p>Die Abteilung Arbeitsmedizin und Arbeitshygiene des Biga hat 1991 eine umfangreiche Studie \u00fcber \"Arbeitsbedingungen und gesundheitliches Befinden\" in der Schweiz ver\u00f6ffentlicht. Die Problematik der gest\u00f6rten psychosozialen Bedingungen, u. a. der beeintr\u00e4chtigten zwischenmenschlichen Beziehungen, wurde in dieser Befragung ebenfalls ber\u00fccksichtigt: 26 Prozent der befragten Erwerbst\u00e4tigen hatten mehr oder weniger beeintr\u00e4chtigte Beziehungen zu ihren Vorgesetzten. Die zwischenmenschlichen Beziehungen zu Arbeitskollegen wurden von 15 Prozent und diejenigen zu anderen Kontaktpersonen am Arbeitsplatz von 13 Prozent der Erwerbst\u00e4tigen als unangenehm empfunden. Von den befragten Erwerbst\u00e4tigen, die sich \u00fcber mehrfache psychosoziale St\u00f6rfaktoren am Arbeitsplatz beklagten, wiesen auch ausserordentlich hohe Quoten gest\u00f6rte zwischenmenschliche Beziehungen auf: 67 Prozent zu Vorgesetzten, 38 Prozent zu Arbeitskollegen, 31 Prozent zu verschiedenen Kontaktpersonen am Arbeitsplatz.</p><p>Was das schweizerische Recht betrifft, ist darauf hinzuweisen, dass diesbez\u00fcglich keine L\u00fccken bestehen. Der Schutz der Pers\u00f6nlichkeit des Arbeitnehmers nach Arbeitsvertragsrecht beinhaltet als spezifische Schutzpflicht des Arbeitgebers auch das Recht auf Schutz vor \"Mobbing\". Verst\u00e4rkt wird dieser Schutz durch entsprechende Bestimmungen des Arbeitsgesetzes und dessen Verordnung 3, welche den Arbeitgeber verpflichten, alle Massnahmen zu treffen, die n\u00f6tig sind, um den Gesundheitsschutz zu wahren und zu verbessern sowie die physische und psychische Gesundheit der Arbeitnehmer zu gew\u00e4hrleisten.</p><p>Der Bundesrat ist der Auffassung, dass die Problematik der Belastungen am Arbeitsplatz im Gesamtzusammenhang aller Arbeitsbedingungen, mit welchen Menschen konfrontiert sind, analysiert und gel\u00f6st werden muss. Eine isolierte Betrachtung einzelner Belastungsfaktoren (darunter \"Mobbing\"), wie sie h\u00e4ufig in der arbeitswissenschaftlichen Forschung betrieben wird, vermag nicht, das Zusammenwirken unterschiedlicher Belastungsarten (gesellschaftlich-\u00f6konomische Rahmenbedingungen, Arbeitsorganisation und Arbeitsinhalt, Arbeitsmittel und Arbeitspl\u00e4tze, Arbeitsumgebung, soziale Beziehungen) sowie deren Folgen f\u00fcr den arbeitenden Menschen zu erkl\u00e4ren. Der Bundesrat m\u00f6chte deshalb davon absehen, das Problem \"Mobbing\" losgel\u00f6st von anderen Einflussfaktoren einer kostspieligen Untersuchung zu unterziehen, wie es die Motion verlangt. Das Biga wird weiterhin der ganzen Palette psychosozialer Probleme am Arbeitsplatz die n\u00f6tige Aufmerksamkeit schenken, sei es durch eigene Untersuchungen, sei es durch die F\u00f6rderung externer Forschungsvorhaben auf diesem Gebiet. Im \u00fcbrigen ist das Biga gegenw\u00e4rtig daran, eine Wegleitung zur oben erw\u00e4hnten Verordnung 3 zu erarbeiten. Es ist vorgesehen, darin auch auf das Problem \"Mobbing\" einzugehen.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.","FederalCouncilProposal":2,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(785548800000)\/","SubmittedBy":"Bischof Hardi","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(929491200000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":null,"Category":null,"Modified":"\/Date(1779239882957)\/","SubmissionDate":"\/Date(779932800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4415,"SubmissionLegislativePeriod":44,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":null}}