{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19953044,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19953044,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19953044,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19953044,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19953044,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19953044,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19953044,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19953044,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19953044,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19953044,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19953044,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19953044,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19953044,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19953044,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19953044,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19953044,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19953044,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":19953044,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"95.3044","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Gleichstellung der Geschlechter: Schliessung von Forschungsl\u00fccken","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Im Bestreben, die politischen Bem\u00fchungen um die Gleichstellung der Geschlechter - insbesondere in der Sozialpolitik und im Bildungswesen - fortzusetzen, wird der Bundesrat beauftragt:</p><p>1. das Bundesamt f\u00fcr Statistik anzuweisen, allenfalls im Zusammenhang mit der Volksz\u00e4hlung 2000, die durch Frauen und M\u00e4nner ohne Bezahlung erbrachten gesellschaftlichen Leistungen wie Hausarbeit, soziale Eins\u00e4tze, Benevolate usw. zu erfassen und fortan im Rahmen der Nationalen Buchhaltung zu ver\u00f6ffentlichen;</p><p>2. durch Aufstockung des Nationalen Forschungsprogramms Nr. 35 \"Frauen in Recht und Gesellschaft\" oder Erweiterung der Ressortforschung daf\u00fcr zu sorgen, dass evidente Forschungsl\u00fccken bei den volkswirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wirkungen der Geschlechterdifferenzen geschlossen werden k\u00f6nnen.</p>","ReasonText":"<p>Der Bundesrat hat in seiner Botschaft (93.024) zum Gleichstellungsgesetz erkl\u00e4rt, dass neben dem Arbeitsmarkt auch in der Sozial- und Familienpolitik sowie im Bildungswesen Massnahmen getroffen werden m\u00fcssten, um die von der Verfassung verlangte Gleichstellung der Geschlechter zu erreichen.</p><p>Von der Freisinnig-demokratischen Partei in Auftrag gegebene Studien haben dieses Erfordernis eindeutig best\u00e4tigt, aber auch gezeigt, dass in verschiedenen Bereichen, in denen die Geschlechter der Gleichstellung harren, die heutigen Rollenteilungen und ihre Folgen noch n\u00e4her zu analysieren sind. Es gibt betr\u00e4chtliche Forschungsl\u00fccken, die teilweise auf enormen Informationsdefiziten beruhen.</p><p>Ein statistisch weit offenes Feld bildet die gesamte Nichterwerbsarbeit, also die unbezahlte Erbringung gesellschaftlich wichtiger Leistungen in Haushalt, Kinderbetreuung, Kranken- und Altenpflege, in Kultur und Politik. Diese Arbeiten werden vornehmlich von nicht- oder nur teilzeitlich erwerbst\u00e4tigen Frauen geleistet. Die hier bestehende gravierende Informationsl\u00fccke muss im Rahmen der Nationalen Buchhaltung dringend geschlossen werden; ohne diese Basis kann z. B. die notwendige Umgestaltung im Sozialversicherungssystem nicht konzipiert werden. Eventuell bietet sich im Zuge der Volksz\u00e4hlung 2000 eine gute Gelegenheit, die entsprechenden Vorarbeiten zu treffen, um in der Folge zu periodischen, quantitativen und qualitativen Informationen \u00fcber die gesamte Nichterwerbsarbeit gelangen zu k\u00f6nnen.</p><p>Forschungsl\u00fccken bestehen insbesondere bez\u00fcglich der volkswirtschaftlichen Wirkungen des Tatbestandes, dass ein grosser Teil f\u00fcr eine qualifizierte Erwerbsarbeit ausgebildeter Frauen nicht oder nur teilzeitlich erwerbst\u00e4tig sind. Der volkswirtschaftliche Verlust ergibt sich einerseits aus dem Brachliegen von auf staatliche Kosten erworbenem Wissen und K\u00f6nnen und andrerseits daraus, dass dieses Bildungskapital unben\u00fctzt veraltet. Leider finden solche Probleme im Nationalen Forschungsprogramm Nr. 35 \"Frauen in Recht und Gesellschaft\" keine Bearbeitung. Es w\u00e4re zweckm\u00e4ssig, dessen Kreditrahmen zur Untersuchung volkswirtschaftlicher Fragen der Geschlechtsdifferenz aufzustocken. Denkbar ist auch, dass der Bundesrat die Ressortforschung der zust\u00e4ndigen Departemente zu diesem Zwecke st\u00e4rker alimentiert und einsetzt.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Die Bewertung und Erforschung der mehrheitlich von Frauen unentgeltlich erbrachten gesellschaftlichen Leistungen stellt eine wichtige Voraussetzung dar, um im Hinblick auf die Gleichstellung der Geschlechter Massnahmen zu treffen.</p><p>In statistischer Hinsicht wirft die Motion\u00e4rin drei Fragen auf:</p><p>- die Identifizierung und Quantifizierung der verschiedenen Formen unbezahlter Arbeit sowie deren Erfassung in zeitlichen Einheiten;</p><p>- die monet\u00e4re Bewertung des unentgeltlich geleisteten Arbeitsvolumens;</p><p>- die Integration der monet\u00e4r bewerteten unbezahlten Arbeit in das j\u00e4hrliche Kontensystem der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung.</p><p>Was die erste Frage betrifft, sieht das Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS) drei Verbesserungen vor. Im Rahmen der Schweizerischen Arbeitskr\u00e4fteerhebung (Sake) sollen alle drei Jahre - erstmals ab 1997 - die verschiedenen Arten unbezahlter Arbeit erfasst werden. Mit der geplanten Einf\u00fchrung (ab 1999 oder 2000) von Zeitbudgeterhebungen im F\u00fcnf- bis Zehnjahresrhythmus wird es m\u00f6glich sein, die unbezahlte Arbeit auch unter dem Aspekt der ihr gewidmeten Zeit zu untersuchen. Neben den Ergebnissen aus Stichprobenerhebungen ist es zudem wichtig, zur Berechnung von Eckwerten, \u00fcber erg\u00e4nzende Daten aus Vollerhebungen zu verf\u00fcgen. Im Rahmen der Probez\u00e4hlung zur Vorbereitung der eidgen\u00f6ssischen Volksz\u00e4hlung 2000 beabsichtigt das BFS, eine Frage \u00fcber die unbezahlt und freiwillig geleistete Arbeit in den Fragenkatalog aufzunehmen und zu testen. Im Falle einer positiven Bilanz steht einer solchen Fragestellung in der Volksz\u00e4hlungen nichts entgegen.</p><p>Die Frage, wie die unbezahlte Arbeit monet\u00e4r zu bewerten und in Verbindung zu den Ergebnissen der Nationalen Buchhaltung zu bringen ist, wurde in den vergangenen Jahrzehnten von der internationalen Fachwelt immer wieder aufgegriffen und letztmals Anfang der neunziger Jahre im Rahmen der vollst\u00e4ndigen Revision des Uno-Systems der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung behandelt.</p><p>Dabei blieb die soziale und wirtschaftspolitische Bedeutung dieser Bewertungen unbestritten. Die theoretischen Diskussionen sowie verschiedene Sch\u00e4tzungsversuche haben aber gezeigt, dass noch etliche methodologische und praktische Schwierigkeiten zu \u00fcberwinden sind. Selbst bei einem gut ausgebauten statistischen System bleibt der Spielraum f\u00fcr Ermessensentscheide relativ gross, und die Endergebnisse reagieren sehr empfindlich auf die Qualit\u00e4t der Zeitverwendungserhebungen sowie auf den gew\u00e4hlten Ansatz des f\u00fcr die monet\u00e4re Bewertung n\u00f6tigen \"Ersatzlohnes\". Die monet\u00e4ren Statistiken \u00fcber die ohne Bezahlung erbrachten Arbeitsleistungen sind somit noch mit einer relativ grossen Unsicherheitsmarge behaftet und vorderhand nur als grobe Richtwerte anzusehen. Aus diesen und anderen Gr\u00fcnden theoretischer Art empfehlen die internationalen Experten, solche Sch\u00e4tzungen nicht in das bestehende Kontensystem der Nationalen Buchhaltung aufzunehmen, sondern in einem separaten speziellen Berechnungssystem (sog. Satellitenkonto) zu behandeln.</p><p>Der Bundesrat teilt die Meinung der Motion\u00e4rin, dass die Gleichstellung der Geschlechter auch durch die Schliessung von bestehenden Forschungsl\u00fccken angestrebt werden soll. Er bef\u00fcrwortet aber nicht, im jetzigen Zeitpunkt das Nationale Forschungsprogramm (NFP) 35 \"Frauen in Recht und Gesellschaft\" aufzustocken. Er ist \u00fcberzeugt, dass die Ausf\u00fchrung des gegenw\u00e4rtigen Programms sehr wertvolle Daten liefern wird, die unter anderem auch f\u00fcr sp\u00e4tere Studien in der Ressortforschung verwendet werden k\u00f6nnen. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass von den 23 Projekten des NFP 35 deren zwei der Problematik der unbezahlten Frauenarbeit gewidmet sind. Ausserdem ist innerhalb des NFP 29 vorgesehen, im Projekt \"B\u00e9n\u00e9volat et action sociale\" auch geschlechtsspezifische Aspekte zu behandeln. Schliesslich muss der schwierigen finanziellen Situation des Schweizerischen Nationalfonds Rechnung getragen werden: angesichts der allgemeinen K\u00fcrzungen bei den Forschungsprogrammen sind Aufwand und Ertrag neuer Studien sorgf\u00e4ltig abzuw\u00e4gen.</p><p>Ferner ist darauf hinzuweisen, dass das Bundesamt f\u00fcr Sozialversicherung (BSV) im Rahmen seiner Ressortforschung in den Jahren 1996/97 die Erstellung einer wissenschaftlichen Studie zu den indirekten Kinderkosten plant. Da diese Kosten vorwiegend von den M\u00fcttern getragen werden, sind von diesem Forschungsprojekt wichtige Resultate auch in bezug auf die Geschlechterdifferenz zu erwarten.</p><p>Der Bundesrat ist sich der gesellschaftlichen Bedeutung bewusst, die den unentgeltlich erbrachten gesellschaftlichen Leistungen zukommt. Er ist bereit, wie schon in der Stellungnahme zur Motion Goll (94.3309) betont wurde, Anstrengungen zu unternehmen, um die Datenlage f\u00fcr deren statistische Erfassung zu verbessern; insbesondere soll in einem ersten Schritt die physische Quantifizierung gepr\u00fcft werden. Die Voraussetzungen f\u00fcr eine regelm\u00e4ssige monet\u00e4re Bewertung innerhalb der bestehenden Nationalen Buchhaltung sind jedoch nach seiner Ansicht noch nicht gegeben. Unter Ber\u00fccksichtigung der bereits angelaufenen Studien und der beschr\u00e4nkten Finanzmittel soll die Problematik der Gleichstellung der Frau im Rahmen der bestehenden Programme des Schweizerischen Nationalfonds erforscht werden.</p>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":null,"SubmittedBy":"FDP-Liberale Fraktion","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1054771200000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":null,"Category":null,"Modified":"\/Date(1750817452220)\/","SubmissionDate":"\/Date(791683200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4417,"SubmissionLegislativePeriod":44,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":null}}