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Mai 1995 von der Boulevardpresse angek\u00fcndigt und tags darauf von der \"Neuen Z\u00fcrcher Zeitung\" in einem Bericht best\u00e4tigt wurden?</p><p>In diesem Bericht steht namentlich, dass t\u00e4glich 12 500 Bahnreisende (was etwa einer Division entspricht), die gew\u00f6hnlich f\u00fcr lange Strecken wie beispielsweise Genf-Romanshorn oder Genf-Z\u00fcrich die eigentlich leistungsf\u00e4hige Jurafusslinie Genf-Basel ben\u00fctzen, \"geopfert\" werden sollen. Daf\u00fcr sollen die Verbindungen, auf denen 96 Prozent der Fahrg\u00e4ste bef\u00f6rdert werden, und die kurzen Pendelstrecken, die wegen der f\u00fcr die Leistungserh\u00f6hungen n\u00f6tigen Investitionen wahrscheinlich wenig Gewinn abwerfen, verbessert werden.</p>","ReasonText":"<p>Mit dieser Interpellation m\u00f6chte ich vom Bundesrat vor allem erfahren, wie er die legitimen Kosten-Nutzen-Analysen der SBB einerseits und die nationalpolitischen Interessen und Bem\u00fchungen um den Zusammenhalt der Sprachregionen andererseits gewichtet.</p><p>Nach meiner Meinung ist diese Frage von fundamentaler Bedeutung. An der Politik, die Deutschland im Bereich der Hochgeschwindigkeitsz\u00fcge ICE verfolgt, zeigt sich die zentrale Bedeutung eines Schienennetzes, das den Fahrg\u00e4sten bequemes und umsteigefreies Reisen erlaubt. Damit wird zugleich die Einheit des wiedervereinigten Landes unterstrichen. Frankreich hat diesen Weg schon lange eingeschlagen und ein TGV-Netz erstellt, an das sogar Grossbritannien angeschlossen ist.</p><p>Es w\u00e4re sehr w\u00fcnschenswert, dass der Bundesrat untersuchen liesse, welche Folgen die Abkehr der Schweiz von der Eisenbahnpolitik der Nachbarl\u00e4nder zeitigt - eine Frage, die auch die Oeffentlichkeit interessiert. Als Romand stelle ich einfach fest, dass zum Beispiel die Er\u00f6ffnung der TGV-Strecken Genf-Paris und Lausanne-Paris dazu gef\u00fchrt hat, dass die Romands in einem bisher einzigartigen Ausmass Zweitwohnungen in Paris und im Burgund gekauft haben. Im Umkehrschluss ist zu folgern, dass die Verschlechterungen, die das SBB-Programm \"Impuls 97\" f\u00fcr die Romandie mit sich bringt, Deutschschweiz und Westschweiz noch mehr trennt - und das ein Jahr vor den Feiern von 1998, die der Idee der Schweiz als Willensnation neue Bedeutung geben sollen.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(809740800000)\/","SubmittedBy":"Tschopp Peter","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(812937600000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":null,"Category":null,"Modified":"\/Date(1779240956047)\/","SubmissionDate":"\/Date(802396800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4419,"SubmissionLegislativePeriod":44,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":null}}