{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19963234,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19963234,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19963234,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19963234,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19963234,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19963234,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19963234,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19963234,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19963234,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19963234,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19963234,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19963234,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19963234,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19963234,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19963234,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19963234,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19963234,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":19963234,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"96.3234","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Kein Tropenholz f\u00fcr Bundesbauten","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Wie beurteilt der Bundesrat die Verwendung von Tropenholz an bundeseigenen Bauten?</p><p>2. Wieviel des f\u00fcr den Neubau der Eidgen\u00f6ssischen Materialpr\u00fcfungs- und Forschungsanstalt (Empa) verwendeten Tropenholzes stammt nachweislich aus nachhaltiger Nutzung?</p><p>3. Ist der Bundesrat bereit, verbindliche Weisungen und Vorschriften zu erlassen, welche wenigstens f\u00fcr die Bundesbetriebe die Verwendung von Tropenholz verbieten oder wenigstens auf ein Minimum beschr\u00e4nken?</p><p>4. Wieviel Tropenholz wird j\u00e4hrlich in der Schweiz vermarktet? Wie ist die Tendenz der letzten Jahre?</p><p>5. Welche M\u00f6glichkeiten sieht der Bundesrat, um auch ausserhalb der Bundesbetriebe die Verwendung von Tropenholz einzuschr\u00e4nken? Was hat er diesbez\u00fcglich in der letzten Zeit unternommen und was gedenkt er zu tun?</p>","ReasonText":"<p>Die Tropenwaldabholzung f\u00fchrt zur Zerst\u00f6rung eines \u00d6kosystems, das sowohl f\u00fcr Tier- und Pflanzenwelt als auch f\u00fcr die Menschheit unerl\u00e4sslich ist. Mit der Unterst\u00fctzung der Agenda 21 f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung, am Rio-Gipfel 1992, versprach die Schweiz unter anderem, einen Beitrag zur Bek\u00e4mpfung dieser Abholzung beizutragen. Und im Zusammenhang mit der Diskussion rund um die Deklarationspflicht f\u00fcr Tropenh\u00f6lzer bekundete der Bundesrat den Willen, seinen Beitrag zur Eind\u00e4mmung der Abholzung von Tropenw\u00e4ldern zu leisten.</p><p>F\u00fcr den Neubau der Empa in St. Gallen wurden mindestens 41,6 Kubikmeter Tropenholz verwendet. F\u00fcr diese Menge Holz sind rund 20,8 Hektaren Regenwald zerst\u00f6rt worden.</p><p>Wie soll ein Bundesbetrieb, der auch im Bereich Umwelt Know-how vermittelt, glaubw\u00fcrdig wirken, wenn beim eigenen Neubau die minimalsten Rahmenprinzipien f\u00fcr den Schutz der Tropenw\u00e4lder missachtet werden?</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat hat Vorschl\u00e4ge f\u00fcr eine generelle Beschr\u00e4nkung der Einfuhr von Tropenh\u00f6lzern aus folgenden Gr\u00fcnden stets abgelehnt:</p><p>- Nicht die Holznutzungen f\u00fcr den Export, sondern das Abbrennen von Wald zur Gewinnung von landwirtschaftlichem Boden oder die Nutzung der W\u00e4lder f\u00fcr die Befriedigung lokaler Bed\u00fcrfnisse (vor allem Brennholz) sind die Hauptursachen der Waldzerst\u00f6rungen.</p><p>- Unter dem Gesichtspunkt der wirtschaftlichen Entwicklung und der langfristigen Walderhaltung in den tropischen L\u00e4ndern muss man den Handel mit Holz aus nachhaltig bewirtschafteten W\u00e4ldern nicht verbieten, sondern f\u00f6rdern: Verliert n\u00e4mlich das Holz durch Handelsbeschr\u00e4nkungen seinen kommerziellen Wert, bestehen keine Anreize mehr, die W\u00e4lder zu sch\u00fctzen.</p><p>- Da unsere Tropenholzimporte sehr gering sind, h\u00e4tten einseitige Massnahmen kaum globale Wirkung, sie k\u00f6nnten jedoch unsere Bem\u00fchungen um einen Dialog mit den Produzentenl\u00e4ndern beeintr\u00e4chtigen.</p><p>- Einseitige Handelsbeschr\u00e4nkungen sind mit unseren internationalen Verpflichtungen, namentlich im Rahmen der WTO, nicht zu vereinbaren.</p><p>Diesbez\u00fcgliche und weitere \u00dcberlegungen hat der Bundesrat in den Stellungnahmen zur Interpellation der gr\u00fcnen Fraktion vom 9. M\u00e4rz 1988, \"Tropenholzimport und einheimische Waldwirtschaft\", und zu den gleichlautenden Motionen Wick (Nationalrat) sowie Simmen (St\u00e4nderat) vom 16. Dezember 1992, \"Deklarationspflicht f\u00fcr Importh\u00f6lzer\", dargelegt.</p><p>Beantwortung der einzelnen Fragen</p><p>1. Das Amt f\u00fcr Bundesbauten hat 1993 (im Mitteilungsblatt \"Erfa/Info\" 3/93) in Zusammenarbeit mit Buwal, Bawi, DEH und Empa begr\u00fcndet, weshalb ein undifferenzierter Verzicht auf den Import von Tropenholz nicht opportun sei. Im Hinblick auf Waldzertifizierung und Holzlabelling, die sich bereits damals abzeichneten, wurde bewusst die M\u00f6glichkeit offengelassen, Tropenholz aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung einzusetzen. Zitat: \"Bei allen H\u00f6lzern unterst\u00fctzen wir die Einf\u00fchrung eines \u00d6ko-Labels. Tropische H\u00f6lzer sollen dann wieder mehr verwendet werden, wenn durch ein Label deren Herkunft aus nachhaltig bewirtschafteten W\u00e4ldern nachgewiesen wird.\" Da es schwierig sein kann, diesen Nachweis zu erbringen, wurde im gleichen Mitteilungsblatt auf die M\u00f6glichkeiten der Substitution von Tropenh\u00f6lzern durch einheimische Holzarten hingewiesen.</p><p>2. Entgegen der Aussage in der Interpellation wurden beim Empa-Neubau in St. Gallen insgesamt 15 Kubikmeter und nicht 41,6 Kubimeter Tropenholz verwendet: 12 Kubikmeter f\u00fcr T\u00fcren und Schachtabschl\u00fcsse, 3 Kubikmeter als Unterlagsh\u00f6lzer f\u00fcr die Sonnenstorenbefestigung an der Nordwestfassade des Laborgeb\u00e4udes. Dazu kommen noch 1,6 Kubikmeter \u00d6kume-Holz f\u00fcr die Tische im Mehrzweckraum und in der Cafeteria.</p><p>Die Anforderungen seitens Brandschutz liessen bei den T\u00fcren und Schachtabschl\u00fcssen eine Ausfertigung in Eiche oder in einem gleichwertigen Tropenholz zu. F\u00fcr Eiche wurde ein Mehrpreis von 76 500 Franken offeriert.</p><p>F\u00fcr das verwendete Tropenholz liegt ein vom za\u00efrischen Minister f\u00fcr Umweltschutz, Bewahrung der Natur und Tourismus am 14. M\u00e4rz 1994 unterschriebenes Ursprungszeugnis vor, wonach das gelieferte Tropenholz aus nachhaltig bewirtschafteten Waldbest\u00e4nden stammt.</p><p>3. Der Bundesrat ist der Ansicht, dass die Empfehlungen gem\u00e4ss \"Erfa/Info\" 3/93 (herausgegeben durch das Amt f\u00fcr Bundesbauten, die PTT und SBB) immer noch gen\u00fcgen, und er erachtet restriktivere Bestimmungen als nicht opportun. Im Rahmen der M\u00f6glichkeiten wird er einer intensiven Kontrolle an Ort und Stelle seine volle Aufmerksamkeit schenken.</p><p>4. 1995 wurden insgesamt 8188 t Tropenholz als Rundholz und weitere 7846 t in Form von Schnittwaren, Furnieren und Sperrholz eingef\u00fchrt, insgesamt also 16 034 t. Gegen\u00fcber 1993 (insgesamt 11 320 t) sind die Importe zwar gestiegen, aber im langj\u00e4hrigen Vergleich ist die Tendenz eindeutig sinkend: Im Jahresdurchschnitt 1976-1980 wurden beispielsweise rund 43 400 t Rundholz und rund 18 300 t Halbfabrikate aus Tropenholz importiert.</p><p>Eine von der International Tropical Timber Organisation Itto in Auftrag gegebene Studie (Stichting Bos en Hout, Wageningen NL, 1995) ermittelt den Endverbrauch an Tropenholz in der Schweiz im Jahr 1993 wie folgt: Aussent\u00fcren: 4000 Kubikmeter; Innent\u00fcren: 1000 Kubikmeter; Fenster: 1300 Kubikmeter; Treppen: 2000 Kubikmeter; M\u00f6bel, Innenausbau: 1060 Kubikmeter; Sperrholz f\u00fcr diverse Zwecke: 12 570 Kubikmeter, was eine Gesamtmenge von rund 22 000 Kubikmetern ergibt. Daraus lassen sich f\u00fcr das Jahr 1993 folgende Relationen ableiten:</p><p>- Der Tropenholzanteil am Holzprodukte-Endverbrauch (ohne Papier/Karton, ohne Restholz aus der Holzverarbeitung und ohne das energetisch genutzte Holz) von insgesamt 2,6 Millionen Kubikmetern betr\u00e4gt rund 0,9 Prozent (1991: 1,8 Prozent);</p><p>- Gemessen am gesamten Holzverbrauch von 6,2 Millionen Kubikmetern Rundholz\u00e4quivalenten macht der Anteil des Tropenholzes rund 0,4 Prozent aus (1991: 0,6 Prozent).</p><p>5. Aufgrund der eingangs zusammengefassten Hintergr\u00fcnde der Waldzerst\u00f6rung und angesichts der bescheidenen Tropenholzimporte der Schweiz, aber auch aus R\u00fccksicht auf unsere aussenhandelsvertraglichen Verpflichtungen, sieht sich der Bundesrat nicht veranlasst, die Verwendung von Tropenholz einzuschr\u00e4nken. Statt dessen setzt der Bund seine bisherige T\u00e4tigkeit in internationalen Gremien fort (z. B. im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit oder der Rio-Nachfolgeaktionen), um seine Kenntnisse nachhaltiger Waldbewirtschaftung permanent weiterzugeben. So engagiert sich die Schweiz im Rahmen der Itto f\u00fcr die F\u00f6rderung der nachhaltigen Bewirtschaftung der Tropenw\u00e4lder. In diesem Sinne hat sie aktiv an der Aushandlung politischer Leitlinien mitgearbeitet sowie seit 1987 insgesamt 33 Forstprojekte mitfinanziert. Stark engagiert hat sich die Schweiz im Rahmen des \"Intergovernmental Panel on Forests\", das die Umsetzung der forstrelevanten Rio-Beschl\u00fcsse koordiniert. Die zwei Sitzungen dieses Panels, welche in diesem Jahr in Genf stattfinden, stellen eine ausgezeichnete M\u00f6glichkeit dar, am Beispiel des Schweizer Waldes Wege zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung aufzuzeigen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(842400000000)\/","SubmittedBy":"Hollenstein Pia","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(898819200000)\/","ResponsibleDepartment":7,"ResponsibleDepartmentName":"Finanzdepartement","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EFD","IsLeadingDepartment":true,"Tags":null,"Category":null,"Modified":"\/Date(1712740149987)\/","SubmissionDate":"\/Date(833932800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4503,"SubmissionLegislativePeriod":45,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":null}}