{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19971020,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19971020,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19971020,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19971020,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19971020,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19971020,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19971020,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19971020,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19971020,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19971020,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19971020,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19971020,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19971020,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19971020,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19971020,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19971020,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19971020,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":19971020,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"97.1020","BusinessType":13,"BusinessTypeName":"Dringliche Einfache Anfrage","BusinessTypeAbbreviation":"D.EA","Title":"Lehrstellen. Dringliche Massnahmen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Seit den letzten Parlamentsdebatten \u00fcber das Problem des Lehrstellenmangels hat sich die Wirtschaftslage weiter verschlechtert: Eine Offensive zugunsten der Aus- und Weiterbildung ist heute noch dringlicher geworden, aber auch schwieriger zu realisieren. Die Kommission f\u00fcr Wissenschaft, Bildung und Kultur erarbeitet L\u00f6sungsans\u00e4tze mit dem Ziel, die Unternehmen zu veranlassen, das Problem des Lehrstellenmangels anzugehen, die Wegrationalisierung von Arbeitspl\u00e4tzen aufzuhalten und eine zweckgerichtetere Ausbildung anzustreben. Eine Untersuchung soll aufzeigen, ob die Unternehmen und die Berufsverb\u00e4nde auf entsprechende Anreize positiv reagieren w\u00fcrden. Arbeitgeberkreise haben zwar einen Aufruf an die Unternehmen lanciert und Vorschl\u00e4ge unterbreitet, damit der Investitionsfonds von 550 Millionen Franken auch f\u00fcr die F\u00f6rderung der Ausbildung, insbesondere der Jugendlichen, verwendet werden kann. Doch die Zeit dr\u00e4ngt, wenn wir im Fr\u00fchling nicht wieder vor derselben Situation wie im letzten Jahr stehen wollen. Dies um so mehr, als die Jugendarbeitslosigkeit in den letzten Monaten alarmierende Ausmasse angenommen hat: Bei den 15- bis 24j\u00e4hrigen ist die Arbeitslosenquote von 5,2 Prozent im November 1996 auf 5,4 Prozent im Dezember 1996 und schliesslich im Januar 1997 auf 5,6 Prozent angestiegen. Wir t\u00e4ten gut daran, fr\u00fchzeitig zu investieren, anstatt Arbeitslosenentsch\u00e4digungen zu zahlen und unserer Jugend den Zugang zur Berufswelt zu verschliessen.</p><p>Was kann der Bundesrat unternehmen, um die Zeit, bis die Offensive zugunsten der Ausbildung greift, zu \u00fcberbr\u00fccken?</p><p>Kann der Bundesrat vor\u00fcbergehende Massnahmen treffen, um:</p><p>- die Ausbildungsmassnahmen f\u00fcr Personen mit geringer Schulbildung zu verst\u00e4rken;</p><p>- Einf\u00fchrungskurse und gemeinsame Ausbildungsstrukturen f\u00fcr Lehrlinge zu f\u00f6rdern;</p><p>- die Unternehmen, f\u00fcr welche die vollst\u00e4ndige Ausbildung von Lehrlingen zu teuer ist, zur Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen anzuregen;</p><p>- die Schaffung von Praktikantenstellen f\u00fcr arbeitslose Jugendliche mit abgeschlossener Lehre in Unternehmen zu f\u00f6rdern;</p><p>- bei den Jugendlichen die Bereitschaft zu Mobilit\u00e4t und Flexibilit\u00e4t zu erh\u00f6hen;</p><p>- durch besondere Anstrengungen zugunsten von Lehrlingen in der Bundesverwaltung und allen Arten von Bundesbetrieben mit gutem Beispiel voranzugehen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>(Die Antworten auf die vier dringlichen Einfachen Anfragen 97.1020 FDP-Fraktion; 97.1019 Grossenbacher; 97.1017 Rychen; 97.1018 Strahm sind gleichlautend)</p><p>Der Bundesrat unterstreicht ein weiteres Mal die wichtige Rolle der Berufsbildung in der Schweiz, deren Wirtschaft sich durch eine sehr hohe Wertsch\u00f6pfung auszeichnet. Unser Ausbildungssystem ist ausgezeichnet; angesichts der schwierigen Wirtschaftslage, die wir seit einigen Jahren kennen, m\u00fcssen wir zu ihm besonders grosse Sorge tragen.</p><p>Ausgangslage</p><p>- Im Auftrag des Biga wurde Mitte Februar 1997 mittels einer repr\u00e4sentativen Umfrage bei Unternehmen und Jugendlichen die Lage auf dem Lehrstellenmarkt erhoben. Es stellte sich heraus, dass sich Angebot und Nachfrage nicht decken. (Rychen)</p><p>- Verglichen mit 1996 ist im Moment von einem R\u00fcckgang des Lehrstellenangebots um etwa 2,5 Prozent oder 1400 Lehrstellen bei einer steigenden Zahl k\u00fcnftiger Lehrlinge auszugehen. Zurzeit verf\u00fcgen 56 Prozent der befragten Jugendlichen, die im Sp\u00e4tsommer 1997 - also in einem halben Jahr - eine Lehre antreten wollen, \u00fcber eine feste Zusage f\u00fcr einen Ausbildungsplatz. (Rychen)</p><p>- Gem\u00e4ss Umfrage besteht von der Nachfrageseite aus gesehen vor allem in den B\u00fcroberufen, bei den Zeichnern und den technischen Berufen ein Lehrstellenmangel, w\u00e4hrend sich die Lage in den Verkaufsberufen, in jenen der Metall- und Maschinenindustrie sowie im Baugewerbe besser pr\u00e4sentiert.</p><p>In den st\u00e4dtischen Gebieten erweist sich die Lehrstellensuche wesentlich schwieriger als in den l\u00e4ndlichen.</p><p>Vor allem schw\u00e4chere Sch\u00fcler bekunden M\u00fche, eine Lehrstelle zu finden. (Rychen)</p><p>Der Bundesrat stellt fest, dass die Lage auf dem Lehrstellenmarkt nicht befriedigt. Obwohl dieser - wie der Arbeitsmarkt - keiner staatlichen Steuerung unterliegt und die Interventionsm\u00f6glichkeiten entsprechend beschr\u00e4nkt sind, sind alle Mittel, die der Verbesserung der Situation dienen, auszusch\u00f6pfen. F\u00fcr die kommenden Monate sieht der Bundesrat folgende kurz- und mittelfristigen Massnahmen vor:</p><p>Massnahmen</p><p>- Damit ein klares Bild \u00fcber die Lage auf dem Lehrstellenmarkt entsteht, findet im April 1997 eine zweite Befragung von Unternehmen und Jugendlichen statt. Deren Ergebnisse werden der \u00d6ffentlichkeit Mitte Mai 1997 bekanntgegeben.</p><p>- An die ausbildenden Unternehmen wird das EVD aufgrund der Ergebnisse der Umfragen zum Lehrstellenmarkt Aufrufe erlassen, ihre f\u00fcr die Schweizer Wirtschaft zentrale Rolle noch intensiver wahrzunehmen.</p><p>Nichtausbildende Unternehmen werden mit Hinweis auf die wirtschafts- und bildungspolitische Wichtigkeit der Lehrlingsausbildung aufgefordert, Ausbildungspl\u00e4tze einzurichten. Es sollen besonders Unternehmen aus hochinnovativen Branchen (Biotechnologie, Werkstoffe, Datenverarbeitung, Oberfl\u00e4chenbehandlung, Halbleiter, Polymere) angesprochen werden. (Rychen, Strahm)</p><p>- Das EVD wird in seinen Aufrufen an die Wirtschaft auch darauf hinweisen, dass Jugendliche bereit sein m\u00fcssen, eine Lehrstelle ausserhalb des eigenen Wohnorts oder in einem Beruf der zweiten Wahl anzutreten. (FDP-Fraktion)</p><p>- Das Biga richtet gegenw\u00e4rtig ein Internet-Angebot ein, das auch Informationen zu Lehrstellen enth\u00e4lt. (Rychen, Strahm)</p><p>- 1994 bildete die allgemeine Bundesverwaltung (Bundesgerichte, Parlamentsdienste, Bundeskanzlei, Departemente, Regiebetriebe, R\u00fcstungsbetriebe und Alkoholverwaltung) 1433 Jugendliche aus. 1996 waren es 1351. Der Abbau von 82 Lehrstellen erfolgte aufgrund der Reorganisationsmassnahmen im Armeebereich. (Grossenbacher)</p><p>- Der Bundesrat weist die Departemente und die Bundeskanzlei an, die Zahl der Lehrstellen in den n\u00e4chsten zwei Jahren sp\u00fcrbar zu erh\u00f6hen. Hingegen m\u00f6chte er sich nicht auf ein bestimmtes Verh\u00e4ltnis zwischen der Zahl der Besch\u00e4ftigten und derjenigen der Ausbildungspl\u00e4tze festlegen, da die betrieblichen Gegebenheiten in den verschiedenen Bundes\u00e4mtern und -betrieben sehr unterschiedlich sind. (Rychen, Grossenbacher, Strahm, FDP-Fraktion)</p><p>- Das Biga erarbeitet mit den Kantonen im ersten Halbjahr 1997 eine \u00dcbersicht \u00fcber die kantonalen Geb\u00fchren f\u00fcr die Berufsbildung. Es liegt dann an den Kantonen zu pr\u00fcfen, ob eine finanzielle Entlastung der Lehrbetriebe m\u00f6glich und sinnvoll ist. Ob sich daraus auch Konsequenzen f\u00fcr den Bund ergeben, kann jetzt nicht abgesch\u00e4tzt werden. (Strahm)</p><p>- Die Ausweitung von Einf\u00fchrungskursen und die F\u00f6rderung von Ausbildungsverb\u00fcnden sieht bereits der bundesr\u00e4tliche Bericht vom 11. September 1996 \u00fcber die Berufsbildung vor. Die Ausweitung der Einf\u00fchrungskurse entlastet die Lehrbetriebe in ihrer Ausbildungsaufgabe, die Ausbildungsverb\u00fcnde sollen auch spezialisierten Unternehmen die Ausbildung erm\u00f6glichen. Beide Massnahmen tragen zur Erh\u00f6hung des Lehrstellenangebots bei. (Rychen, Strahm, FDP-Fraktion)</p><p>- F\u00fcr Jugendliche, die besonders M\u00fche haben, eine Lehrstelle zu finden, stellen die Kantone spezielle Ausbildungsangebote bereit. Dazu geh\u00f6ren vor allem das 10. Schuljahr (von den Kantonen allein finanziert) sowie die Vorlehren und die Integrationskurse (nach dem Modell \"2 Tage Schule, 3 Tage Betrieb\", beide vom Bund subventioniert). Das Biga hat mit den Kantonen einen \u00dcberblick \u00fcber diese Angebote erarbeitet. Diese Unterlagen werden den Schulen der Sekundarstufe 1 und den Berufsberatern zu Informations- und Beratungszwecken abgegeben. Dadurch werden diese Ausbildungsg\u00e4nge noch besser bekannt und in vermehrtem Mass in Anspruch genommen. (Rychen, Grossenbacher)</p><p>Der Bundesrat fordert die Kantone auf, die besonderen Bildungsangebote auszubauen, wenn sich dies aufgrund der Nachfrage durch die Jugendlichen aufdr\u00e4ngt. Der Bund wird ein erh\u00f6htes Angebot der Kantone im Rahmen des Berufsbildungsgesetzes mitfinanzieren. (Rychen, Grossenbacher, Strahm, FDP-Fraktion)</p><p>Vollzeitliche Ausbildungen an einer Schule mit integrierter Praxisausbildung belasten erfahrungsgem\u00e4ss die Kantone sehr stark. Deshalb und weil die Bundesbeitr\u00e4ge gem\u00e4ss Berufsbildungsgesetz - verglichen mit denjenigen gem\u00e4ss Arbeitslosenversicherungsrecht - gering sind, haben die Kantone bisher kaum solche Vollzeitkurse eingef\u00fchrt. Eine Mitfinanzierung im Rahmen der arbeitsmarktlichen Massnahmen der Arbeitslosenversicherung ist unter gewissen Bedingungen m\u00f6glich: Kantone k\u00f6nnen sogenannte \"Motivationssemester\" f\u00fcr Schulabg\u00e4nger organisieren, welche als Vollzeitausbildung mit integrierter Praxisausbildung durchgef\u00fchrt werden. (Grossenbacher)</p><p>- Zentrale Lehrwerkst\u00e4tten, die von mehreren Betrieben gemeinsam oder von Berufsverb\u00e4nden getragen werden und die der Einf\u00fchrung in die praktischen Fertigkeiten eines Berufs dienen, k\u00f6nnen als Einf\u00fchrungskurse im Sinne des Berufsbildungsgesetzes angesehen werden. Demzufolge ist der Bund bereit, die gesetzlich vorgesehenen Beitr\u00e4ge zu entrichten. (Grossenbacher)</p><p>- Die Umplazierung von Lehrlingen durch regionale Arbeitsvermittlungszentren und betriebliche Arbeitsmarktzentren wird durch die Arbeitslosenversicherung mitfinanziert. Eine \u00c4nderung des Gesetzes ist nicht erforderlich. (Grossenbacher)</p><p>- Gem\u00e4ss Avig f\u00f6rdert die Arbeitslosenversicherung die vor\u00fcbergehende Besch\u00e4ftigung von Versicherten im Rahmen von Berufspraktika in Unternehmen und Verwaltung. Diese F\u00f6rderung kommt insbesondere auch Personen zugute, die gerade ihre berufliche Grundausbildung abgeschlossen haben, um ihnen den Einstieg ins Berufsleben zu erm\u00f6glichen. (FDP-Fraktion)</p><p>- Aufbauend auf ein vom Biga in Auftrag gegebenes Gutachten, diskutiert die nationalr\u00e4tliche Kommission f\u00fcr Wissenschaft, Bildung und Kultur zurzeit Lenkungsmassnahmen f\u00fcr den Lehrstellenmarkt und l\u00e4sst in diesem Zusammenhang Expertengespr\u00e4che durchf\u00fchren. In diesen soll abgekl\u00e4rt werden, ob und welche Lenkungsmassnahmen von der Wirtschaft akzeptiert werden. Die Kommission wird sich voraussichtlich noch im April 1997 zur Frage \u00e4ussern.</p><p>Es ist a priori klar, dass nur Lenkungsmassnahmen in Frage kommen, die keinen grossen administrativen Aufwand erfordern, keine unerw\u00fcnschten Nebeneffekte hervorrufen, alle Unternehmen rechtsgleich behandeln, die Motivation, Jugendliche auszubilden, erh\u00f6hen und rasch einzuf\u00fchren sind.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(859334400000)\/","SubmittedBy":"FDP-Liberale Fraktion","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(859334400000)\/","ResponsibleDepartment":null,"ResponsibleDepartmentName":null,"ResponsibleDepartmentAbbreviation":null,"IsLeadingDepartment":null,"Tags":null,"Category":null,"Modified":"\/Date(1763101510497)\/","SubmissionDate":"\/Date(857433600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4506,"SubmissionLegislativePeriod":45,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":null}}