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September 1995 zum Krankenversicherungsgesetz dahingehend zu erg\u00e4nzen, dass die Kosten f\u00fcr \u00e4rztlich verordnete Verh\u00fctungsmittel von den Krankenkassen \u00fcbernommen werden.</p>","ReasonText":"<p>Die Pr\u00e4vention muss die erste und wichtigste Massnahme gegen eine ungewollte Schwangerschaft sein und neben einer umfassenden Aufkl\u00e4rung und Beratungshilfe aus einem leichten Zugang zu Verh\u00fctungsmitteln bestehen. Es ist daher unerl\u00e4sslich, dass die Kosten \u00e4rztlich verordneter Verh\u00fctungsmittel auch in der Schweiz von der Krankenversicherung \u00fcbernommen werden. Dies ist um so dringender geboten, als in der Schweiz der Abbruch einer Schwangerschaft zurzeit von der Krankenkasse bezahlt wird. Dadurch besteht die Gefahr, dass finanziell Schwache, die sich Verh\u00fctungsmittel nicht leisten k\u00f6nnen, abtreiben anstatt zu verh\u00fcten.</p><p>Im Jahre 1996 wurden in der Schweiz rund 12 700 legale Abtreibungen vorgenommen. Die Schweiz weist damit heue eine im europ\u00e4ischen Vergleich zwar relativ niedrige Abtreibungsrate auf. Seit 1966 ist die Zahl der Abtreibungen um 25 Prozent zur\u00fcckgegangen. Dieser R\u00fcckgang ist, da die rechtliche Lage w\u00e4hrend dieser Zeit bekanntlich unver\u00e4ndert blieb, im wesentlichen auf die breitere Aufkl\u00e4rung und den besseren Zugang zu Verh\u00fctungsmitteln zur\u00fcckzuf\u00fchren.</p><p>Es ist aber dringend notwendig, dass durch Kosten\u00fcbernahme der Krankenkassen f\u00fcr die Verh\u00fctungsmittel die Pr\u00e4vention zus\u00e4tzlich verst\u00e4rkt wird. Dass dies die geeignete Massnahme zur Senkung der Anzahl Schwangerschaftsabbr\u00fcche ist, zeigt sich besonders deutlich am Beispiel der Niederlande, die heute die niedrigste Abtreibungsrate in Europa aufweisen, obwohl die rechtliche Regelung sehr liberal ausgestaltet ist. In Holland werden jedoch die Kosten der \u00e4rztlich verordneten Verh\u00fctungsmittel - in erster Linie Pille, Spirale und Diaphragma - wie auch der Sterilisation von Mann und Frau von der Krankenversicherung \u00fcbernommen. Die geringe Zahl an Schwangerschaftsabbr\u00fcchen in Holland d\u00fcrfte in erster Linie auf diese Tatsache zur\u00fcckzuf\u00fchren sein.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.","FederalCouncilProposal":5,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(879897600000)\/","SubmittedBy":"Dormann Rosmarie","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(939340800000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":null,"Category":null,"Modified":"\/Date(1712750852613)\/","SubmissionDate":"\/Date(876355200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4509,"SubmissionLegislativePeriod":45,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":null}}