{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19981018,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19981018,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19981018,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19981018,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19981018,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19981018,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19981018,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19981018,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19981018,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19981018,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19981018,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19981018,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19981018,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19981018,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19981018,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19981018,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19981018,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":19981018,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"98.1018","BusinessType":13,"BusinessTypeName":"Dringliche Einfache Anfrage","BusinessTypeAbbreviation":"D.EA","Title":"AIDS. Forschung","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>1. Trifft es zu, dass der Bund f\u00fcr die sogenannte Kohortenstudie 2,5 Millionen Franken pro Jahr einsetzt, ohne dass der \u00d6ffentlichkeit ein Studienbericht mit den Resultaten vorliegt; dies obwohl in Presseartikeln (Herrmann E., Aids-Therapie mit Erfolg; \"Tages-Anzeiger\", 7. November 1997) und in Fachzeitschriften (Egger et al., Impact of new antiretroviral combination therapies in HIV infected patients in Switzerland: prospective multicentre study; \"British Medical Journal\" Vol. 315, 8. November 1997) der Eindruck erweckt wird, man habe einen Weg gefunden, die Krankheit Aids mit einer wirkungsvollen medikament\u00f6sen Therapie zu bek\u00e4mpfen?</p><p>2. Trifft es zu, dass zwischen den Autoren der Studie (es sind vorwiegend M\u00e4nner) und der Kontrollstelle des Bundes enge personelle Verflechtungen bestehen, die die Unabh\u00e4ngigkeit der Beurteilung \u00fcber die Relevanz der Forschungsarbeit beeintr\u00e4chtigen k\u00f6nnten?</p><p>3. Trifft es zu, dass Betroffene immer wieder zur Mitarbeit motiviert werden und damit \u00e4usserst beeintr\u00e4chtigende Nebenwirkungen in Kauf nehmen m\u00fcssen, f\u00fcr die ihnen durch die Teilnahme entstehenden Unkosten teilweise selber aufkommen m\u00fcssen, ohne dass sie aufgekl\u00e4rt werden \u00fcber die Relevanz und Wirksamkeit der Studie, deren Versuchspersonen sie sind?</p><p>4. Trifft es zu, dass eine enge Interessenverflechtung besteht zwischen diesen Aidsstudien und der Pharmawirtschaft, die sich auf die Bek\u00e4mpfung der Aidsviren konzentriert, ohne alternative Fragestellungen zu bearbeiten wie z. B.:</p><p>- Wie kann das Immunsystem Betroffener nachhaltig gest\u00e4rkt werden?</p><p>- Was machen jene Betroffenen, die eine lange \u00dcberlebensdauer haben, ohne Medikamente einzunehmen?</p><p>- Welche sozialen Einflussfaktoren beeinflussen die \u00dcberlebenschancen positiv?</p><p>Grunds\u00e4tzlich sind die Anstrengungen des Bundes im Hinblick darauf, dass bei der Bek\u00e4mpfung von Aids Fortschritte gemacht werden und in die entsprechende Forschung investiert wird, sehr zu begr\u00fcssen. Mir stellt sich dar\u00fcber hinaus jedoch die Frage, was eigentlich mit den Forschungsgeldern f\u00fcr Aids des Bundes geschieht und inwiefern die Forschungsresultate den Betroffenen und der interessierten \u00d6ffentlichkeit zur Verf\u00fcgung gestellt werden. Mich interessiert auch, welche Voraussetzungen aufgrund welcher Kriterien bestehen m\u00fcssen, damit ein Forschungsvorhaben vom Bund finanziell unterst\u00fctzt wird. Ich frage mich auch, wie ernsthaft die Zusammenarbeit mit Betroffenen angestrebt wird und wie ernsthaft auf deren \u00c4ngste, Bedenken und Fragen eingegangen wird.</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Es trifft zu, dass der Bund die sogenannte HIV-Kohortenstudie finanziert. 1998 sind daf\u00fcr im Rahmen des Nationalen Aidsforschungsprogramms 2,8 Millionen Franken vorgesehen. Die Eidgen\u00f6ssische Kommission zur Kontrolle der Aidsforschung (KKAF) - das vom Bundesrat eingesetzte Kontrollorgan f\u00fcr das Nationale Aidsforschungsprogramm - legt j\u00e4hrlich einen T\u00e4tigkeitsbericht vor, in welchem \u00fcber die Studie berichtet wird. Dieser T\u00e4tigkeitsbericht wird bei Beh\u00f6rden, Parlamentariern und Parlamentarierinnen, Patientenorganisationen usw. verteilt. Die Arbeiten im Rahmen der HIV-Kohortenstudie ist auch Thema in diversen Medien; zudem wird regelm\u00e4ssig in der vom Bund unterst\u00fctzten Zeitschrift \"Aidsinfothek\" \u00fcber die Studienergebnisse berichtet. Bei Anfragen aus der \u00d6ffentlichkeit ist das BAG Ansprechpartnerin.</p><p>Die HIV-Kohortenstudie ist ein Projekt mit mehreren Aufgaben: Dieses bildet den organisatorischen und wissenschaftlichen Rahmen f\u00fcr die laufende Aufdatierung und landesweite Verbreitung der Behandlungs- und Betreuungsprogramme. Es werden die Verlaufsdaten der betreuten Patienten und Patientinnen (rund 40 Prozent aller HIV-infizierten Patienten und Patientinnen in der Schweiz) im Hinblick auf wissenschaftliche Analyse gesammelt (wie z. B. in der in der Anfrage erw\u00e4hnten Studie Egger et al.), und es werden wissenschaftliche Studien auf lokaler und nationaler Ebene organisiert und koordiniert.</p><p>Die Botschaft - im Zusammenhang mit in gewissen Medienberichten regelm\u00e4ssig auftauchenden Heilungsversprechen -, man habe einen Weg gefunden, um Aids mit einer wirkungsvollen medikament\u00f6sen Therapie zu bek\u00e4mpfen, st\u00fctzt sich auf kein Ergebnis der HIV-Kohortenstudie und ist auch keine Botschaft des BAG. Es darf hier aber festgehalten werden, dass nicht zuletzt dank der Forschungs- und Koordinationsarbeit im Rahmen der HIV-Kohortenstudie der Standard der Schweizer HIV-Behandlung international einen sehr guten Ruf besitzt.</p><p>2. Es trifft nicht zu, dass enge personelle Verflechtungen zwischen den Autoren der in der Anfrage genannte Publikationen und dem Kontrollorgan des Bundes, der KKAF, bestehen. Richtig ist hingegen, dass indirekte Beziehungen bestehen, weil in der Schweiz als kleinem Land die Zahl der Wissenschaftern und Wissenschaftlerinnen und Forschungsinstitutionen im Bereich HIV/Aids begrenzt ist. Hingegen trifft die KKAF alle Vorsichtsmassnahmen, dass bei der Beurteilung der ihr vorgelegten Gesuche nur nach wissenschaftlicher Relevanz entschieden wird; insbesondere werden die der KKAF alle Vorsichtsmassnahmen, dass bei der Beurteilung der ihr vorgelegten Gesuche nur nach wissenschaftlicher Relevanz entschieden wird; insbesondere werden die der KKAF eingereichten Gesuche nach den Kriterien des Schweizer Nationalfonds beurteilt und in aller Regel durch ausl\u00e4ndische Experten begutachtet. Zudem haben BAG und KKAF zwei international f\u00fchrende Fachleute (Prof. S. Hammer, USA, und Prof. S. Vella, Italien) mit der externen Evaluation und Begleitung der HIV-Kohortenstudie beauftragt.</p><p>3. Die Teilnahme an der HIV-Kohortenstudie ist freiwillig, und den Teilnehmern und Teilnehmerinnen entstehen nach Kenntnis des BAG daraus keine zus\u00e4tzlichen Kosten. S\u00e4mtliche durch die Studien bedingten Mehrkosten gehen zu Lasten der Forschungsgelder von seiten des Bundes und Dritter. Die ordentlichen Behandlungskosten tr\u00e4gt (nach Abzug des gesetzlichen Selbstbehaltes) die Krankenkasse.</p><p>Es erscheint hier wichtig zu erw\u00e4hnen, dass der immaterielle Beitrag, den die Patienten und Patientinnen durch ihre Bereitschaft zur Beteiligung an Behandlungsstudien leisten, gross und unentbehrlich ist, um bei der Verh\u00fctung und Behandlung der HIV-Infektion und ihrer Folgen die dringend notwendigen Fortschritte zu erreichen.</p><p>Die Teilnahme an der HIV-Kohorte basiert auf den internationalen Kriterien der Good Clinical Practice. Die Studie ist von der zust\u00e4ndigen Ethikkommission genehmigt worden, die auch Kriterien festgelegt hat, welche die Teilnehmenden zu erf\u00fcllen haben. Wer die Kriterien erf\u00fcllt, wird kontaktiert, eingehend \u00fcber die Studie informiert und muss ausdr\u00fccklich die Zustimmung zur Teilnahme erteilen (Informed Consent).</p><p>4. Zwischen den Zielen der HIV-Kohortenstudie und denjenigen der pharmazeutischen Industrie besteht tats\u00e4chlich eine bestimmte Konvergenz. Ein Ziel der Kohortenstudie ist u. a. die Entwicklung und Pr\u00fcfung von neuen medikament\u00f6sen Therapien zwecks Reduktion von Krankheit und Nebenwirkungen; Ziel der Pharmaindustrie ist die Entwicklung wirksamer und m\u00f6glichst nebenwirkungsarmer Heilmittel.</p><p>Unzutreffend ist hingegen die Annahme, dass diese Interessenkonvergenz die Pr\u00fcfung der aufgeworfenen Fragen aus wissenschaftlicher Sicht allgemein und insbesondere im Bereich alternativer und komplement\u00e4rer Behandlungen beeintr\u00e4chtigen w\u00fcrde. Das Nationale Aidsforschungsprogramm und die HIV-Kohortenstudie bearbeiten auch Fragestellungen im Zusammenhang mit alternativen und komplement\u00e4ren Behandlungen, z. B. im Bereich der Immunstimulation, der chinesischen Kr\u00e4utermedizin oder der individuellen und sozialen Faktoren, welche bei gewissen Patienten trotz HIV-Infektion ein Langzeit\u00fcberleben erm\u00f6glichen (\"Long-term non-progressor\"-Studie).</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(891388800000)\/","SubmittedBy":"Weber Agnes","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(891388800000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":null,"Category":null,"Modified":"\/Date(1750804876297)\/","SubmissionDate":"\/Date(889401600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4512,"SubmissionLegislativePeriod":45,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":null}}