{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983082,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983082,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983082,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983082,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983082,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983082,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983082,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983082,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983082,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983082,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983082,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983082,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983082,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983082,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983082,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983082,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983082,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":19983082,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"98.3082","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Schaffung einer Zentralstelle f\u00fcr Frauengesundheit beim Bund","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, die gesetzlichen und strukturellen Grundlagen f\u00fcr die Einrichtung einer Zentralstelle f\u00fcr Frauengesundheit beim Bund zu schaffen.</p>","ReasonText":"<p>Die Schweiz braucht dringend eine Zentralstelle f\u00fcr Frauengesundheit, die vor allem f\u00fcr die strategischen Belange von Frauengesundheit zust\u00e4ndig ist. Die Notwendigkeit einer solchen Stelle ergibt sich aus den Ergebnissen der Frauengesundheitsforschung und der bisherigen Frauengesundheitspolitik. Sie ergibt sich auch aus den Forderungen der WHO, der Aktionspl\u00e4ne der Uno-Frauenkonferenzen von Kairo und Peking, des Schweizerischen Frauenkongresses von 1996 und des Schweizer Frauengesundheitsberichtes von 1996.</p><p>Spezifische Aspekte der Frauengesundheit</p><p>Forscherinnen und die Teilnehmerinnen der Konferenzen haben sich ausf\u00fchrlich mit den spezifischen Aspekten der Frauengesundheit auseinandergesetzt und dabei festgestellt, dass Frauen aufgrund ihrer Lebenssituation und der bestehenden Ungleichstellung zwischen den Geschlechtern gesundheitlich gef\u00e4hrdeter sind. Im Schlussdokument der 4. Uno-Weltfrauenkonferenz von 1995 in Peking werden denn auch vorwiegend soziale und gesellschaftliche Bedingungen genannt, die sich nachteilig auf die Gesundheit von Frauen auswirken: Armut und wirtschaftliche Abh\u00e4ngigkeit, die Erfahrung von Gewalt, eine latent negative Einstellung gegen\u00fcber Frauen und M\u00e4dchen, die begrenzten M\u00f6glichkeiten zahlreicher Frauen, \u00fcber ihre eigene Sexualit\u00e4t oder \u00fcber Schwangerschaft und Geburt selber zu bestimmen, und ein beschr\u00e4nkter und ungleicher Zugang zu Bildung, Wissen, Arbeit und Ressourcen.</p><p>Auch der Schweizer Frauengesundheitsbericht von 1996 weist auf die unterschiedlichen Gesundheitsbiographien zwischen Frauen und M\u00e4nnern hin. Die Lebenserwartung der Frauen ist zwar h\u00f6her, da sie weniger Lebensjahre vorzeitig verlieren (durch Krankheit, Unf\u00e4lle, Suizide, Tabak- und Alkoholmissbrauch usw.). Doch ist es um die Gesundheit von Frauen erwiesenermassen schlechter bestellt, und Untersuchungen zeigen, dass Frauen zwischen 40 und 65 bei Befragungen eine gr\u00f6ssere Krankheitslast angeben als M\u00e4nner und sich grunds\u00e4tzlicher h\u00e4ufiger krank f\u00fchlen. Zwei Drittel der Frauen, aber nur die H\u00e4lfte der M\u00e4nner klagen \u00fcber k\u00f6rperliche Beschwerden. Frauen suchen h\u00e4ufiger Gesundheitsdienste auf, gehen h\u00e4ufiger zum Arzt und nehmen mehr Medikamente ein. Es sind nicht vorwiegend biologische Gr\u00fcnde, die Frauen krank machen, sondern vielmehr soziale Unterschiede und Unterschiede in der Sozialisierung zwischen den beiden Geschlechtern: Doppel- und Dreifachbelastung durch Haushalt, Betreuungs- und Erwerbsarbeit, Anforderungen an Alleinerziehende, h\u00e4ufig eine schlechtere Ausbildung, ein beschr\u00e4nkter Zugang zu gut bezahlter (Teil-)Erwerbsarbeit, geringere L\u00f6hne usw. Am schlechtesten f\u00fchlen sich Ausl\u00e4nderinnen und Frauen, die nur die obligatorische Schulbildung absolviert haben.</p><p>Dazu kommt, dass die reproduktiven Gesundheitsbelange bei Frauen lebenslang einen wesentlichen Raum einnehmen.</p><p>Elemente einer Frauengesundheitspolitik</p><p>Gerade weil Frauen ungen\u00fcgenden Zugang zu Wissen, Dienstleistungen und Ressourcen haben, weil Beratungsstellen und Betreuungspersonen von Institutionen f\u00fcr frauenspezifische Gesundheitsfragen zu wenig sensibilisiert und ausgebildet sind und weil Investitionen in die Frauen schliesslich eine kostend\u00e4mpfende Massnahme im Gesundheitswesen sind, muss die Gesundheit von Frauen priorit\u00e4r eingestuft und die Frauen m\u00fcssen ausdr\u00fccklich als Zielgruppe definiert werden. F\u00fcr eine nationale Gesundheitspolitik stehen folgende Punkte im Zentrum:</p><p>- Es m\u00fcssen Strukturen geschaffen und Verantwortliche bestimmt werden, die eine interdisziplin\u00e4re Gesundheitspolitik f\u00fcr Frauen entwickeln und einen Aktionsplan ausarbeiten.</p><p>- Eine Gesundheitspolitik f\u00fcr Frauen muss auf die Gesundheit in allen Lebensabschnitten eingehen und die sozialen, politischen und sozio\u00f6konomischen Realit\u00e4ten von Frauen ber\u00fccksichtigen.</p><p>- Forschungsdefizite im Bereich der Frauengesundheit sind zu beheben.</p><p>Unmittelbare Aktions- und Handlungsbereiche</p><p>Im Vordergrund stehen - ausgew\u00e4hlt aus der Gesundheitsagenda des Schweizer Frauengesundheitsberichtes - drei Handlungsbereiche:</p><p>1. \u00c4ltere Frauen ab 65 Jahren. Die Einschr\u00e4nkung der Lebensqualit\u00e4t durch gesundheitliche Beeintr\u00e4chtigung im Alter trifft \u00fcberproportional die Frauen, und zwar sowohl im physischen als auch im psychischen Wohlbefinden.</p><p>2. Der Beratungs- und Betreuungsbereich. Mitarbeiter von gesundheitlichen Diensten sind in der Regel zuwenig ausgebildet und informiert \u00fcber den frauenspezifischen Gesundheitsbereich.</p><p>3. Die frauenspezifische Gesundheitsforschung muss dringend aktiviert und ausgebaut werden.</p><p>Nationales Frauengesundheitskonzept</p><p>Die vorliegenden Informationen zeigen deutlich, dass es dringend eine \u00fcbergeordnete Stelle braucht, die ein nationales Konzept ausarbeitet und f\u00fcr die Koordination einer effizienten, qualitativ gesicherten und spezifischen Frauengesundheitspolitik zust\u00e4ndig ist.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat teilt die Auffassung der Motion\u00e4rin, dass jede Gesundheitspolitik den geschlechtsspezifischen Aspekten Rechnung tragen und die unterschiedlichen Lebensbiographien von M\u00e4nnern und Frauen ber\u00fccksichtigen muss. Der Bund hat bereits verschiedene Projekte im Bereich der Frauengesundheit gef\u00f6rdert. Der Frauengesundheitsbericht der Schweiz zeigt auf, wo Handlungsbedarf besteht. Jugendliche und junge Frauen, Frauen im mittleren Erwachsenenalter und \u00e4ltere Frauen ab 65 Jahren haben zwar unterschiedliche Gesundheitsprobleme, doch stehen f\u00fcr alle drei Altersgruppen Massnahmen im Zusammenhang mit sexueller und reproduktiver Gesundheit, Schliessen der L\u00fccken im Beratungs- und Betreuungsbereich sowie Verbesserung sozio\u00f6konomischer Faktoren im Vordergrund.</p><p>Die Resultate der Gesundheitsforschung wie auch die Erfahrungen aus einem mehrj\u00e4hrigen Projekt zur F\u00f6rderung der Gesundheit von Frauen, welches im Auftrag des Bundesamtes f\u00fcr Gesundheit durchgef\u00fchrt wurde, zeigen, dass die geforderte Zentralstelle m\u00f6glicherweise eine wichtige Funktion zur Verbesserung der Gesundheit von Frauen \u00fcbernehmen k\u00f6nnte. Allerdings ist unklar, wo die Stelle eingerichtet und wie sie finanziert werden m\u00fcsste. Der Bundesrat ist bereit, ein Konzept erarbeiten zu lassen, welches einerseits das Mandat einer Zentralstelle im Sinne der Motion\u00e4rin definiert, insbesondere aber die rechtlichen, politischen und finanziellen Rahmenbedingungen abkl\u00e4rt. Dabei sollen - auch im Sinne einer m\u00f6glichen Entlastung der Verwaltung - die vertiefte Zusammenarbeit mit verwaltungsexternen Stellen und die verbesserte Vernetzung bestehender Einrichtungen gepr\u00fcft werden. Damit soll eine aussagekr\u00e4ftige Entscheidungsgrundlage f\u00fcr allf\u00e4llige weitere Schritte geschaffen werden.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.","FederalCouncilProposal":2,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(896227200000)\/","SubmittedBy":"Vermot-Mangold Ruth-Gaby","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(953596800000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":null,"Category":null,"Modified":"\/Date(1712758436440)\/","SubmissionDate":"\/Date(889401600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4512,"SubmissionLegislativePeriod":45,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":null}}