{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983139,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983139,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983139,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983139,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983139,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983139,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983139,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983139,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983139,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983139,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983139,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983139,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983139,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983139,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983139,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983139,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983139,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":19983139,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"98.3139","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Sportclubs. Sexuelle Ausbeutung und Gewalt","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Ich stelle dem Bundesrat folgende Fragen:</p><p>1. Ist er respektive das VBS bereit, gegen diese fatale Negierung der vorhandenen schwerwiegenden Probleme etwas zu unternehmen?</p><p>2. Sind Konzepte vorhanden oder in Planung, welche die Problematik der Kindesmisshandlung und Ausbeutung in die Trainerausbildung (J+S, Magglingen) als festen Bestandteil integrieren?</p><p>3. Welche Massnahmen gedenkt er respektive das zust\u00e4ndige Departement zu ergreifen, um die Sportverb\u00e4nde, Sportvereine und -clubs mit der Problematik vertraut zu machen und die Verantwortlichen des Ressorts \"Sport\" entsprechend auszubilden?</p><p>4. Kann er sich eine landesweite Sensibilisierungskampagne zu diesem Thema vorstellen?</p><p>5. Sind schweizerische Untersuchungen und wissenschaftliche Studien zu diesem Thema in Auftrag gegeben oder geplant? Wenn nicht, w\u00e4re er bereit, das zu veranlassen?</p>","ReasonText":"<p>Aufgeschreckt durch immer h\u00e4ufiger erscheinende Medienberichte und eine steigende Zahl von Klagen und Beratungsw\u00fcnschen besorgter Eltern hat sich der Schweizerische Kinderschutzbund im Fr\u00fchling 1997 dem Problem der Kindesmisshandlung und der sexuellen Ausbeutung, die im Umfeld von Sportclubs geschehen, angenommen und ein entsprechendes Projekt lanciert. 54 Sportverb\u00e4nden, die Kinder und jugendliche Mitglieder haben, wurde insbesondere angeboten, Aus- und Weiterbildungskonzepte f\u00fcr Trainer und Klubverantwortliche zu erstellen. Nur 12 Verb\u00e4nde reagierten \u00fcberhaupt, davon haben lediglich 6 ihr Interesse am Thema kundgetan.</p><p>Der beunruhigende Befund: Abwehrhaltung und Nicht-wahrhaben-Wollen dominieren nach wie vor die Haltung vieler Verantwortlicher in den Sportverb\u00e4nden. Dabei sollten doch die Verb\u00e4nde auch alles Interesse haben, nicht durch das Engagement p\u00e4dophiler Trainer in die Schlagzeilen zu geraten.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Die Bek\u00e4mpfung von sexueller Ausbeutung und Gewalt im Sport kann an drei verschiedenen Stellen ansetzen: Information und Sensibilisierung bei Unterrichtenden (J+S-Leiter und -Leiterinnen, Trainer und Trainerinnen); Einbindung von Sportvereinen und anderen Organisationen - die Unterrichtende einsetzen - in die Verantwortlichkeit; Enttabuisierung der Thematik bei Kindern und Jugendlichen.</p><p>Die aus der Sicht der Interpellantin schwache Resonanz auf das Angebot des Schweizerischen Kinderschutzbundes darf nicht als Abwehrhaltung und Nicht-wahrhaben-Wollen interpretiert werden. Einige Jugendverb\u00e4nde - wie der Schweizer Verband der Christlichen Vereine Junger Frauen und M\u00e4nner (neu: Cevi), der Pfadibund Schweiz und der Bund Evangelikaler Schweizer Jungscharen -, mit denen die Eidgen\u00f6ssische Sportschule Magglingen (ESSM) im Rahmen von Jugend + Sport (J+S) zusammenarbeitet, haben Ausbildungsprogramme zum Thema \"Sexuelle Ausbeutung\" erarbeitet, Richtlinien definiert und setzen diese in ihrer Verbandst\u00e4tigkeit um. Die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft f\u00fcr Jugendverb\u00e4nde koordiniert diese Bestrebungen der Jugendverb\u00e4nde.</p><p>Zu den Fragen der Interpellation nimmt der Bundesrat wie folgt Stellung:</p><p>1. Die ESSM und der Schweizerische Olympische Verbund (SOV) als Dachorganisation der 81 nationalen Sportverb\u00e4nde haben das Thema aufgenommen. Die beiden Partner pr\u00fcfen gemeinsam differenzierte Ausbildungs- und Interventionsm\u00f6glichkeiten und das Publik-Machen von Beratungsstellen f\u00fcr Betroffene. In n\u00e4chster Zeit entscheidet der Exekutivrat des SOV, in dem auch die ESSM vertreten ist, \u00fcber entsprechende Massnahmen.</p><p>2. Erfahrungen im Umgang insbesondere mit P\u00e4dophilen zeigen, dass eine generelle Sensibilisierung, wie sie in J+S-Leiterkursen m\u00f6glich w\u00e4re, potentielle T\u00e4ter nur schwer erreicht. Bez\u00fcglich physischer und psychischer Gewalt w\u00e4re anzustreben, in Zusammenarbeit mit Kinder- und Jugendorganisationen sowie Fachstellen ein entsprechendes Konzept zu erarbeiten. Zuk\u00fcnftige Arbeiten sollten auch Entw\u00fcrfe beinhalten, wie die Enttabuisierung der ganzen Thematik bei Verantwortlichen von Sportvereinen und anderen Organisationen voranzubringen und wie die Enttabuisierung der Thematik bei Kindern und Jugendlichen zu realisieren ist.</p><p>3. \u00d6ffentlich-rechtlicher und privatrechtlicher Sport wirken auf verschiedenen Stufen. An der Basis geschieht dies im wertvollen \"Gef\u00e4ss\" von J+S. Durch Erhaltung und Ausbau des nationalen Sportf\u00f6rderungswerkes J+S k\u00f6nnen durch eine J+S-Erziehung gesamtgesellschaftliche Anliegen mitbeeinflusst werden.</p><p>Die ESSM und der SOV arbeiten partnerschaftlich. Allf\u00e4llige Massnahmen beider Partner, \u00fcber die in n\u00e4chster Zeit entschieden wird, w\u00fcrden auch die Sportverb\u00e4nde und -vereine erreichen.</p><p>4. Die Mehrzahl aller F\u00e4lle von Gewalt gegen Kinder spielt sich innerhalb der Familie ab. Die meisten der betroffenen Kinder (je nach Untersuchung zwischen 75 und 94 Prozent) kennen ihren T\u00e4ter und stehen zu ihm in einem Vertrauensverh\u00e4ltnis. Es scheint wenig sinnvoll, eine landesweite Kampagne nur unter dem Gesichtspunkt des Sports zu lancieren. Der Bundesrat will die zur Verf\u00fcgung stehenden Instrumente (insbesondere J+S) aber dennoch nutzen, entsprechende Verhaltensweisen zu beeinflussen.-</p><p>5. Der Bundesrat ist bereit, die ESSM zu beauftragen, die Unterst\u00fctzung allf\u00e4lliger Forschungsprojekte im Rahmen der finanziellen M\u00f6glichkeiten des Bundes zu pr\u00fcfen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(895622400000)\/","SubmittedBy":"B\u00fchlmann C\u00e9cile","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(953856000000)\/","ResponsibleDepartment":6,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Verteidigung, Bev\u00f6lkerungsschutz und Sport","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"VBS","IsLeadingDepartment":true,"Tags":null,"Category":null,"Modified":"\/Date(1763107269073)\/","SubmissionDate":"\/Date(890352000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4512,"SubmissionLegislativePeriod":45,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":null}}