{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983187,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983187,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983187,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983187,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983187,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983187,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983187,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983187,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983187,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983187,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983187,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983187,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983187,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983187,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983187,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983187,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983187,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":19983187,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"98.3187","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Nachholbildungsoffensive","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat f\u00fchrt in Zusammenarbeit mit den Kantonen eine eigentliche Nachholbildungskampagne durch, um die Qualifikation der Erwerbst\u00e4tigen zu erh\u00f6hen bzw. deren Arbeitsmarktf\u00e4higkeit zu verst\u00e4rken und das Risiko der Arbeitslosigkeit zu verringern. Nachholbildung heisst, dass alle Erwachsenen - aufgrund ihrer F\u00e4higkeiten - die M\u00f6glichkeit haben sollen, alle Schul- und Ausbildungsabschl\u00fcsse der Sekundarstufen I und II nachzuholen.</p>","ReasonText":"<p>Wie die Resultate der Nationalfondsstudie zur Wirksamkeit unserer Bildungssysteme (NFP 33) ergeben haben, gelingt es vielen Menschen nicht, ihre aus verschiedenen Gr\u00fcnden mangelhafte Grund- oder Erstausbildung im Erwachsenenleben zu kompensieren. Die Teilnahme an Bildung und nachobligatorischer Ausbildung h\u00e4ngt stark vom Niveau der Erstausbildung ab und von den damit gemachten lernbiographischen Erfahrungen. Faktoren, die eine Bildungsteilnahme hindern, sind: bildungsfernes Elternhaus, belastende und negative Schulerfahrungen, ein negatives Selbstbild, mangelhafte Grundausbildung, geschlechtsspezifische Klischees, zu hohe Zugangsh\u00fcrden, psychische, zeitliche und finanzielle Belastung, pers\u00f6nliches Umfeld, fehlende Nachholbildungsangebote.</p><p>Der Anteil der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, die keine nachobligatorische Ausbildung haben, ist bei einem gleichzeitigen Mangel an qualifizierten Arbeitskr\u00e4ften f\u00fcr eine Industrie- und Dienstleistungsnation wie die Schweiz deutlich zu hoch. 20 Prozent aller Erwerbst\u00e4tigen in der Schweiz haben keine nachobligatorische Ausbildung abgeschlossen. Dies bedeutet volkswirtschaftlich gesehen ein grosses Risiko f\u00fcr die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Schweiz als \"knowledge-based economy\" und eine hohe Arbeitslosigkeitsgefahr. Die Arbeitslosigkeit ist - gemessen an der hohen Zahl schlecht Qualifizierter - relativ tief und k\u00f6nnte schnell h\u00f6her werden. Dieser Umstand ist Ausdruck gravierender Vers\u00e4umnisse, die im Falle der Arbeitslosigkeit des Individuums dazu f\u00fchren, dass eine seit Jahrzehnten fehlende Bildung in k\u00fcrzester Zeit kompensiert werden sollte. Ein fr\u00fcherer Eingriff w\u00e4re in den meisten F\u00e4llen wirkungsvoller und kosteng\u00fcnstiger gewesen. Die Teilnahme an der Erwachsenenbildung kann durch niederschwellige, kosteng\u00fcnstige und kompensatorische Angebote der Nachholbildung gef\u00f6rdert werden.</p><p>Es ist wichtig zu erkennen, dass kompensatorische Massnahmen f\u00fcr Erwachsene mit bescheidener Vorbildung entwickelt, aber auch unn\u00f6tige Hindernisse f\u00fcr Bildungswillige beseitigt werden. Die Nachholbildung bei fehlender Grundausbildung oder mangelhafter Erstausbildung, d. h. der Erwerb von Abschl\u00fcssen auf der Sekundarstufe I, Berufsabschl\u00fcsse auf der Sekundarstufe II, Berufsmatura sowie die allgemeinbildende Matura, sollten f\u00fcr alle Erwachsenen wie in anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern erwachsenengerecht, kosteng\u00fcnstig und berufsbegleitend m\u00f6glich sein, idealerweise in Modulen, die schrittweise zu einem Abschluss f\u00fchren, damit die Wege des Bildungssystems bis zum Fachhochschul- bzw. Hochschulstudium offenbleiben. Bei Frauen muss der berufliche Wiedereinstieg gef\u00f6rdert und ihrer besonderen famili\u00e4ren Situation Rechnung getragen werden. F\u00fcr Ausl\u00e4nder sollten mit einer eigentlichen Sprachoffensive die Kenntnisse in der jeweiligen Landesprache und die Integration gef\u00f6rdert werden. Als Voraussetzung f\u00fcr die Aufnahme einer Nachholbildung gilt ein angemessenes Niveau der Grundfertigkeiten Lesen, Schreiben, Rechnen, das in der Schweiz - wie eine vergleichende Studie der International Adult Literacy ergeben hat - bei einem relativ hohen Anteil der erwachsenen Personen nicht (mehr) gew\u00e4hrleistet ist, wobei weder die Einwanderung noch das altersbedingte Erlernen daf\u00fcr eine befriedigende Erkl\u00e4rung liefern. Diese Menschen m\u00fcssen zuerst ihre Grundfertigkeiten auf einen Stand bringen k\u00f6nnen, der es ihnen erlaubt, vom Angebot der Nachholbildung Gebrauch zu machen. Bei der Nachholbildung geht es darum, Bildungswilligen die T\u00fcre zu \u00f6ffnen, damit sie ihre l\u00fcckenhaften Voraussetzungen verbessern k\u00f6nnen.</p><p>Diese Motion will dem zu erwartenden Weiterbildungsbericht des Bundesrates nicht vorgreifen. Der Nationalrat hat 1997 bekanntlich ein Postulat der WBK \u00fcberwiesen, es sei Bericht zu erstatten betreffend Situation, Entwicklung, F\u00f6rderungsbedarf und Massnahmen in der allgemeinen und kulturellen Erwachsenenbildung aus der Sicht des Bundes. Die Aufgabenteilung mit den Kantonen sei zu kl\u00e4ren und die inhaltlichen, strukturellen und finanziellen Bez\u00fcge zur Weiterbildung seien aufzuzeigen. Es geht in dieser Motion nicht um Weiterbildung im eigentlichen Sinne, sondern um den Bereich der Nachholbildung, wo im Interesse der Arbeitsmarktf\u00e4higkeit der Individuen, der Pr\u00e4vention der Arbeitslosigkeit und der Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Schweiz mit einer vergleichbaren kosteng\u00fcnstigen Nachholbildungsoffensive nicht l\u00e4nger zugewartet werden darf.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Gem\u00e4ss Bundesverfassung sind die Kantone f\u00fcr die Bildung auf der Sekundarstufe I und in Bereichen der Sekundarstufe II (vor allem Gymnasien und Diplommittelschulen) zust\u00e4ndig. Der Bund verf\u00fcgt nur in den Teilen der Sekundarstufe II \u00fcber Kompetenzen, so insbesondere im Bereich der Anerkennung der gymnasialen Matura und im Bereich der Berufsbildung entsprechend dem Bundesgesetz \u00fcber die Berufsbildung.</p><p>Das Berufsbildungsgesetz sieht ausdr\u00fccklich vor, dass nicht nur Lehrlinge und Lehrt\u00f6chter das eidgen\u00f6ssische F\u00e4higkeitszeugnis, einen Abschluss der Sekundarstufe II, erwerben k\u00f6nnen, sondern dass diese M\u00f6glichkeit auch Erwachsenen offensteht. Dasselbe gilt selbstverst\u00e4ndlich auch f\u00fcr das Nachholen der Berufsmaturit\u00e4t. Das im Aufbau begriffene modulare System der beruflichen Weiterbildung er\u00f6ffnet weitere Perspektiven, von der vor allem Frauen profitieren k\u00f6nnen, welche einen beruflichen Wiedereinstieg planen. Der Bundesrat beabsichtigt, bei der anstehenden Revision des Berufsbildungsgesetzes solche M\u00f6glichkeiten des Nachholens von Abschl\u00fcssen beizubehalten und - falls erforderlich - zu erweitern.</p><p>Beinahe alle Ausbildungen der Sekundarstufen I und II, die im Kompetenzbereich der Kantone liegen, k\u00f6nnen nachgeholt werden, wobei als Anbieter die \u00f6ffentliche Hand oder Private auftreten. Vielerorts k\u00f6nnen bestehende Angebote mangels Nachfrage nicht aufrechterhalten werden.</p><p>Bei den Arbeiten an der Revision des Berufsbildungsgesetzes und im Rahmen der Berichterstattung betreffend Situation, Entwicklung, F\u00f6rderungsbedarf und Massnahmen in der allgemeinen und kulturellen Erwachsenenbildung wird der Bundesrat pr\u00fcfen, welche Massnahmen zugunsten der Nachholbildung auf Bundesebene m\u00f6glich sind.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.","FederalCouncilProposal":2,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(898473600000)\/","SubmittedBy":"Sozialdemokratische Fraktion","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1308096000000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":null,"Category":null,"Modified":"\/Date(1779235179770)\/","SubmissionDate":"\/Date(893808000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4513,"SubmissionLegislativePeriod":45,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":null}}