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Nat\u00fcrlich ist der Erwerb der Sprachkompetenz und der Erwerb schulischer Grundkompetenzen auf der Stufe eines Hauptschulabschlusses Sache der Volksschule und der Kantone. Trotzdem kommt es aus Gr\u00fcnden des sp\u00e4ten Familiennachzugs von ausl\u00e4ndischen Familien oder einer schwierigen Schulkarriere immer wieder vor, dass normal begabte Schulabg\u00e4nger einfach keine Lehrstelle finden, weil ihre Vorbildung noch nicht einen gen\u00fcgenden Stand erreicht hat.</p><p>Da gerade ausl\u00e4ndische Schulabg\u00e4nger am meisten betroffen von Lehrstellenlosigkeit sind, dr\u00e4ngen sich die obgenannten Massnahmen auf im Sinne der Verbesserung ihrer Integrationsf\u00e4higkeit im Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Integration - und zwar so fr\u00fch wie m\u00f6glich - ist die beste Pr\u00e4vention gegen Randst\u00e4ndigkeit und Arbeitslosigkeit der Ausl\u00e4nder, die als Gruppe \u00fcberdurchschnittlich stark von Arbeitslosigkeit und Aussteuerung betroffen sind. Die Langzeitfolgen mangelnder Integrationsm\u00f6glichkeiten junger Menschen in Ausbildung, Beruf und Gesellschaft in der Form von psychosozialen Risikoentwicklungen, z. B. Gewalt gegen sich und andere sind bekannt (Weber A., Zukunftsorientierung 16j\u00e4hriger Jugendlicher, in Bildungsforschung und Bildungspraxis, Nr. 3/96). Jugendliche, die keine Ausbildung haben, konsumieren massiv mehr und h\u00e4ufiger Drogen und haben weniger Lebensmut (Schmidt-Herrmann U., Ausbildung statt Drogensucht, in MOMA 12.96/1.97). Die Zukunfts\u00e4ngste Jugendlicher k\u00f6nnen nicht ernst genug genommen werden. Jugendarbeitslosigkeit k\u00f6nnen wir uns als Gesellschaft nicht leisten.</p><p>Solche zus\u00e4tzlichen arbeitsmarktlichen Massnahmen w\u00e4ren konform mit:</p><p>- Artikel\u00a059 des Avig, der verlangt, dass die Umschulung, Weiterbildung oder Eingliederung die Vermittlungsf\u00e4higkeit zu verbessern hat:</p><p>- Artikel\u00a025 des Anag - jedenfalls was die ausl\u00e4ndischen jugendlichen Arbeitslosen betrifft -, der vermehrte Anstrengungen zur Integration verlangt;</p><p>- dem vom Parlament \u00fcberwiesenen Postulat der nationalr\u00e4tlichen Kommission f\u00fcr Wissenschaft, Bildung und Kultur (zu 96.075), das den Bundesrat einl\u00e4dt, eine bessere Koordination und Abst\u00fctzung von arbeitsmarktlichen Massnahmen gem\u00e4ss Avig und den Ausbildungsanforderungen und -lehrg\u00e4ngen nach BBG zu pr\u00fcfen und zu realisieren.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Das Motivationssemester ist ein Programm zur vor\u00fcbergehenden Besch\u00e4ftigung f\u00fcr Absolventen der obligatorischen Schulzeit ohne Lehrstelle. Diese Massnahme existiert seit dem 1. Januar 1996, nachdem in einem knapp zweij\u00e4hrigen Pilotversuch die Wirksamkeit getestet wurde. W\u00e4hrend dieser Phase hat sich gezeigt, dass dieses Instrument beim Finden einer Lehrstelle erfolgreicher war als ein zus\u00e4tzliches 10. Schuljahr. Dies vor allem deshalb, weil das Motivationssemester den Schwerpunkt auf den Besch\u00e4ftigungsaspekt mit einem erg\u00e4nzenden Ausbildungsteil legt.</p><p>W\u00e4hrend sechs Monaten haben die Jugendlichen die Gelegenheit, sich mit verschiedenen Berufen vertraut zu machen, indem sie in verschiedenen Betrieben Schnupperbesuche machen und von einer Fachperson bei der Konkretisierung ihres beruflichen Projektes betreut werden. Im Bereich ihrer Wahl absolvieren die zuk\u00fcnftigen Lehrlinge daraufhin ein Praktikum.</p><p>Im Ausbildungsteil geht es darum, die Teilnehmer in die Verh\u00e4ltnisse der Arbeitswelt einzuf\u00fchren. Sie werden mit Themen wie Arbeitsvertrag, Arbeitszeit, Entl\u00f6hnung und gesetzlichen Vorschriften vertraut gemacht. Im weiteren werden, je nach den Bed\u00fcrfnissen der Teilnehmer und abgestimmt auf die beruflichen Zieldefinitionen, in Kursen L\u00fccken im Schulwissen geschlossen. In vielen F\u00e4llen handelt es sich dabei um Bereiche wie Deutsch, Mathematik, Bewerbungskurse oder PC-Schulungen.</p><p>Aufgrund dieser Ausf\u00fchrungen ergibt sich, dass das Anliegen der Interpellantin bereits zum gegenw\u00e4rtigen Zeitpunkt realisiert ist und einen unverzichtbaren Bestandteil der Motivationssemester bilden.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(904694400000)\/","SubmittedBy":"Weber Agnes","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(907891200000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":null,"Category":null,"Modified":"\/Date(1779234834910)\/","SubmissionDate":"\/Date(898819200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4514,"SubmissionLegislativePeriod":45,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":null}}