{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983595,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983595,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983595,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983595,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983595,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983595,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983595,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983595,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983595,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983595,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983595,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983595,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983595,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983595,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983595,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983595,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19983595,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":19983595,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"98.3595","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"Vollzug der Auenverordnung","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die sechsj\u00e4hrige Frist zur Umsetzung der Auenverordnung ist Ende Oktober 1998 abgelaufen. Eine von Pro Natura in Auftrag gegebene Bilanz deckt aber erhebliche Vollzugsdefizite auf. Erst die H\u00e4lfte der Auenschutzgebiete von nationaler Bedeutung ist rechtlich verbindlich gesch\u00fctzt, nur f\u00fcr einen Drittel liegen Revitalisierungskonzepte vor.</p><p>Der Bundesrat wird ersucht, Massnahmen zu treffen, um den Vollzug der Auenverordnung zu beschleunigen. Er wird insbesondere eingeladen zu pr\u00fcfen:</p><p>a. wie die Kantone beim Vollzug der Auenverordnung besser unterst\u00fctzt werden k\u00f6nnen;</p><p>b. ob durch vermehrte Landk\u00e4ufe mit Unterst\u00fctzung des Bundes der Schutz der Auen von nationaler Bedeutung verbessert werden kann.</p>","ReasonText":"<p>Auen sind die artenreichsten Lebensr\u00e4ume, die es in der Schweiz gibt. Sie beherbergen rund die H\u00e4lfte aller in der Schweiz vorkommenden Pflanzenarten. Nirgends gibt es eine so grosse Vielfalt an V\u00f6geln wie dort. Sie sind die \"Regenw\u00e4lder\" der Schweiz. Leider gibt es nur noch wenige davon, 90 Prozent der Schweizer Auen sind bereits verschwunden. Von den Restobjekten k\u00f6nnen nur noch 20 Prozent als aktive, sich nat\u00fcrlich entwickelnde Auen bezeichnet werden. Dem ungeschm\u00e4lerten Schutz der Auengebiete muss deshalb hohe Priorit\u00e4t einger\u00e4umt werden.</p><p>Die Schweiz hat sich im Rahmen internationaler \u00dcbereinkommen verpflichtet, sowohl die Artenvielfalt (Biodiversit\u00e4tskonvention) als auch Pflanzen und Tiere und deren nat\u00fcrliche Lebensr\u00e4ume (Berner Konvention) zu erhalten. Bund und Kantone haben einen umfassenden Verfassungsauftrag (Art. 24sexies Abs. 4 BV) zum Schutz der Tier- und Pflanzenwelt. Dem Aussterben einheimischer Tier- und Pflanzenarten ist durch die Erhaltung von gen\u00fcgend grossen Lebensr\u00e4umen entgegenzuwirken (Art. 18a ff. NHG). Das Ziel der Erhaltung von gef\u00e4hrdeten Arten und deren Lebensr\u00e4ume konkretisiert der Bundesrat im Landschaftskonzept Schweiz dahingehend, dass die Zahl der Arten auf den Roten Listen j\u00e4hrlich um 1 Prozent reduziert werden soll.</p><p>Der Bundesrat hat im November 1992 die Auenverordnung in Kraft gesetzt. Sie verlangt die ungeschm\u00e4lerte Erhaltung der Objekte. Zum Schutzziel (Art. 4) geh\u00f6rt neben der Erhaltung auch \"die F\u00f6rderung der auentypischen einheimischen Pflanzen- und Tierwelt\" und, \"soweit es sinnvoll und machbar ist, die Wiederherstellung der nat\u00fcrlichen Dynamik des Gew\u00e4sser- und Geschiebehaushalts\". Die Auenverordnung beauftragt die Kantone, alle Auen von nationaler Bedeutung rechtsverbindlich zu sch\u00fctzen und soweit m\u00f6glich wieder herzustellen. Die sp\u00e4teste Frist zur Umsetzung der Auenverordnung ist im November 1998 abgelaufen. Der Auftrag ist aber bei weitem nicht erf\u00fcllt.</p><p>Eine von Pro Natura finanzierte Studie \u00fcber den Stand des Vollzugs in den sieben auenreichsten Kantonen (BE, GR, VD, VS, TI, AG, FR) kommt zum Schluss, dass erst etwa 80 Prozent der Objekte abgegrenzt, erst 50 Prozent der Objekte vollumf\u00e4nglich gesch\u00fctzt und erst gerade 13 Prozent revitalisiert sind. Da in einigen Kantonen der personelle Aufwand zum Vollzug des Auenschutzes sehr gering ist, l\u00e4sst sich bereits heute absehen, dass sich diese ungen\u00fcgende Situation nur sehr langsam verbessern wird. In der Zwischenzeit muss mit einer weiteren Degradierung der Auen gerechnet werden. Zahlreiche Auen von nationaler Bedeutung stehen unter grossem Druck. Durch Kiesabbau, Flussverbauungen, Deponien, Campingpl\u00e4tze oder nicht standortgerechte Aufforstungen werden ihnen Sch\u00e4den zugef\u00fcgt, die teilweise irreversibel sind.</p><p>Die ungen\u00fcgende Situation im Auenschutz l\u00e4sst sich mit den eingangs genannten Pflichten und Zielen im Arten- und Biotopschutz nicht vereinbaren.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.","FederalCouncilProposal":5,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(921456000000)\/","SubmittedBy":"Wiederkehr Roland","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1054771200000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":null,"Category":null,"Modified":"\/Date(1750818031040)\/","SubmissionDate":"\/Date(913766400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4516,"SubmissionLegislativePeriod":45,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":null}}