{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993095,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993095,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993095,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993095,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993095,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993095,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993095,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993095,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993095,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993095,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993095,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993095,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993095,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993095,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993095,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993095,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993095,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":19993095,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"99.3095","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Reduktion der Luchsbest\u00e4nde","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird dringend aufgefordert, so rasch als m\u00f6glich die zust\u00e4ndigen Stellen dazu zu veranlassen, in Regionen mit zu grosser Luchsdichte die Luchsbest\u00e4nde auf ein vern\u00fcnftiges Mass zu reduzieren.</p>","ReasonText":"<p>Die Luchsdichte im westlichen Alpenbogen ist zurzeit unverh\u00e4ltnism\u00e4ssig hoch. Es muss deshalb nach M\u00f6glichkeiten gesucht werden, um diese prek\u00e4re Situation zu entsch\u00e4rfen. Aus der Optik des Tierschutzes ist es nicht vertretbar, dass Jungluchse, die auf der Suche nach eigenen Revieren sind, \"Strassenopfer\" auf unseren hochfrequentierten Verkehrsachsen werden.</p><p>Einem Forschungsbericht zufolge sollen beispielsweise im Berner Oberland zurzeit rund 40 Luchse in freier Wildbahn leben - davon 13 Jungluchse, die sich auf der Suche nach einem eigenen Revier befinden. Dabei ist die Dunkelziffer ungewiss. Diese Suche nach einem eigenen Revier stellt bei den existierenden hohen Luchsbest\u00e4nden im nordwestlichen Alpenraum ein beinahe unm\u00f6gliches Unterfangen dar. Nicht zuletzt deshalb, weil die Ausbreitungsm\u00f6glichkeiten durch hohe Alpenk\u00e4mme im S\u00fcden, breite Flusst\u00e4ler und un\u00fcberwindbare Verkehrsachsen sowie Ballungszentren im Osten und Westen massiv eingeschr\u00e4nkt werden.</p><p>Insbesondere auch im Interesse der Artenvielfalt kann es nicht angehen, dass in Regionen mit zu hoher Luchsdichte die Schalenwildbest\u00e4nde so stark dezimiert werden, dass der Naturfreund kaum noch ein Reh zu Gesicht bekommt.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Luchs ist eine durch das Jagdgesetz gesch\u00fctzte Art (Art. 7 JSG). Seit der Wiederansiedlung des Luchses kam es regional immer wieder zu nat\u00fcrlichen Schwankungen der Luchsdichte. Die Best\u00e4nde haben in den letzten Jahren aber gesamtschweizerisch nicht zugenommen, und das Verbreitungsgebiet des Luchses hat sich nicht vergr\u00f6ssert. Insgesamt sind der Bestand des Luchses und sein Verbreitungsgebiet in den Alpen und im Jura zu klein, um das langfristige \u00dcberleben dieser Art in der Schweiz zu gew\u00e4hrleisten. Eine Reduktion dieser Best\u00e4nde kommt deshalb nicht in Frage.</p><p>Die Best\u00e4nde der wichtigsten Beutetiere Reh und Gemse sind trotz der Anwesenheit des Luchses in den letzten zwanzig Jahren weiter angestiegen, und diese Arten sind weder regional noch gesamtschweizerisch gef\u00e4hrdet. Vielerorts ist heute sogar eine st\u00e4rkere Reduktion der Huftierbest\u00e4nde erw\u00fcnscht, da die Pflanzenfresser in Schutzw\u00e4ldern erhebliche Sch\u00e4den anrichten k\u00f6nnen. Dank des Einsatzes des Bundes und der Kantone f\u00fcr die Erhaltung und F\u00f6rderung einer artenreichen Fauna in der Schweiz mangelt es dem Naturfreund nicht an M\u00f6glichkeiten, Wildtiere zu beobachten, ebensowenig dem J\u00e4ger, die Jagd auszu\u00fcben.</p><p>Der Bundesrat hat in Artikel\u00a010 der Verordnung \u00fcber die Jagd und den Schutz wildlebender S\u00e4ugetiere und V\u00f6gel (JSV) die Grunds\u00e4tze f\u00fcr den Umgang mit gesch\u00fctzten Grossraubtieren festgelegt. Danach beteiligen sich Bund und Kantone an der Entsch\u00e4digung von Sch\u00e4den, die durch Grossraubtiere verursacht werden. Zudem kann der Bund den Abschuss oder Einfang von einzelnen W\u00f6lfen oder Luchsen bewilligen, die besonders grosse Sch\u00e4den verursachen.</p><p>1996 hat der Bundesrat mit der Revision von Artikel\u00a010 JSV weitere rechtliche Grundlagen zur L\u00f6sung von Problemen durch Grossraubtiere geschaffen. Darin wird das Bundesamt f\u00fcr Umwelt, Wald und Landschaft (Buwal) erm\u00e4chtigt, Konzepte f\u00fcr diese Tierarten zu erstellen, in denen namentlich \"Grunds\u00e4tze \u00fcber den Schutz, den Abschuss oder Fang, die Verh\u00fctung und Ermittlung von Sch\u00e4den sowie die Entsch\u00e4digung von Verh\u00fctungsmassnahmen\" festgelegt werden sollen. Eine vom Buwal 1996 eingesetzte Arbeitsgruppe f\u00fcr Grossraubtiere, in der neben Kreisen der Landwirtschaft und des Naturschutzes auch die Kantone vertreten sind, hat inzwischen ein solches Konzept f\u00fcr den Luchs erarbeitet. Das Buwal wird noch in diesem Jahr eine Vernehmlassung dazu bei den Kantonen und Verb\u00e4nden durchf\u00fchren und dieses Konzept anschliessend gemeinsam mit den Kantonen umsetzen.</p><p>Parallel dazu sollen auch f\u00fcr das Problem der geographischen Isolation der Luchsbest\u00e4nde L\u00f6sungen gesucht werden. Die nat\u00fcrliche Abwanderung wird durch Siedlungen und Verkehrswege stark behindert. Um regional unterschiedliche Dichten auszugleichen, ist es deshalb notwendig, die nat\u00fcrliche Abwanderung bzw. gleichm\u00e4ssige Verbreitung mit geeigneten Massnahmen zu f\u00f6rdern und zu erm\u00f6glichen. So ist zurzeit eine Richtlinie des Eidgen\u00f6ssischen Departementes f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation zur Notwendigkeit und Ausgestaltung von Wildtierbr\u00fccken in Ausarbeitung.</p><p>Der Bundesrat will die Probleme im Zusammenhang mit Raubtieren mit diesem Komplex von Massnahmen dauerhaft l\u00f6sen. Massnahmen zur Regulierung der Luchsbest\u00e4nde w\u00e4ren deshalb aus den obenerw\u00e4hnten Gr\u00fcnden nicht sinnvoll.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion abzulehnen.","FederalCouncilProposal":3,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt, die Motion abzulehnen.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(928108800000)\/","SubmittedBy":"Oehrli Fritz Abraham","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(985305600000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":null,"Category":null,"Modified":"\/Date(1763106909273)\/","SubmissionDate":"\/Date(921628800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4517,"SubmissionLegislativePeriod":45,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":null}}