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Eine solche Task force k\u00f6nnte die Kantone beraten, welche Ressourcen sie brauchen und wie sie die Schulung organisieren k\u00f6nnen, so dass einheimische und zugezogene Kinder profitieren.</p>","ReasonText":"<p>Notrecht: Wer ist hier in Not? Die Fl\u00fcchtlinge, die um ihr nacktes \u00dcberleben gek\u00e4mpft haben, oder die von jeglichem Krieg unversehrte Schweiz? Eine Kosten-Nutzen-Analyse dar\u00fcber, was das volkswirtschaftlich und demokratiepolitisch bedeutet, wenn eine ganze Gruppe von Kindern schulisch segregiert, ausgegrenzt und in die Apartheid geschickt wird, w\u00fcrde wahrscheinlich ergeben, dass der Preis f\u00fcr die Ausgrenzung relativ hoch ist: Sprachlosigkeit und Unverst\u00e4ndnis auf beiden Seiten, Misstrauen. Menschen werden als B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger zweiter Klasse behandelt und f\u00fchren sich entsprechend auf, was die Misstrauensspirale erst recht in Gang setzt. Auf der anderen Seite ist es ein Armutszeugnis, wenn ein demokratisches Land den Vertriebenen nichts von seiner Kultur, seinen Werten, seiner Landessprache mitgeben will. Bildung und Besch\u00e4ftigung f\u00f6rdern nachweislich die R\u00fcckkehrf\u00e4higkeiten.</p><p>Nat\u00fcrlich ist es wichtig, dass die schulische Bildung nicht auf Kosten der Einheimischen stattfindet. Es ist jedoch wissenschaftlich nicht haltbar, dass eine gutorganisierte, stufenweise durchgef\u00fchrte interkulturelle Koedukation einen Nachteil f\u00fcr die Einheimischen bringen w\u00fcrde; das Gegenteil ist der Fall. Es gilt, das vorhandene Know-how zu verbreiten und gutfunktionierende Modelle bekanntzumachen, um sich \u00fcberfordert f\u00fchlenden Schulen und Eltern und deren \u00c4ngsten mit konkreten Hilfestellungen zu begegnen. Wissen um erfolgreiche interkulturelle Einschulung ist in den schulischen Gremien, die aus Laien zusammengesetzt sind, in der Regel zuwenig bekannt. Eine p\u00e4dagogische Task force m\u00fcsste eine Begleitforschung beinhalten. So k\u00f6nnte das Ganze f\u00fcr unser Land zu einer spannenden Lernerfahrung werden, deren Resultate auch in anderen Bereichen wegweisend sein k\u00f6nnten.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Es ist offensichtlich, dass die Aufnahme und Betreuung von Asylsuchenden von allen Beteiligten h\u00f6chste Anstrengungen verlangt. Dies gilt vor allem auch f\u00fcr die Kantone und Gemeinden, die schon bisher alles daransetzten, die Kinder und Jugendlichen von Asylsuchenden sobald als m\u00f6glich in das schweizerische Schulsystem zu integrieren. Betrachtet man die bisherige Integrationspraxis und die konkreten, grossen Anstrengungen in diesem Bereich, so kann von Ausgrenzung oder gar von Apartheid keinerlei Rede sein. Zu den M\u00f6glichkeiten und Grenzen getrennter Klassen f\u00fcr schweizerische und ausl\u00e4ndische Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen hat sich der Bundesrat im \u00fcbrigen bereits in seiner schriftlichen Stellungnahme vom 31. Mai 1999 auf die diesbez\u00fcgliche Interpellation B\u00fchlmann (Getrennte Klassen f\u00fcr schweizerische und ausl\u00e4ndische Sch\u00fcler; 98.3656) ausf\u00fchrlich ge\u00e4ussert.</p><p>Es ist offensichtlich, dass die M\u00f6glichkeiten des Bundes im Bereich der Schulung von Fl\u00fcchtlingskindern beschr\u00e4nkt sind, liegt doch die Bildungshoheit grunds\u00e4tzlich bei den Kantonen. Die Frage einer Kontaktgruppe oder anderer Strukturen mit beratender Funktion, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Bundes, der Kantone und Gemeinden sowie anderer direkt betroffener Kreise, ist indessen zumindest pr\u00fcfenswert. Allerdings ist der Bundesrat der Meinung, dass eine solche Gruppe nicht permanenten, sondern zeitlich befristeten Charakter haben sollte. Dienlich w\u00e4re eine solche Gruppe wohl vor allem beim Vorliegen ausserordentlicher Situationen. In den anderen F\u00e4llen d\u00fcrften die bestehenden M\u00f6glichkeiten und die vorhandenen Gremien durchaus gen\u00fcgen. Hier ist nicht zuletzt an die st\u00e4ndigen Gremien der EDK zu denken, etwa an ihre Arbeitsgruppe \"Schulung fremdsprachiger Kinder\", in der auch verschiedene Bundesstellen vertreten sind. Erw\u00e4hnenswert sind hier auch das Netz der kantonalen Beauftragten sowie der st\u00e4ndige EDK-Delegierte f\u00fcr Migrationsfragen, der seinerseits im Bereich Ausl\u00e4nderfragen in verschiedenen Gremien des Bundes und der Kantone mitarbeitet.</p><p>Die zust\u00e4ndigen Bundesinstanzen sind bereit, die hier aufgeworfene Frage mit der EDK zu beraten.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(936748800000)\/","SubmittedBy":"Weber Agnes","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(939340800000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":null,"Category":null,"Modified":"\/Date(1712745423367)\/","SubmissionDate":"\/Date(928281600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4519,"SubmissionLegislativePeriod":45,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":null}}