{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993286,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993286,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993286,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993286,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993286,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993286,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993286,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993286,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993286,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993286,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993286,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993286,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993286,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993286,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993286,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993286,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993286,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":19993286,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"99.3286","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Hauswirtschaft als Maturit\u00e4tsfach","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, Hauswirtschaft als Maturit\u00e4tsfach in das Reglement \u00fcber die Anerkennung von gymnasialen Maturit\u00e4tsausweisen aufzunehmen.</p>","ReasonText":"<p>Dass das Fach Hauswirtschaft im schulischen F\u00e4cherangebot ein abgewertetes Randdasein f\u00fchrt, ist bedingt durch das in der Schule vermittelte androzentrische Menschenbild. Wenn Menschsein Mannsein bedeutet, folgt daraus, dass nur diejenigen T\u00e4tigkeiten gesellschaftlich und damit auch schulisch relevant sind, die f\u00fcr m\u00e4nnliche Lebenszusammenh\u00e4nge von Bedeutung sind. Der hauswirtschaftliche Bereich ist f\u00fcr m\u00e4nnliche Lebenszusammenh\u00e4nge nur insofern wichtig, als er dazu dient, f\u00fcr ausserh\u00e4usliche Erwerbsarbeit vereinnahmt zu werden. Schon f\u00fcr Schulkinder ist es eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit, dass die m\u00e4nnliche H\u00e4lfte der Gesellschaft sich prim\u00e4r ausserh\u00e4uslich be(s)t\u00e4tigt und von der weiblichen H\u00e4lfte der Gesellschaft die daf\u00fcr notwendigen Zulieferungsarbeiten empf\u00e4ngt. Die Schule kultiviert \"das zweifelhafte m\u00e4nnliche Privileg, sich f\u00fcr die Selbstversorgung nicht verantwortlich f\u00fchlen zu m\u00fcssen\" (U. Enders-Drag\u00e4sser). Die Schule f\u00fchrt damit die m\u00e4nnliche H\u00e4lfte der ihr anvertrauten Sch\u00fclerschaft zu einer prek\u00e4ren Versorgungsunf\u00e4higkeit. Diesem Bildungsdefizit der jungen M\u00e4nner ist mit der Anerkennung von Hauswirtschaft als Maturafach zu begegnen.</p><p>Es ist weiter als Fehlleistung zu werten, wenn in der Schule einerseits Fragen des Umweltschutzes thematisiert werden, andererseits jedoch ausgerechnet dasjenige Schulfach marginalisiert und degradiert wird, das am vorz\u00fcglichsten Kinder und Jugendliche \u00fcber einen pers\u00f6nlichen Handlungsansatz erreicht, indem es im Zusammenhang mit den allt\u00e4glichen, elementarsten Arbeiten an Menschen sowie im Zusammenhang mit Abfall- und Recyclingfragen ein ganzheitliches Problembewusstsein in bezug auf die Umwelt zu vermitteln vermag.</p><p>Neben inhaltlichen Gr\u00fcnden dr\u00e4ngt sich die Aufnahme des Fachs Hauswirtschaft in den F\u00e4cherkatalog der Maturit\u00e4tsf\u00e4cher auch aus institutionellen Gr\u00fcnden auf. Zurzeit sind Bem\u00fchungen im Gang, haushaltwissenschaftliche Forschung auf Universit\u00e4tsebene zu institutionalisieren (Projekt Dachverband Hauswirtschaft Schweiz). In Deutschland werden Haushaltwissenschaften seit den sechziger Jahren gelehrt. Im englischsprachigen Raum wurden solche Studieng\u00e4nge bereits in den zwanziger Jahren eingerichtet. Die Haushaltswissenschaften sind im Ausland zum Teil eigenst\u00e4ndige Studieng\u00e4nge, zum Teil wird das Fach mit der Ern\u00e4hrungswissenschaft kombiniert.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Entsprechend einer 1995 zwischen dem Bundesrat und der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) abgeschlossenen Verwaltungsvereinbarung soll die Anerkennung von gymnasialen Maturit\u00e4tsausweisen unter den beiden Partnern koordiniert und in je eigenen, aber inhaltlich aufeinander abgestimmten Anerkennungsregelungen festgelegt werden. In diesem Sinne haben der Bundesrat und die EDK am 16. Januar/15. Februar 1995 die Verordnung/das Reglement \u00fcber die Anerkennung von gymnasialen Maturit\u00e4tsausweisen verabschiedet.</p><p>Die einzelnen Bestimmungen dieser Regelungen, insbesondere auch der in den jeweiligen Artikeln 9 enthaltene F\u00e4cherkanon, wurden also von beiden Partnern in Absprache erlassen. Gleiches wird selbstverst\u00e4ndlich auch f\u00fcr eine \u00c4nderung oder Erweiterung dieses Kanons zu gelten haben.</p><p>Der Bundesrat wird sich somit nicht einseitig verpflichten k\u00f6nnen, das Fach Hauswirtschaft als Maturit\u00e4tsfach aufzunehmen. Er ist aber bereit, diese Frage auch der EDK vorzulegen. Dementsprechend kann er den vorliegenden Vorstoss nicht in der verbindlichen Form einer Motion, sondern lediglich in der Form eines Postulates entgegennehmen.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.","FederalCouncilProposal":2,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(936748800000)\/","SubmittedBy":"von Felten Margrith","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1023148800000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":null,"Category":null,"Modified":"\/Date(1750817915287)\/","SubmissionDate":"\/Date(929491200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4519,"SubmissionLegislativePeriod":45,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":null}}