{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993330,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993330,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993330,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993330,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993330,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993330,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993330,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993330,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993330,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993330,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993330,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993330,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993330,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993330,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993330,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993330,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993330,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":19993330,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"99.3330","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Partnerschaftliche Kinderbetreuung. M\u00e4nner machen halbe-halbe","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Ich bitte den Bundesrat - in Zusammenarbeit mit Fachfrauenorganisationen und -institutionen - ein Konzept f\u00fcr eine Informations- und Sensibilisierungskampagne auszuarbeiten, mit dem Ziel, partnerschaftliche Modelle (halbe-halbe) sowohl bei Familienarbeit/Kinderbetreuung als auch bei der Erwerbsarbeit zu f\u00f6rdern.</p>","ReasonText":"<p>Das Nein des Souver\u00e4ns zur Einf\u00fchrung der Mutterschaftsversicherung, und insbesondere die Kampagne davor, hat - entgegen allen Gleichstellungsabsichten - traditionelle Rollenbilder hervorgeholt. Demnach scheint die Erwerbst\u00e4tigkeit von Frauen, und insbesondere die von M\u00fcttern, gesellschaftlich immer noch nicht anerkannt zu sein.</p><p>Diese traditionellen Rollenverst\u00e4ndnisse entsprechen bei einem immer gr\u00f6sseren Teil, besonders gerade bei Jungen, nicht mehr der Realit\u00e4t. Die traditionelle Rollenverteilung ist in Bewegung: Heute sind nicht nur die M\u00e4nner berufst\u00e4tig, sondern auch zwei Drittel der Frauen. Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen werden den beruflichen Situationen vieler Paare aber nicht gerecht. F\u00fcr das famili\u00e4re Leben ergeben sich neue Probleme: Wer erledigt den Haushalt? Wer betreut die Kinder usw.? Denn neun von zehn Frauen, die in Paarhaushalten mit Kindern unter f\u00fcnfzehn Jahren leben, tragen die Hauptlast der Hausarbeit und der famili\u00e4ren Betreuungsaufgaben alleine. In Paarhaushalten mit Kindern bis zu sechs Jahren wenden Frauen 56 Stunden und M\u00e4nner 22 Stunden pro Woche f\u00fcr Haus- und Familienarbeit auf (Bundesamt f\u00fcr Statistik 1997).</p><p>An den gesetzlichen Grundlagen allein fehlt es nicht. Die Gleichstellung zwischen M\u00e4nnern und Frauen ist in der Schweiz seit Jahren in der Verfassung garantiert. Dennoch hat sich im gesellschaftlichen, konkreten Alltag zugunsten der Frauen nur wenig ge\u00e4ndert. Die Chancengleichheit l\u00e4sst weiterhin auf sich warten.</p><p>Nach wie vor:</p><p>- gelten M\u00e4nner als Ern\u00e4hrer der Familie;</p><p>- sind Frauen hauptverantwortlich (und M\u00e4nner nur wenig verantwortlich) f\u00fcr die Familien- und Kinderbetreuung;</p><p>- suchen Frauen mit der Kinderbetreuung vertr\u00e4gliche Erwerbssituationen (Reduktion der Arbeitszeit);</p><p>- verdienen Frauen bis zu 30 Prozent weniger f\u00fcr gleichwertige Arbeit;</p><p>- ist unsere Arbeitswelt aufgeteilt in gut bezahlte M\u00e4nnerberufe und schlecht bezahlte Frauenjobs;</p><p>- sind Unterbr\u00fcche im Erwerbsleben wegen Elternschaft hinderlich f\u00fcr Karriereplanung und Existenzsicherung.</p><p>Eine Informations- und Bewusstseinskampagne tut also not. M\u00e4nner, die Teilzeit arbeiten und Teilzeithausm\u00e4nner sind, sollen politische und gesellschaftliche Anerkennung bekommen. Eine solche Aufteilung zwischen Frauen und M\u00e4nnern soll zur pr\u00e4genden Norm werden.</p><p>Mit einer multimedialen Informations- und Bewusstseinskampagne (Brosch\u00fcren, Presseanzeigen, TV-Spots) kann die Thematik breit aufgegriffen werden und zur Sensibilisierung beitragen. Eine Koordination der Kampagne mit \u00e4hnlichen Bestrebungen auf kantonaler oder kommunaler Ebene dr\u00e4ngt sich auf. Als Vorbild dient die Kampagne der \u00f6sterreichischen Bundesministerin f\u00fcr Frauenangelegenheiten \"Ganze M\u00e4nner machen halbe-halbe\". Die Kampagne war sehr erfolgreich und ist auf grosses Echo gestossen.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Wie die Motion\u00e4rin hervorhebt, ist die Verteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit ein zentraler Punkt in der Verwirklichung der Gleichstellung von Frau und Mann.</p><p>Das Bundesamt f\u00fcr Statistik pr\u00e4sentierte am 1. Juli 1999 der \u00d6ffentlichkeit zwei neue Studien, welche den Zeitaufwand von Frauen und M\u00e4nnern f\u00fcr unbezahlte Arbeit und den Wert dieser Arbeit erhoben. Frauen widmen der Haus- und Familienarbeit doppelt soviel Zeit wie die M\u00e4nner (im Durchschnitt 31 Stunden pro Woche, M\u00e4nner dagegen 16 Stunden). Die eine Studie zeigt auch auf, dass Frauen und M\u00e4nner in einer gleichen Lebenssituation insgesamt gleichviel arbeiten: Bei einem Paar mit Kindern unter 15 Jahren arbeiten beide Partner durchschnittlich 63 Stunden pro Woche. Davon widmen die M\u00e4nner 41 Stunden der Erwerbsarbeit und 22 Stunden der Haus- und Familienarbeit, die Frauen dagegen leisten w\u00e4hrend 52 Stunden Haus- und Familienarbeit und sind w\u00e4hrend 11 Stunden erwerbst\u00e4tig. Es besteht somit ein direkter Zusammenhang zwischen der \u00dcbernahme von unbezahlter Arbeit durch eine Person und der ihr f\u00fcr bezahlte Arbeit verbleibenden Zeit und umgekehrt.</p><p>Die Erwerbsquote der Frauen ist deutlich geringer, und die H\u00e4lfte der erwerbst\u00e4tigen Frauen gehen einer Teilzeitarbeit nach. Teilzeitbesch\u00e4ftigung bedeutet h\u00e4ufig ungesicherte Arbeitsverh\u00e4ltnisse sowie geringe Aufstiegschancen und Weiterbildungsm\u00f6glichkeiten. Daraus resultieren wiederum tiefere L\u00f6hne und eine ungen\u00fcgende soziale Absicherung.</p><p>Die unternommenen Bem\u00fchungen zur F\u00f6rderung der Gleichstellung in der Bildung und in der Erwerbsarbeit gen\u00fcgen nicht, um die tats\u00e4chliche Gleichstellung von Frau und Mann im Erwerbsleben zu realisieren, wenn nicht auch die bezahlte und die unbezahlte Arbeit unter den Geschlechtern neu verteilt wird.</p><p>Dem Staat kommt nebst anderen Akteuren die Aufgabe zu, die tats\u00e4chliche Gleichstellung von Frau und Mann zu f\u00f6rdern. Im Aktionsplan der Schweiz Gleichstellung von Frau und Mann (Folgearbeiten zur 4. Uno-Weltfrauenkonferenz von Beijing) sind die Verwirklichung der beruflichen Gleichstellung von Frau und Mann und die Verbesserung der Vereinbarkeit von familialen, sozialen und beruflichen T\u00e4tigkeiten sowie die F\u00f6rderung der Verbreitung eines nichtstereotypen und gleichberechtigten Frauen- und M\u00e4nnerbildes durch die Medien Priorit\u00e4ten. Den verschiedenen Adressaten werden f\u00fcr die Realisierung dieser Ziele konkrete Massnahmen vorgeschlagen. Vor allem von Nichtregierungsorganisationen (NGO) wird in diesen Bereichen aber schon seit l\u00e4ngerer Zeit bereits wertvolle Arbeit geleistet. Einige ihrer Projekte erhielten vom Bund Unterst\u00fctzung durch Finanzhilfen nach dem Gleichstellungsgesetz. So wurden beispielsweise eine Videoserie und eine Werkmappe zur partnerschaftlichen Rollenteilung produziert und Bildungsangebote, Praxisberatung und Fachtagungen zur Unterst\u00fctzung von Frauen und M\u00e4nnern bei der partnerschaftlichen Planung und Gestaltung ihrer beruflichen und famili\u00e4ren Laufbahn durchgef\u00fchrt. In diesem Rahmen ist auch eine Informationskampagne zur Einf\u00fchrung einer ganzt\u00e4gigen familienunterst\u00fctzenden Kinderbetreuung im Vorschulalter, wie es der Kanton Tessin seit Jahren praktiziert, geplant.</p><p>Eine Ver\u00e4nderung der Verh\u00e4ltnisse verlangt verschiedenste Massnahmen auf vielen Ebenen. Dazu kann auch die Durchf\u00fchrung einer Informations- und Sensibilisierungskampagne, wie sie die Motion\u00e4rin vorschl\u00e4gt, geh\u00f6ren.</p><p>Der Bundesrat ist bereit, das Eidgen\u00f6ssische Gleichstellungsb\u00fcro zu beauftragen, Ideen zu entwickeln, wie es im Rahmen seiner ordentlichen T\u00e4tigkeit Bestrebungen, welche eine ad\u00e4quatere Verteilung zwischen der bezahlten und unbezahlten Arbeit unter den Geschlechtern f\u00f6rdern, vermehrt ber\u00fccksichtigen kann. Dabei sind vor allem auch m\u00f6gliche Kooperationen mit NGO und kantonalen Einrichtungen zu pr\u00fcfen.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.","FederalCouncilProposal":2,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(937353600000)\/","SubmittedBy":"Teuscher Franziska","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1054771200000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":null,"Category":null,"Modified":"\/Date(1750817921590)\/","SubmissionDate":"\/Date(929664000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4519,"SubmissionLegislativePeriod":45,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":null}}