{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993543,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993543,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993543,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993543,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993543,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993543,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993543,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993543,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993543,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993543,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993543,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993543,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993543,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993543,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993543,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993543,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993543,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":19993543,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"99.3543","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Kastration von Ferkeln ohne Bet\u00e4ubung","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Ich stelle dem Bundesrat folgende Fragen:</p><p>1. Wie stellt er sich zur heute g\u00e4ngigen Praxis, Ferkel ohne Bet\u00e4ubung zu kastrieren?</p><p>2. Ist er bereit, die Forderung des Schweizer Tierschutzes (STS) nach einem Verbot dieser f\u00fcr die Tiere \u00e4usserst schmerzhaften Prozedur aufzunehmen und durch das zust\u00e4ndige Bundesamt pr\u00fcfen zu lassen?</p><p>3. Wie stellt er sich zu den vom STS aufgezeigten Alternativen zum Eingriff ohne Narkose, wie dem Spritzen eines Beruhigungsmittels kombiniert mit einem Schmerzmittel oder der vorg\u00e4ngigen Bet\u00e4ubung der Tiere mittels der sich in Entwicklung befindenden, voraussichtlich kosteng\u00fcnstigeren Inhalationsmethode von Prof. Dr. Urs Schatzmann, Tierklinik der Universit\u00e4t Bern?</p>","ReasonText":"<p>Eine breitere \u00d6ffentlichkeit wurde diese Woche durch eine Fernsehsendung auf die offenbar in der Landwirtschaft seit jeher \u00fcbliche Kastration von m\u00e4nnlichen Ferkeln ohne Bet\u00e4ubung aufmerksam gemacht. Wie einer Pressmitteilung des STS zu entnehmen ist, werden in der Schweiz rund 1,35 Millionen m\u00e4nnliche Ferkel im Alter von bis zu zwei Monaten ohne Narkose kastriert. Mit der Kastration soll die Entwicklung des Ebergeruchs im Fleisch vermieden werden.</p><p>Nach Auffassung des STS sollte dieser f\u00fcr die Tiere \u00e4usserst schmerzhafte Eingriff ohne Narkose aus tiersch\u00fctzerischen Gr\u00fcnden nicht zul\u00e4ssig sein. Er fordert, dass den Tieren nicht zu rechtfertigende Schmerzen erspart werden, indem sie vorg\u00e4ngig entweder mittels Gas oder mittels eines Beruhigungs- oder Schmerzmittels bet\u00e4ubt werden.</p><p>Die heute g\u00e4ngige Praxis steht im Einklang mit der geltenden Tierschutzgesetzgebung. Artikel\u00a011 des Tierschutzgesetzes bestimmt: \"Unter Vorbehalt der Bestimmungen \u00fcber die Tierversuche d\u00fcrfen schmerzverursachende Eingriffe nur von einem Tierarzt und unter allgemeiner oder \u00f6rtlicher Bet\u00e4ubung vorgenommen werden. Der Bundesrat regelt die Ausnahmen.\" Die Tierschutzverordnung (TSchV) l\u00e4sst dann in Artikel\u00a065 verschiedene Ausnahmen zu, bei denen eine Bet\u00e4ubung nicht erforderlich ist, u. a. bei der Kastration von m\u00e4nnlichen Schweinen und anderen Nutztieren, die weniger als zwei Monate alt sind.</p><p>Als besonders inkonsequent erscheint, dass bei dieser heutigen Rechtslage Meerschweinchen vom Tierarzt und unter Bet\u00e4ubung, Hausschweine und andere Nutztiere aber vom Laien ohne Bet\u00e4ubung kastriert werden k\u00f6nnen.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Es ist richtig, dass die Ferkelkastration ohne Schmerzausschaltung im Einklang mit der heutigen Tierschutzgesetzgebung steht. Die TSchV erlaubt dies unter der Voraussetzung, dass der Eingriff von fachkundigen Personen durchgef\u00fchrt wird, entweder von Tier\u00e4rztinnen oder Tier\u00e4rzten oder von anderen instruierten und ge\u00fcbten Personen. Dieses Vorgehen muss im Moment mangels besserer L\u00f6sungen akzeptiert werden, obschon dies nicht nur f\u00fcr das Tier, sondern auch f\u00fcr tier\u00e4rztliche Kreise und Tierbesitzer keine befriedigende Situation darstellt. Der Bundesrat ist der Ansicht, dass nach einer besseren L\u00f6sung gesucht werden muss. Diese soll dem Tier unn\u00f6tige Schmerzen ersparen, die Bildung von Ebergeruch im Fleisch verhindern, und sie muss f\u00fcr die Schweinehalter wirtschaftlich tragbar sein.</p><p>Die einzelnen Fragen k\u00f6nnen wir folgendermassen beantworten:</p><p>1. Der Bundesrat erachtet die g\u00e4ngige Praxis als unbefriedigend. Er ist sich auch bewusst, dass eine Alternative dazu sehr genau gepr\u00fcft werden muss. Bisherige Forschungsergebnisse zeigen, dass die Belastung der Tiere w\u00e4hrend der Kastration ohne Narkose mit einer praxistauglichen Narkose nicht messbar vermindert werden kann. Vor diesem Hintergrund w\u00fcrde mit einer Bet\u00e4ubung keine wesentliche Verbesserung der Situation erreicht. Ein Ansatz zur L\u00f6sung des Problems bestand \u00fcbrigens bereits 1995 im Revisionsvorschlag zur TSchV. Eine Reduktion des zul\u00e4ssigen maximalen Kastrationsalters sollte die Situation der Tiere verbessern. Aus verschiedenen politischen Gr\u00fcnden kam die Revision nicht zustande.</p><p>2. Der Bundesrat unterst\u00fctzt die Forderung des STS, den Tieren ungerechtfertigte Schmerzen zu ersparen. Das zust\u00e4ndige Bundesamt f\u00fcr Veterin\u00e4rwesen pr\u00fcft gegenw\u00e4rtig zusammen mit s\u00e4mtlichen involvierten und interessierten Kreisen Alternativen zum g\u00e4ngigen Vorgehen. Die Resultate dieser Arbeitsgruppe werden sobald als m\u00f6glich publiziert werden.</p><p>3. Die von der Interpellantin erw\u00e4hnten Alternativen zum Eingriff ohne Narkose m\u00fcssen strengen Anforderungen gen\u00fcgen. Der Einsatz von Bet\u00e4ubungsmitteln, Beruhigungsmitteln und Schmerzmitteln ist nicht unproblematisch. So sind die meisten Bet\u00e4ubungsmittel den Tier\u00e4rztinnen und Tier\u00e4rzten vorbehalten. Weniger streng geregelte Medikamente zur Schmerzausschaltung k\u00f6nnen zwar unter tier\u00e4rztlicher Verantwortung abgegeben werden, gen\u00fcgen jedoch in ihrer Wirkung nicht. Es gibt heute kein geeignetes Medikament zur Schmerzausschaltung beim Ferkel, welches bedenkenlos an nichttier\u00e4rztliche Personen abgegeben werden k\u00f6nnte. Der Bundesrat ist der Ansicht, dass auch andere L\u00f6sungsans\u00e4tze als die Kastration unter Narkose gepr\u00fcft werden sollen. Dabei m\u00fcssen einige Rahmenbedingungen erf\u00fcllt werden k\u00f6nnen. Eine neue L\u00f6sung ist jedoch nur dann geeignet, wenn sie f\u00fcr die Tiere eine Verbesserung bringt, f\u00fcr die Schweinehalter praktikabel ist, wirtschaftlichen Anspr\u00fcchen gen\u00fcgt und dem Konsumenten ein einwandfreies Produkt garantiert.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(951868800000)\/","SubmittedBy":"Keller Christine","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(953856000000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":null,"Category":null,"Modified":"\/Date(1779241479283)\/","SubmissionDate":"\/Date(939340800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4521,"SubmissionLegislativePeriod":45,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":null}}