{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993556,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993556,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993556,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993556,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993556,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993556,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993556,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993556,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993556,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993556,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993556,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993556,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993556,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993556,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993556,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993556,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=19993556,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":19993556,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"99.3556","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Spitzenmedizin","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>In der Schweiz gibt es in einzelnen Bereichen der Spitzenmedizin eine \u00dcberversorgung. Beispiele: F\u00fcr die Disziplin Herztransplantation gibt es vier Kliniken (Bern, Genf, Lausanne, Z\u00fcrich), und bei den Lebertransplantationen sind es ebenfalls deren vier (Bern, Genf, Lausanne, Z\u00fcrich). Lungentransplantationszentren gibt es drei (Genf, Lausanne, Z\u00fcrich). Die Anzahl der gesamtschweizerisch durchgef\u00fchrten Transplantationen ist, verglichen mit der Anzahl Kliniken, gering: in der Regel pro Klinik in der Gr\u00f6ssenordnung von einem Dutzend pro Jahr, in einigen F\u00e4llen sogar weniger. Der materielle und personelle Aufwand f\u00fcr die Erhaltung der Transplantationsbereitschaft ist gross. Zudem wird in Kreisen der Medizin selbst gesagt, dass es f\u00fcr die Erhaltung einer hohen Qualit\u00e4t dieser medizinischen Spitzenleistungen eine gr\u00f6ssere Anzahl Transplantationen pro Team braucht. Angesichts dieser Tatbest\u00e4nde bitte ich den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Wie sieht die Statistik der Transplantationskliniken (inklusive Niere und Niere-Pankreas) in den letzten Jahren genau aus?</p><p>2. Wie beurteilt er die Dichte der Transplantationskliniken in unserem Lande? Ist er nicht auch der Meinung, weniger w\u00e4re finanziell und qualitativ besser?</p><p>3. Wie sieht die entsprechende Statistik in anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern aus?</p><p>4. Ist der Bundesrat bereit, zusammen mit den zust\u00e4ndigen Kantonen und Zentrumskliniken eine Reduktion der Transplantationszentren und somit eine gesamtschweizerische L\u00f6sung anzustreben?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Transplantationszentren in der Schweiz - Statistik</p><p>Die Schweiz verf\u00fcgt \u00fcber insgesamt sechs Transplantationszentren, in denen in den Jahren 1995 bis 1998 folgende Transplantationen vorgenommen wurden:</p><p>1995: Herz: Bern 11; Genf 5; Lausanne 11; Z\u00fcrich 16. Lunge: Genf 5; Lausanne 3; Z\u00fcrich 10. Leber: Bern 11; Genf 14; Lausanne 13; Z\u00fcrich 9. Niere-Pankreas: Z\u00fcrich 8. Pankreas: Z\u00fcrich 1. Niere: Basel 28; Bern 21; Genf 15; Lausanne 25; St. Gallen 10; Z\u00fcrich 59. Niere von lebenden Personen: Basel 23; Bern 4; Genf 3; Lausanne 4; St. Gallen 4; Z\u00fcrich 3.</p><p>1996: Herz: Bern 11; Genf 5; Lausanne 13; Z\u00fcrich 12. Lunge: Genf 11; Lausanne 5; Z\u00fcrich 15. Leber: Bern 10; Genf 27; Lausanne 15; Z\u00fcrich 15. Niere-Pankreas: Genf 2; Z\u00fcrich 4. Pankreas: Z\u00fcrich 1. Niere: Basel 41; Bern 31; Genf 16; Lausanne 13; St. Gallen 7; Z\u00fcrich 60. Niere von lebenden Personen: Basel 24; Bern 3; Genf 2; Lausanne 2; St. Gallen 2; Z\u00fcrich 10.</p><p>1997: Herz: Bern 7; Genf 3; Lausanne 10; Z\u00fcrich 15. Lunge: Genf 5; Lausanne 3; Z\u00fcrich 8. Leber: Bern 8. Genf 20; Lausanne 17; Z\u00fcrich 10. Niere-Pankreas: Z\u00fcrich 5. Niere: Basel 21; Bern 35; Genf 21; Lausanne 36; St. Gallen 17; Z\u00fcrich 54. Niere von lebenden Personen: Basel 30; Bern 6; Genf 1; Lausanne 6; St. Gallen 4; Z\u00fcrich 6.</p><p>1998: Herz: Bern 10; Genf 5; Lausanne 13; Z\u00fcrich 16. Lunge: Genf 11; Lausanne 3; Z\u00fcrich 16. Leber: Bern 12; Genf 30; Lausanne 16; Z\u00fcrich 19. Niere-Pankreas: Z\u00fcrich 3. Pankreas: Z\u00fcrich 1. Niere: Basel 33; Bern 35; Genf 24; Lausanne 18; St. Gallen 15; Z\u00fcrich 71. Niere von lebenden Personen: Basel 26; Bern 6; Genf 1; Lausanne 7; St. Gallen 5; Z\u00fcrich 23.     </p><p>2. Transplantationszentren in der Schweiz - Dichte</p><p>Die Schweiz mit 7 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern verf\u00fcgt \u00fcber sechs Transplantationszentren, also einem Transplantationszentrum pro 1,2 Millionen Einwohner.</p><p>Allgemein kann der Fachpresse entnommen werden, dass es sinnvoll ist, die Transplantationen nur in wenigen, gut ausger\u00fcsteten medizinischen Zentren durchzuf\u00fchren. Daf\u00fcr werden im Allgemeinen die beiden Argumente Kosten und Qualit\u00e4t ins Feld gef\u00fchrt.</p><p>Im Bereich der Kosten wird zugunsten von wenigen routinierten Transplantationszentren argumentiert, da die personelle und apparative Infrastruktur besser ausgelastet werden kann und sich die Kosten somit besser aufteilen. Zudem wird vermutet, dass durch die h\u00f6here Erfahrung auch die (teure) Nachfolgetherapie der Transplantatempf\u00e4nger und Transplantatempf\u00e4ngerinnen besser ist und auch da Kosten eingespart werden.</p><p>Bez\u00fcglich der Qualit\u00e4t der Transplantationschirurgie kann vielen Studien entnommen werden, dass mit der Anzahl der durchgef\u00fchrten Transplantationen (jeweils pro Organ) die Qualit\u00e4t der Resultate steigt. Dabei wird als kritischer Parameter in der Regel die \u00dcberlebensdauer des Organs gew\u00e4hlt. Oft wird in diesen Studien eine kritische Mindestzahl von Transplantationen angef\u00fchrt, die einen minimalen Standard garantieren soll.</p><p>Obwohl die Resultate der Studien nicht direkt auf die Situation der Schweiz \u00fcbertragen werden k\u00f6nnen, ist unbestritten, dass mit der Zahl der durchgef\u00fchrten Transplantationen die Resultate besser werden, also die Qualit\u00e4t steigt. Dies ist nicht nur auf die zunehmende Erfahrung der \u00c4rzte zur\u00fcckzuf\u00fchren, sondern auch auf die Erfahrung des ganzen Teams und die Anpassung der Spitalroutine an die Transplantationschirurgie. Das Krankenversicherungsgesetz sieht die M\u00f6glichkeit vor, die Leistungen von Voraussetzungen abh\u00e4ngig zu machen und so die Zahl der Zentren zu beschr\u00e4nken.</p><p>Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass in der Schweiz aus Kosten- und Qualit\u00e4tsgr\u00fcnden eine Beschr\u00e4nkung der Zahl der Transplantationszentren vorteilhaft w\u00e4re. Auch die Betroffenen bef\u00fcrworten allgemein eine Beschr\u00e4nkung der Zentren. Dabei werden ein bis drei Transplantationszentren als sinnvoll erachtet, eventuell f\u00fcr die Nieren etwas mehr. Allgemein ist man sich auch einig, dass der Transportweg in der Schweiz keinen Einfluss auf die Zahl der Zentren hat.</p><p>3. Dichte der Transplantationszentren im Ausland</p><p>Eine vergleichbare Statistik zur Anzahl Transplantationen pro Organ und pro Transplantationszentrum in anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern liegt dem Bundesrat zurzeit nicht vor. </p><p>Dem Bundesrat liegen jedoch Zahlen zur Anzahl der Transplantationszentren (TZ) im Verh\u00e4ltnis zur Bev\u00f6lkerungszahl vor.</p><p>Belgien: 10 Millionen Einwohner; 3 TZ; 1 TZ pro 3,3 Millionen Einwohner. Deutschland: 82 Millionen; 42; 1,9. England, Schottland, Irland:  62 Millionen; 38; 1,6. Finnland: 5 Millionen; 1; 5. Norditalien: 18 Millionen; 15; 1,2. \u00d6sterreich: 8; 5; 1,6. Schweden: 8,7 Millionen; 4; 2,2. Spanien: 39,6 Millionen; 43; 0,9. </p><p>4. Reduktion der Transplantationszentren</p><p>Am 7. Februar 1999 haben Volk und St\u00e4nde mit \u00fcberw\u00e4ltigendem Mehr einer Verfassungsbestimmung \u00fcber die Transplantationsmedizin zugestimmt, die dem Bund die Kompetenz zum Erlass von Vorschriften auf dem Gebiet der Transplantation von Organen, Geweben und Zellen gibt.</p><p>Im Dezember dieses Jahres wird der Bundesrat den Entwurf zu einem Transplantationsgesetz in die Vernehmlassung geben. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass f\u00fcr den Betrieb von Transplantationszentren eine Bewilligung des Bundesrates erforderlich ist. Bei der Bewilligungserteilung ist darauf zu achten, dass Schwerpunkte gebildet werden, um eine bedarfsgerechte, leistungsf\u00e4hige und kosteng\u00fcnstige Versorgung zu gew\u00e4hrleisten und die Qualit\u00e4t der Organ\u00fcbertragung zu sichern. </p><p>Mit dem Transplantationsgesetz soll damit die Grundlage geschaffen werden, um die Zahl der Transplantationszentren f\u00fcr die \u00dcbertragung von Organen zu reduzieren. Im Gegensatz zu den bestehenden Regelungen, die nur indirekt durch Leistungsvoraussetzungen eine Beschr\u00e4nkung der Zentren erlauben, sollen im Transplantationsgesetz die Transplantationszentren einer Bewilligungspflicht unterstellt werden. Die Kantone und Zentrumskliniken haben im Rahmen der Vernehmlassung Gelegenheit, sich zu diesem Entwurf zu \u00e4ussern.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(943401600000)\/","SubmittedBy":"Rychen Albrecht","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(953856000000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":null,"Category":null,"Modified":"\/Date(1712747066890)\/","SubmissionDate":"\/Date(939340800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4521,"SubmissionLegislativePeriod":45,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":null}}