{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20003040,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20003040,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20003040,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20003040,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20003040,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20003040,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20003040,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20003040,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20003040,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20003040,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20003040,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20003040,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20003040,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20003040,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20003040,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20003040,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20003040,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20003040,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"00.3040","BusinessType":7,"BusinessTypeName":"Empfehlung","BusinessTypeAbbreviation":"Emp.","Title":"Integration ausl\u00e4ndischer ETH-Ingenieure","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Mit dieser Empfehlung verlange ich, dass die Verordnung vom 6. Oktober 1986 \u00fcber die Begrenzung der Zahl der Ausl\u00e4nder (BVO) dahingehend ge\u00e4ndert wird, dass ausl\u00e4ndische Forscherinnen und Forscher, die sich in Ausbildung an den ETH oder anderen Hochschulen befinden, oder die \u00fcber ein Doktorat dieser Institutionen verf\u00fcgen, den in der Verordnung vorgesehenen Begrenzungen nicht unterstehen (Art. 4 und 5 BVO).</p><p>Zwei Gr\u00fcnde sind f\u00fcr die \u00c4nderung ausschlaggebend: Erstens soll w\u00e4hrend der Vorbereitung des Doktorats der Familiennachzug erm\u00f6glicht werden, damit eine bessere Integration des Ausl\u00e4nders in unser Land gew\u00e4hrleistet ist. Zu diesem Zweck sollen ETH-Doktoranden gleichzeitig eine Aufenthaltsbewilligung des Typs B zugebilligt bekommen. Zweitens sollen ausl\u00e4ndische Forscherinnen und Forscher ab der Promotion eine Niederlassungsbewilligung des Typs C erhalten. Damit sollen sie motiviert werden, sich in die schweizerische Wirtschaft zu integrieren, der das w\u00e4hrend der Ausbildung vom Bund mitfinanzierte Know-how zugute kommen soll.</p>","ReasonText":"<p>Die schweizerische Wirtschaft leidet zurzeit vor allem in Spitzensektoren, wie dem der Informatik, unter starkem Mangel an qualifizierten Arbeitskr\u00e4ften und dies in einem solchen Mass, dass der Bund Anwerbungskampagnen im Ausland bewilligt hat. Gleichzeitig verhindert der Status der ausl\u00e4ndischen ETH-Ingenieure deren wirkliche Integration schon w\u00e4hrend ihres Studiums und zwingt diese Spezialisten nach der Verleihung des Diploms zur Ausreise.</p><p>Besonders paradox ist die Situation der Doktoranden. Diese halten sich drei bis vier Jahre an einer ETH auf und werden dabei gew\u00f6hnlich als Assistenten entl\u00f6hnt. Sie verf\u00fcgen somit \u00fcber ein Einkommen, das ihnen die Gr\u00fcndung einer eigenen Familie erlauben w\u00fcrde; zudem stehen sie in einem Alter, in dem man diesen Gedanken gew\u00f6hnlich ins Auge fasst. Trotzdem besitzen sie normalerweise nicht einmal eine Aufenthaltsbewilligung des Typs B, die den Familiennachzug erm\u00f6glichen w\u00fcrde; die einzige Ausnahme bilden die Stipendiaten des Bundes. </p><p>Doktoranden werden als Studenten betrachtet und besitzen deshalb eine Aufenthaltsbewilligung des Typs L, die den Familiennachzug nicht zul\u00e4sst. Sie sind im Rahmen eines Arbeitsvertrages \u00fcber mehrere Jahre hinweg angestellt, werden aber in den vom Bundesrat festgelegten Jahreskontingenten nach Artikel\u00a012 BVO aufgrund der in Artikel\u00a013 Absatz\u00a01 enthaltenen Ausnahmeregelung nicht mitgez\u00e4hlt. Es handelt sich hierbei um einen fiktiven Studentenstatus, der zu dem Zweck geschaffen wurde, die j\u00e4hrlich vom Bundesrat festgelegten H\u00f6chstzahlen f\u00fcr Aufenthaltsbewilligungen nicht zu \u00fcberschreiten.</p><p>Die Aufenthaltsbewilligung des Typs L erlischt automatisch mit dem Ende der Ausbildung, bei Doktoranden also mit der Promotion. Anschliessend wird die betreffende Person zur Ausreise aufgefordert, wenn sie nicht von einem inl\u00e4ndischen Unternehmen angestellt wird und eine Aufenthaltsbewilligung des Typs B ausgestellt bekommt.</p><p>Die Ausbildung eines jungen Forschers kostet den Bund zwischen einer halben und einer Million Franken, je nachdem, ob der Kandidat sein ganzes Studium absolviert oder lediglich promoviert hat. Ein junger ausl\u00e4ndischer Forscher, der Inhaber eines ETH-Doktortitels ist, hat sich im Allgemeinen vier bis zehn Jahre in der Schweiz aufgehalten. Dennoch hat er keinen Anspruch auf eine Niederlassungsbewilligung, da eine solche zwar normalerweise nach f\u00fcnf- bis zehnj\u00e4hrigem Aufenthalt erteilt wird, aber die Jahre der Aufenthaltsbewilligung des Typs L nicht mitgez\u00e4hlt werden.</p><p>Offensichtlich wendet die Schweiz f\u00fcr die Ausbildung ausl\u00e4ndischer Ingenieure und Forscher sehr viel Geld auf, unterstellt sie paradoxerweise aber einem Status, der weder vorsieht, diese Fachkr\u00e4fte zu integrieren, noch, sie im Land zu behalten. Fast ein Drittel der Diplomingenieure der ETHL und mehr als die H\u00e4lfte der Doktoranden beispielsweise sind Ausl\u00e4nder. Es handelt sich also nicht um ein Randproblem. Die Schweiz verzichtet auf einen Teil der hoch qualifizierten F\u00fchrungskr\u00e4fte, die sie im Land selbst ausgebildet hat.</p><p>In den Vereinigten Staaten und in vielen anderen L\u00e4ndern wird eine ganz andere Politik betrieben. Es wird alles getan, um ausl\u00e4ndische Forscher zur Einreise zu motivieren, zu integrieren und zum Verbleib anzuregen. Wenn der Mangel an Spezialisten zum Hemmschuh f\u00fcr die Entwicklung der Spitzentechnologien wird, steht unsere Politik im Widerspruch zu den Interessen des Landes. Die vorliegende Empfehlung soll diese Anomalie korrigieren. Sie verursacht weder zus\u00e4tzliche Kosten noch administrativen Mehraufwand noch eine bedeutende Zunahme der bereits ans\u00e4ssigen Ausl\u00e4nder. Sie erm\u00f6glicht es, dass die in die ETH investierten Bundesgelder Fr\u00fcchte tragen, und f\u00f6rdert langfristig auch die Entwicklung von Spitzentechnologien, die hoch qualifizierte Arbeitskr\u00e4fte verlangen.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"Der Bundesrat ist bereit, die Empfehlung entgegenzunehmen.","FederalCouncilProposal":16,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat ist bereit, die Empfehlung entgegenzunehmen.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(959731200000)\/","SubmittedBy":"Berger Mich\u00e8le-Ir\u00e8ne","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(960249600000)\/","ResponsibleDepartment":5,"ResponsibleDepartmentName":"Justiz- und Polizeidepartement","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EJPD","IsLeadingDepartment":true,"Tags":null,"Category":null,"Modified":"\/Date(1750805506820)\/","SubmissionDate":"\/Date(952473600000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":4602,"SubmissionLegislativePeriod":46,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":null}}