{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023125,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023125,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023125,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023125,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023125,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023125,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023125,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023125,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023125,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023125,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023125,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023125,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023125,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023125,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023125,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023125,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023125,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20023125,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"02.3125","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Unabh\u00e4ngige Toxikologie-Forschung in der Schweiz","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird gebeten: </p><p>1. einen Bericht vorzulegen, wie in Zukunft die unabh\u00e4ngige Lehre, Forschung und Information in den verschiedenen Bereichen der Toxikologie gew\u00e4hrleistet werden sollen;</p><p>2. speziell aufzuzeigen, wie die Kapazit\u00e4ten und der Nachwuchs im Bereich der Human- und S\u00e4ugertoxikologie (sowohl Industriechemikalien- als auch Arzneimittel-Toxikologie) gef\u00f6rdert werden sollen;</p><p>3. die Finanzierung dieser Aufgaben aufzuzeigen und sicherzustellen, wie dies bereits in der Motion Binder aus dem Jahre 1969 vorgesehen war, die vom Parlament \u00fcberwiesen wurde.</p>","ReasonText":"<p>In dem von der OECD herausgegebenen Bericht (OECD Environmental Outlook for the Chemicals Industry, Fr\u00fchling 2001) wird die Produktionszunahme der chemischen Industrie von 1995 bis zum Jahre 2020 auf 85 Prozent beziffert. Gleichzeitig zirkulieren rund 80 000 bis 100 000 (die genaue Zahl ist nicht bekannt) Substanzen in der Umwelt, deren Toxizit\u00e4t bez\u00fcglich neu erkannter Wirkungen nachuntersucht werden m\u00fcssen. Ungekl\u00e4rt und besorgniserregend ist dabei, wie die Sicherheit f\u00fcr Mensch und Umwelt bei einem so massiven Zuwachs an Chemikalien bei gleichzeitig bestehenden Wissensl\u00fccken, die im Bericht offen zugegeben werden, \u00fcberhaupt noch gew\u00e4hrleistet werden kann.</p><p>Besorgniserregend ist auch, dass in der Schweiz fast alle S\u00e4uger- und Humantoxikologinnen und -toxikologen, es wurden Zahlen von \u00fcber 96 Prozent ermittelt, in oder f\u00fcr die Industrie t\u00e4tig sind, d. h. nicht unabh\u00e4ngig sind. Dem kleinen Rest unabh\u00e4ngiger Toxikologen und Toxikologinnen, wie beispielsweise an den Universit\u00e4ten Z\u00fcrich und Lausanne, wird damit nicht nur die ganze Lehre \u00fcbertragen, sondern auch die Verantwortung, neue toxikologische Wirkungen zu erforschen, sie im Labor einzuf\u00fchren und auch noch f\u00fcr Mensch und Umwelt relevante Daten zu erarbeiten.</p><p>Gem\u00e4ss Artikel\u00a020 des Bundesgesetzes \u00fcber den Verkehr mit Giften \"f\u00f6rdert der Bund die wissenschaftliche Lehre und Forschung auf dem Gebiet der Toxikologie\". Aufgrund dieser Bestimmung und eines Vorstosses von St\u00e4nderat Binder errichtete der Bundesrat an der ETH 1975 ein Institut f\u00fcr Toxikologie, welches gem\u00e4ss Vertrag mit dem Kanton Z\u00fcrich zun\u00e4chst als gemeinsames Institut beider Z\u00fcrcher Hochschulen betrieben wurde. Leider zerbr\u00f6ckelte nach dem Tod von Professor Zbinden, dem engagierten Lehrstuhlinhaber an der Universit\u00e4t, die Zusammenarbeit dieser beiden Hochschulen. Die Universit\u00e4t Z\u00fcrich zog sich als erste Institution zur\u00fcck, und schliesslich wurde das Institut f\u00fcr Toxikologie an der ETH gar ganz geschlossen.</p><p>Seither hat sich die Situation punkto industrieunabh\u00e4ngiger Forschung im Bereich der S\u00e4uger- und Humantoxikologie in der Schweiz ausserordentlich versch\u00e4rft. Vor der Schliessung des Institutes f\u00fcr Toxikologie an der ETH waren mit dieser Arbeit vier Professoren und rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besch\u00e4ftigt. Jetzt gibt es offenbar gerade noch zwei oder drei kleine Gruppen.</p><p>Zurzeit bem\u00fchen sich zwar verschiedene Forschungsgruppen an den Schweizer Hochschulen intensiv um eine Erneuerung der Toxikologie. In Z\u00fcrich und Lausanne wurden zwei Kompetenzzentren gebildet: das Zentrum f\u00fcr Fremdstoff- und Umweltrisikoforschung in Z\u00fcrich und das R\u00e9seau L\u00e9manique de Toxicologie Lausanne, die eine neue integrierte Analyse chemischer Risiken verfolgen. Seit l\u00e4ngerem laufen auch Vorarbeiten zur Bildung eines schweizerischen Toxikologie-Netzwerkes, das Ausbildung, Information und Forschung gesamtschweizerisch koordinieren soll. Aus Kapazit\u00e4tsgr\u00fcnden sind aber beispielsweise Vertreter der Human- und S\u00e4ugertoxikologie in diesem Netzwerk bis jetzt zu schwach vertreten.</p><p>Zwar wird das Projekt eines solchen Netzwerkes angeblich von Bundesbeh\u00f6rden, Hochschulen und Industrie ideell unterst\u00fctzt, eine finanzielle Basis wurde jedoch nicht geschaffen. Zudem gen\u00fcgt die Bildung eines Netzwerkes allein nicht. Vielmehr muss die personelle Kapazit\u00e4t der im Netzwerk integrierten Institutionen, die teils kantonalen Universit\u00e4ten, teils den ETH angeh\u00f6ren, dringend aufgestockt werden.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat anerkennt die Bedeutung der toxikologischen Hochschulinstitutionen als Ausbildungsst\u00e4tten sowie als unabh\u00e4ngiger Ansprechpartner f\u00fcr Beh\u00f6rden und Gesellschaft. Die Beh\u00f6rden sind zur Gew\u00e4hrleistung der Sicherheit von Bev\u00f6lkerung und Umwelt sowie zur Beurteilung von Vorteilen und Risiken neuer Produkte auf unabh\u00e4ngige toxikologische Experten angewiesen.</p><p>Die Universit\u00e4t Z\u00fcrich und die ETH Z\u00fcrich haben als Tr\u00e4ger des Schweizerischen Instituts f\u00fcr Toxikologie in Schwerzenbach im Sommer 2001 beschlossen, dessen Aktivit\u00e4ten einzustellen, da diese den in letzter Zeit erfolgten raschen \u00c4nderungen sowohl in der biologischen und medizinischen Forschung als auch in der Technologie ungen\u00fcgend angepasst waren. Eine im Januar 2000 publizierte Expertise der Schweizerischen Gesellschaft f\u00fcr Pharmakologie und Toxikologie (SGPT) st\u00fctzt diesen Entscheid. Insbesondere bem\u00e4ngelte die SGPT die fehlende Koordination und Kommunikation innerhalb der verschiedenen toxikologischen Zentren in der Schweiz. Sie empfahl deshalb die Schaffung eines Schweizerischen Netzwerkes \"Swiss Tox\" der im Bereich der Toxikologie t\u00e4tigen Zentren bzw. Laboratorien. In der Folge wurde eine Arbeitsgruppe, das so genannte \"Steering Committee SwissTox\", eingesetzt, welche den Auftrag hatte, eine entsprechende Umsetzungsstrategie zu entwickeln.</p><p>Das Steering Committee schl\u00e4gt die Schaffung eines Netzwerkes vor, welches auf den beiden bestehenden Schwerpunktzentren \"Zentrum f\u00fcr Fremdstoff- und Umweltrisiko-Forschung Z\u00fcrich\" (Center for Xenobiotic and Environmental Risk Research) sowie \"Reseau Lemanique de Toxicologie\" (Lemanic Network of Toxicology) aufbaut. Es hat diesbez\u00fcglich gegen Ende 2001 bei der Schweizerischen Universit\u00e4tskonferenz (SUK) ein Gesuch um Unterst\u00fctzung mittels projektgebundener Beitr\u00e4ge gem\u00e4ss UFG eingereicht.</p><p>Zwischenzeitlich hat die SUK den Antrag aus finanziellen Gr\u00fcnden (ausgesch\u00f6pfter Verpflichtungskredit) abgelehnt. Der Bundesrat ist bereit, im Rahmen eines Berichtes die Bed\u00fcrfnisse seitens des Bundes, insbesondere des Buwal, des BAG, des BWL und des Seco, hinsichtlich Lehre, Forschung und Dienstleistungen im Bereich der Toxikologie darzulegen. Im Rahmen dieses Berichtes werden auch die M\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Nachwuchsf\u00f6rderung und die Finanzierung der unabh\u00e4ngigen Toxikologie-Forschung in der Schweiz aufgezeigt. Der Bundesrat wird auf der Basis des Berichtes \u00fcber das weitere Vorgehen befinden.</p> Der Bundesrat ist bereit, Ziffer 1 der Motion entgegenzunehmen und beantragt, Ziffer 2 und 3 der Motion in ein Postulat umzuwandeln.","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat ist bereit, Ziffer 1 der Motion entgegenzunehmen und beantragt, Ziffer 2 und 3 der Motion in ein Postulat umzuwandeln.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1024012800000)\/","SubmittedBy":"Graf Maya","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1213056000000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1750816212293)\/","SubmissionDate":"\/Date(1016668800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4612,"SubmissionLegislativePeriod":46,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}