{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023169,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023169,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023169,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023169,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023169,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023169,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023169,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023169,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023169,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023169,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023169,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023169,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023169,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023169,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023169,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023169,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023169,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20023169,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"02.3169","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Lehre und Forschung im Bauwesen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Umwelt umfasst neben den nat\u00fcrlichen Systemen mit ihren nat\u00fcrlichen Prozessen auch die anthropogenen Systeme mit ihren technischen und sozialen Prozessen. Beide stehen miteinander in Wechselwirkung. Die anthropogenen Systeme beziehen lebensnotwendige Ressourcen aus der Natur und geben ihre Abf\u00e4lle in das nat\u00fcrliche System zur\u00fcck.</p><p>Die Bau- und Umweltingenieurwissenschaften befassen sich in der baulichen und technischen Infrastruktur anthropogener Systeme mit den Naturgefahren und der Ver- und Entsorgung von Ressourcen (Raum, Wasser, Luft, Energie, Feststoffe).</p><p>Die wissenschaftlichen Schwerpunkte des Bau- und Umweltingenieurwesens sind bekanntlich:</p><p>- der Entwurf, die Erstellung und die Erhaltung von anspruchsvollen Tragwerken;</p><p>- die Planung von Infrastruktursystemen;</p><p>- die Ressourcenbewirtschaftung;</p><p>- die Erfassung und Interpretation von Geo-, Umwelt- und Bauwerkdaten.</p><p>Diese Schwerpunktgebiete bilden eine thematische Einheit, die global angegangen werden muss. Es gilt vor allem nachhaltig konforme hybride Systeme (Materialkombinationen) zu entwickeln, die den erneuerbaren Ressourcen, insbesondere dem Holz, geb\u00fchrend Rechnung tragen.</p><p>Diese Darstellung der Problematik zeigt die Wichtigkeit der Ingenieurwissenschaft im Bauwesen. Die Bildungs- und Forschungskette muss vollst\u00e4ndig sein und alle Niveaus umfassen, und zwar von den Berufsschulen \u00fcber die Fachhochschulen bis und mit ETH Z\u00fcrich bzw. ETH Lausanne oder umgekehrt vom universit\u00e4ren Niveau bis hinunter zur Praxis.</p><p>Wissen und Forschung als einzige einheimische \"Rohstoffressource\" sind f\u00fcr die Schweiz und ihre Volkswirtschaft von ausserordentlicher Bedeutung. Die momentane Situation l\u00e4sst bef\u00fcrchten, dass die Schweiz in diesem Wissenschafts- und Forschungsbereich im europ\u00e4ischen Vergleich laufend an Terrain verlieren wird, wenn nicht entsprechende Vorkehrungen getroffen werden. Diese Ansicht wird von namhaften Fachpersonen best\u00e4tigt. </p><p>Ich bitte den Bundesrat deshalb um Stellungnahme zu folgenden Fragen:</p><p>1. Teilt er die Meinung, wonach Lehre und Forschung im Bereich der Architektur- und baurelevanten Ingenieurwissenschaften auf Hochschulebene, insbesondere im ETH-Bereich, nachhaltig zu st\u00e4rken seien?</p><p>2. Ist er bereit, die Forderung nach dazu notwendigen Vorkehrungen (z. B. im personellen, infrastrukturellen und in allf\u00e4llig anderen Bereichen) zu unterst\u00fctzen?</p><p>3. Ist er bereit, die dazu allf\u00e4llig notwendigen Mittel bereitzustellen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat kann sich der sorgf\u00e4ltigen, einleitenden Analyse des Interpellanten anschliessen. Sie widerspiegelt die komplexe Situation des Fachbereiches Bauwesen im transdisziplin\u00e4ren Umfeld neben Architektur, Materialwissenschaften, Naturwissenschaften und dem Bauingenieurwesen im engeren Sinn.</p><p>Im Leistungsauftrag des Bundesrates an den ETH-Rat vom 12. Mai 1999 f\u00fcr die Jahre 2000-2003 wird das Thema in der Beschreibung der einzelnen Auftr\u00e4ge behandelt. Auf der einen Seite erwartet der Bundesrat, dass die orientierte Forschung und die Wissensentwicklung in den transdisziplin\u00e4ren Bereichen eine deutliche F\u00f6rderung erfahren werden (z. B. anwendungsorientierte Biologie, Materialwissenschaften, Umwelt, Energie). Die zu erwartenden Leistungen aus diesem Auftrag entsprechen recht genau den Forderungen des Interpellanten. Der Bundesrat erwartet andererseits vom ETH-Rat aber auch in einigen Gebieten eine Redimensionierung, namentlich beim Bauwesen. Diese Auftr\u00e4ge sind konsistent mit der Strategischen Planung des ETH-Bereiches f\u00fcr die Jahre 2000-2003 vom 24. September 1997.</p><p>Die strategischen Zukunftsfragen des Bauwesens haben auch zu einer intensiven Zusammenarbeit zwischen der schweizerischen Bauwirtschaft, ihren Verb\u00e4nden, den Kunden, dem Bund und den Hochschulen gef\u00fchrt. An einem Treffen vom 11. Februar 2000 haben in Bern Spitzenvertreterinnen und Spitzenvertreter der genannten Gruppen unter dem Thema \"Visionen und Perspektiven f\u00fcr Baufachleute\" Thesen und Empfehlungen f\u00fcr Massnahmen zur F\u00f6rderung der Bauberufe auf Hochschulstufe erarbeitet und ein Grundsatzpapier verfasst. Im Kapitel Lehre und Forschung einigten sich diese Vertreterinnen und Vertreter auf zwei Grunds\u00e4tze: Die Wirtschaft, die Verb\u00e4nde und die Bildungsinstitutionen schaffen eine Lehr- und Forschungsplattform. Diese Plattform ist errichtet und an der Arbeit. Ferner wurde in einem zweiten Grundsatz festgelegt, dass die Fachhochschulen und die beiden ETH ihr Leistungsangebot \u00fcberpr\u00fcfen und koordinieren.</p><p>Zu den Fragen im Einzelnen</p><p>1. Der Bundesrat teilt diese Meinung des Interpellanten. Die einleitenden Ausf\u00fchrungen belegen, dass dieses Thema vom ETH-Rat selber, von den Institutionen des ETH-Bereiches, aber auch zusammen mit externen Partnerinnen und Partnern bereits intensiv bearbeitet wird.</p><p>Der Bundesrat ist dar\u00fcber informiert, dass der ETH-Rat zurzeit die Strategische Planung f\u00fcr die Jahre 2004-2007 erarbeitet, welche im September 2002 verabschiedet wird. Im Sinne von Vorinformationen kann erw\u00e4hnt werden, dass die Ingenieurausbildung - damit auch das Bauingenieurwesen - weiterhin als Kernkompetenz des ETH-Bereiches betrachtet wird. F\u00fcr das Bauwesen im Einzelnen werden die begonnenen Restrukturierungsaufgaben weitergef\u00fchrt. Es geht neu nicht nur um die Festlegung der Aufgabenteilungen zwischen den beiden ETH, sondern auch mit der Eidgen\u00f6ssischen Materialpr\u00fcfungs- und Forschungsanstalt Empa. Im Fokus steht eine Effizienzsteigerung der Lehre und die entsprechenden Konsequenzen f\u00fcr die Baulabors. Ferner werden die Aktivit\u00e4ten in den Bereichen Holz, Haustechnik (im Sinne des \"facility managements\"), Raumordnung (Urbanistik und Raumplanung) sowie Materialwissenschaften \u00fcberpr\u00fcft.</p><p>Die ETH Lausanne wird mit dem Inkrafttreten der neuen Organisationsverordnung vom 1. Januar 2002 grundlegend reorganisiert. Im Bereich Bau wurde eine neue Fakult\u00e4t \"Environnement naturel, architectural et construit\" gebildet. Auch im Rahmen dieser Entwicklung stehen die transdisziplin\u00e4ren Probleml\u00f6sungen im Vordergrund. Ferner will sich die Fakult\u00e4t mit Herausforderungen wie Wachstum der grossen St\u00e4dte, Energieverbrauch, Transport, Erdbebenrisiko sowie mit den erh\u00f6hten Anforderungen an die nachhaltige Entwicklung (sustainability) befassen.</p><p>Die in der Einleitung erw\u00e4hnte Plattform hatte im Februar 2002 die letzte Sitzung. Dabei wurde festgehalten, dass die Spitzenverb\u00e4nde in direkten Kontakten mit den beiden ETH und der Empa die anstehenden Probleme l\u00f6sen werden. Ferner erfolgt eine B\u00fcndelung der Information und Verbreitung von Entscheiden zwischen der Schweizerischen Bauwirtschaftskonferenz, dem SIA und dem ETH-Bereich. Das n\u00e4chste Gespr\u00e4ch findet im Sommer 2002 statt.</p><p>2. Der Bundesrat hat die M\u00f6glichkeit, durch seine Auftr\u00e4ge im Rahmen des Leistungsauftrages an den ETH-Rat f\u00fcr die Jahre 2003-2007 die Aktivit\u00e4ten auf dem Gebiet zu steuern. Er wird der Formulierung der Ziele und Vorgaben im Bereich Lehre und Forschung im Bauwesen besondere Beachtung schenken.</p><p>3. Der Bundesrat wird die Mittel f\u00fcr den ETH-Bereich in der Botschaft zur F\u00f6rderung von Bildung, Forschung und Technologie in den Jahren 2004-2007 beantragen. Das Parlament wird voraussichtlich gem\u00e4ss dem inzwischen revidierten ETH-Gesetz \u00fcber grunds\u00e4tzliche wissenschaftspolitische Vorgaben und den Zahlungsrahmen entscheiden. Gest\u00fctzt darauf legt der Bundesrat den Inhalt des Leistungsauftrages an den ETH-Rat fest. Die Aufteilung der Mittel auf die sechs Institutionen des ETH-Bereiches liegt in der Kompetenz des ETH-Rates. Die Dotierung der Fachgebiete erfolgt durch die Institutionen gest\u00fctzt auf die strategische Planung und die Leistungsvereinbarungen zwischen dem ETH-Rat und den Institutionen des ETH-Bereiches.</p><p>Die bisherigen Ausf\u00fchrungen legen nahe, dass im Bereich Bauwesen zurzeit nicht neue grosse Projekte oder Vorhaben verwirklicht werden m\u00fcssen. Vielmehr geht es um Restrukturierungen, Arbeitsteilungen und um eine Konsolidierung der transdisziplin\u00e4ren Fragen. Auch die geplante Einf\u00fchrung des gestuften Studiums (Bachelor/Master-Abschl\u00fcsse) f\u00fchrt f\u00fcr das Bauwesen - wie bei den \u00fcbrigen Studienrichtungen im ETH-Bereich - zu einer grundlegenden Reorganisation. Im Vordergrund steht also eine vision\u00e4re Festlegung von Priorit\u00e4ten und Posteriorit\u00e4ten.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1024012800000)\/","SubmittedBy":"Seiler Hanspeter","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1024617600000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"36","Category":null,"Modified":"\/Date(1712736191687)\/","SubmissionDate":"\/Date(1016755200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4612,"SubmissionLegislativePeriod":46,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wissenschaft und Forschung"}}