{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023581,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023581,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023581,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023581,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023581,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023581,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023581,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023581,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023581,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023581,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023581,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023581,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023581,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023581,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023581,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023581,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20023581,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20023581,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"02.3581","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"Unabh\u00e4ngige Software f\u00fcr die Bundesverwaltung","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird ersucht, umgehend unabh\u00e4ngige Softwareprodukte in der Bundesverwaltung einzusetzen, um deren Unabh\u00e4ngigkeit zu wahren und f\u00fcr alle \u00f6ffentlichen K\u00f6rperschaften des Landes ein Vorbild zu sein.</p>","ReasonText":"<p>Im Bereich der Software ist die Tendenz hin zum Monopol offensichtlich. Die besten Beispiele daf\u00fcr bilden sicher Oracle und Microsoft. Im Wesentlichen gibt es daf\u00fcr zwei Gr\u00fcnde: Die Produktionsgrenzkosten sind sozusagen gleich Null und die externen Wirkungen spielen die Hauptrolle. Im Informatikbereich treiben die Kleinunternehmen die Entwicklung voran. Demgegen\u00fcber leisten die grossen Konzerne nur einen geringen Innovationsaufwand.</p><p>Die unabh\u00e4ngige Software bildet eine Alternative zu den von den multinationalen Unternehmen angebotenen Produkten. Sie beruhen auf gegenseitiger Hilfe und Austausch von Angestellten oder Freiwilligen und auf einer kooperativen Organisationsstruktur, die sich breit des Internets bedient.</p><p>Vorteile unabh\u00e4ngiger Software:</p><p>Die am h\u00e4ufigsten festgestellten Vorteile sind:</p><p>- die Verwendung offener Standards (dadurch sind die Produkte untereinander kompatibel);</p><p>- gr\u00f6ssere Sicherheit;</p><p>- die F\u00e4higkeit, sich an die verschiedensten Plattformen anzupassen (Unix, Windows, Mac OS, Linux usw.).</p><p>F\u00fcr eine Verwaltung sind zudem weitere Faktoren von Bedeutung:</p><p>- keine Abh\u00e4ngigkeit von einer einzigen Firma (beispielsweise bei einem Konkurs dieses  Unternehmens);</p><p>- die Sicherheit und die Garantie, dass die Daten geheim bleiben;</p><p>- die Tatsache, dass es keine komplexen Lizenzen mehr zu verwalten gibt (Planung der Sachzw\u00e4nge);</p><p>- die Dauerhaftigkeit der Daten und der Protokolle (das Lesen der Dateien ist auf lange Frist h\u00e4ufig problematisch, weil sich die Versionen Schlag auf Schlag folgen);</p><p>- die M\u00f6glichkeit, unabh\u00e4ngige Software so oft, wie man nur will, zu kopieren und zu verbreiten, ohne dass auch nur ein Rappen daf\u00fcr bezahlt werden muss.</p><p>Modellfunktion der \u00f6ffentlichen Hand im Bereich der nachhaltigen Entwicklung:</p><p>Bekanntlich sind 90 Prozent der Informatikmittel, die ersetzt werden, noch vollkommen funktionst\u00fcchtig. Diese Mittel werden aus dem Verkehr gezogen, weil sie die neuen Programme nicht unterst\u00fctzen k\u00f6nnen (manchmal ist es aber lediglich eine Frage der Mode oder des Standards). Demgegen\u00fcber \u00e4ndern sich die Aufgaben, die mit Informatikmitteln bew\u00e4ltigt werden m\u00fcssen, bei weitem weniger rasch als die Software und die Hardware. Die Anwendungen zur Textverarbeitung dienen weiterhin nur zum Schreiben von Briefen, und die Tippgeschwindigkeit ist nicht mehr beeintr\u00e4chtigt durch die Langsamkeit der Maschine.</p><p>Die Softwareentwicklung gr\u00fcndet zu grossen Teilen auf der immer rasanteren Entwicklung der Hardware. Diese Tendenz l\u00e4sst sich prima korrigieren: Wenn man die Informatikmittel doppelt oder dreimal so lange nutzt, halbiert oder drittelt man die Verschwendung von Ressourcen und die Belastung der Umwelt.</p><p>Ohne die Frage der Software mit einzubeziehen, l\u00e4sst sich bei der Beschaffung von Informatikausr\u00fcstung keine umweltgerechte Haltung einnehmen. Die Lebensdauer der Hardware h\u00e4ngt n\u00e4mlich stark vom Veralten der Software ab. Eine k\u00fcnftige Beschaffungspolitik im Informatikbereich sollte sinnvollerweise eine doppelt oder dreimal so lange Nutzung des Materials in Erw\u00e4gung ziehen.</p><p>Die unabh\u00e4ngige Software gew\u00e4hrleistet die gew\u00fcnschte Dauerhaftigkeit. Sie setzt die Standardisierung der Sprachen, der Formate und der Protokolle  voraus und erleichtert damit den Austausch und die Aufbewahrung der Daten.</p><p>Der Einsatz unabh\u00e4ngiger Software und deren kontinuierliche Anpassung schafft lokale Arbeitspl\u00e4tze mit sehr hoher Wertsch\u00f6pfung. Damit leistet diese Software einen Beitrag zur Entwicklung eines weltweiten Wissenskorpus und beg\u00fcnstigt den Technologietransfer in die Entwicklungsl\u00e4nder. Sie l\u00f6st das Problem der Entwicklungsl\u00e4nder, die notwendigen Programme f\u00fcr die ausgemusterte Hardware zu finden, die ihnen \"grossz\u00fcgig\" zur Verf\u00fcgung gestellt wird (rund 50 Prozent des Materials, das wir aus dem Verkehr ziehen).</p><p>Die unabh\u00e4ngige Software ist oft gratis und die Verbreitung von Kopien ebenfalls. Das Sparpotenzial ist also betr\u00e4chtlich.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Die Bundesverwaltung setzt freie Software ein, sofern das Verh\u00e4ltnis Kosten-Nutzen-Risiken \u00fcber die ganze Nutzungsdauer eines Systems g\u00fcnstiger ist als bei kommerzieller Software, was im Moment nur in einzelnen Bereichen der Fall ist. Spezifisch f\u00fcr die Schweiz stellt sich zudem das Problem, dass eine Software in der Bundesverwaltung, die breit eingesetzt wird, in allen Landessprachen verf\u00fcgbar sein muss. Einig ist der Bundesrat mit der Forderung des Postulates, dass so weit m\u00f6glich einseitige Abh\u00e4ngigkeiten zu vermeiden sind.</p><p>Er ist allerdings nicht der Ansicht, dass kommerzielle Software grunds\u00e4tzlich negativ zu bewerten sei. Auch in der Schweiz gibt es viele kleine und mittlere Softwarehersteller, die optimale Produkte gerade f\u00fcr Anwendungen herstellen, wo gesetzliche und andere Rahmenbedingungen besonders l\u00e4nderspezifisch sind. Auch wirtschaftspolitisch ist deshalb die ausschliessliche Nutzung freier Software nicht sinnvoll. Zudem muss die Festlegung von Standards und Architekturen, wozu der Einsatz von Software geh\u00f6rt, generell mit den Partnern, insbesondere den Kantonen, abgestimmt werden. Die Initiative eCH soll dies sicherstellen. Die massgebenden Stellen, innerhalb der Bundesverwaltung der Informatikrat des Bundes, pr\u00fcfen den Einsatz freier Software laufend und legen die entsprechenden Standards und Architekturen fest.</p> Der Bundesrat beantragt, das Postulat als erf\u00fcllt abzuschreiben.","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt, das Postulat als erf\u00fcllt abzuschreiben.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1046217600000)\/","SubmittedBy":"Zisyadis Josef","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1097229360940)\/","ResponsibleDepartment":7,"ResponsibleDepartmentName":"Finanzdepartement","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EFD","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"4|34","Category":null,"Modified":"\/Date(1712753597220)\/","SubmissionDate":"\/Date(1033603200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4615,"SubmissionLegislativePeriod":46,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Staatspolitik|Medien und Kommunikation"}}