{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20025024,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20025024,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20025024,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20025024,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20025024,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20025024,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20025024,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20025024,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20025024,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20025024,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20025024,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20025024,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20025024,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20025024,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20025024,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20025024,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20025024,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20025024,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"02.5024","BusinessType":14,"BusinessTypeName":"Fragestunde. Frage","BusinessTypeAbbreviation":"Fra.","Title":"Festungsw\u00e4chter als \u00fcberz\u00e4hliger Minenexperte in Afghanistan?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Schweiz schickt auf Anfrage der \"F\u00e9d\u00e9ration suisse de d\u00e9minage\" einen Festungsw\u00e4chter als Minenexperten nach Afghanistan. Laut Shafiqullah Seddiqi, Regionalkoordinator des \"Mine Action Center\" in Mazar-e-Sharif, ben\u00f6tigt Afghanistan im Kampf gegen Minen jedoch weder ausl\u00e4ndische Experten noch Geld.</p><p>S\u00fcdwestlich von Mazar-e-Sharif, etwa eine Autostunde vom Stadtzentrum entfernt, bereiten afghanische Spezialisten tagt\u00e4glich die fachm\u00e4nnische Entsorgung von Blindg\u00e4ngern, Munitionsresten und Minen vor. Seit mehr als zehn Jahren wird das Land - Afghanistan ist in f\u00fcnf Minenregionen aufgeteilt - mit Anti-Minenprogrammen minuti\u00f6s durchforstet. Und die Experten von Hasard-Life-Organisation (HALO-Trust) geben der lokalen Bev\u00f6lkerung nach gewalteter Arbeit Garantie, dass ihre Felder gefahrlos betreten werden k\u00f6nnen.</p><p>Der Schweizer Minenexperte soll laut Auskunft von Herrn Martin Hasler, zust\u00e4ndige Stelle im Generalstab f\u00fcr humanit\u00e4re Minenr\u00e4umung, als Supervisor eingesetzt werden und f\u00fcr die Einhaltung von Sicherheit und internationalen Standards sorgen. Ein Augenschein im Felde in Mazar-e-Sharif hat aber bewiesen, dass die einheimischen Minenexperten mit sehr hohem Sicherheitsbewusstsein vorgehen. Sie haben heute schon einen sehr hohen Wissensstand. Laut Seddiqi habe man nach dem Ende der Kampfhandlungen sofort amerikanische Experten beigezogen, um den Umgang mit neuen Blindg\u00e4ngern und Minen zu erlernen. Schwerpunkt sei dabei die Schulung bei der Entsch\u00e4rfung von nicht explodierten Objekten, speziell von Munitionsteilen aus Kanisterbomben, gewesen, welche relativ leicht zu lokalisieren seien. Die USA-Streitkr\u00e4fte w\u00fcssten genau, in welchen Gebieten solche Waffen eingesetzt worden seien, und zeigten sich bei der Entsch\u00e4rfung und Entsorgung sehr kooperativ.</p><p>Was soll also dieser Festungsw\u00e4chter in Afghanistan, und mit welchen Kosten ist zu rechnen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Afghanistan geh\u00f6rt zu den am st\u00e4rksten mit Minen und Blindg\u00e4ngern verseuchten Gegenden der Welt. Das Land besass schon vor den Ereignissen vom 11. September 2001 eines der weltweit gr\u00f6ssten Minenr\u00e4umprogramme. Durch die Ereignisse im vergangenen Herbst wurde das Programm zeitweise unterbrochen, Material wurde zerst\u00f6rt oder gepl\u00fcndert, und ein Teil des Personals wurde vertrieben. Neben der Minenr\u00e4umung im Hinblick auf die R\u00fcckkehr der Fl\u00fcchtlinge und den Wiederaufbau des Landes geht es im Moment noch vor allem darum, Entminungsarbeiten im Sinne der Nothilfe zu leisten (z. B. im Zusammenhang mit Hilfslieferungen).</p><p>Schon seit dem vierten Quartal 2001 l\u00e4uft unter der Leitung der Uno der (Wieder-)Aufbau des Minenr\u00e4umprogrammes in Afghanistan. Es geht darum, die rund 4500 im Bereich der humanit\u00e4ren Minenr\u00e4umung t\u00e4tigen Afghanen wieder auszur\u00fcsten, zus\u00e4tzlich auszubilden und effizient einzusetzen. Die \"F\u00e9d\u00e9ration suisse de d\u00e9minage\" ist eines von 15 NGO, die in diesem Bereich in Afghanistan t\u00e4tig sind. Zudem ist die \"F\u00e9d\u00e9ration suisse de d\u00e9minage\" auch durch das Uno-Weltern\u00e4hrungsprogramm (WFP) beauftragt worden, im Sinne der Nothilfe die vom WFP ben\u00fctzten Verkehrswege und Infrastrukturen von Minen und Blindg\u00e4ngern zu befreien.</p><p>Das VBS ist bereits im vergangenen Monat (Februar 2002) einer Anfrage der Uno um Lieferung von spezialisiertem Material zur ber\u00fchrungsfreien Zerst\u00f6rung von Minen und Blindg\u00e4ngern nachgekommen. Diese Materiallieferung im Wert von rund 25 000 Schweizerfranken erfolgte via die \"F\u00e9d\u00e9ration suisse de d\u00e9minage\", kommt aber allen unter dem Uno-Schirm arbeitenden Minenr\u00e4umorganisationen zugute.</p><p>Der seit dem 8. M\u00e4rz 2002 f\u00fcr die \"F\u00e9d\u00e9ration suisse de d\u00e9minage\" in Afghanistan t\u00e4tige Angeh\u00f6rige des Festungswachtkorps wird konkret in diesen erw\u00e4hnten Bereichen t\u00e4tig sein:</p><p>- R\u00e4umprogramm zugunsten des WFP;</p><p>- Training in der Anwendung des durch das VBS gelieferten Materials;</p><p>- Zusatzausbildung zugunsten einheimischer Minenr\u00e4umteams, Wiederaufbau der lokalen Minenr\u00e4umkapazit\u00e4ten.</p><p>Dieser f\u00fcr vorl\u00e4ufig drei Monate geplante Einsatz folgt also dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe. Er erg\u00e4nzt die Arbeit der lokalen Minenr\u00e4umer, stellt aber in keiner Weise eine Duplizierung lokal bereits vorhandener Ressourcen dar.</p><p>Zu den Kosten: Bei dem in Afghanistan zum Einsatz gelangenden Angeh\u00f6rigen des Festungswachtkorps handelt es sich um einen Kampfmittelbeseitigungsspezialisten der Armee. Neben der ordentlichen Entl\u00f6hnung schl\u00e4gt ein Mannjahr Auslandeinsatz im Bereich der humanit\u00e4ren Minenr\u00e4umung erfahrungsgem\u00e4ss mit Zusatzkosten (Taggelder, Versicherungen, Transport usw.) von rund 50 000 Schweizerfranken zu Buche. Der Einsatz in Afghanistan verursacht so, wie er momentan geplant ist, also Zusatzkosten von unter 15 000 Schweizerfranken.</p><p>Die Einsch\u00e4tzung des im Artikel der \"Aargauer Zeitung\" zitierten afghanischen Minenr\u00e4umexperten widerspricht deutlich der Beurteilung der Lage durch die involvierten internationalen Institutionen und Experten. Es ist sicher richtig, dass in Afghanistan die konkrete Minenr\u00e4umung im Felde bereits jetzt \u00fcber weite Strecken durch einheimische Arbeitskr\u00e4fte erfolgen kann. Andererseits sind noch grosse Anstrengungen in den Bereichen Nothilfe, Ausbildung, Koordination und Ausr\u00fcstung n\u00f6tig. Noch w\u00e4hrend l\u00e4ngerer Zeit wird dabei Hilfe durch die internationale Staatengemeinschaft n\u00f6tig sein.</p>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":null,"SubmittedBy":"Banga Boris","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1015804800000)\/","ResponsibleDepartment":6,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Verteidigung, Bev\u00f6lkerungsschutz und Sport","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"VBS","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"9","Category":null,"Modified":"\/Date(1712753338783)\/","SubmissionDate":"\/Date(1015804800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4612,"SubmissionLegislativePeriod":46,"FirstCouncil1":null,"FirstCouncil1Name":null,"FirstCouncil1Abbreviation":null,"FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Sicherheitspolitik"}}