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Internationaler Vertrag","Description":"Botschaft vom 15. Oktober 2003 betreffend den Internationalen Vertrag \u00fcber pflanzengenetische Ressourcen f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft","InitialSituation":"<p>Der Internationale Vertrag \u00fcber pflanzengenetische Ressourcen f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft wurde nach \u00fcber siebenj\u00e4hrigen, schwierigen Verhandlungen anl\u00e4sslich der 31. Konferenz der Ern\u00e4hrungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (Food and Agriculture Organisation, FAO) am 3. November 2001 verabschiedet. Er wurde von der Kommission f\u00fcr genetische Ressourcen der FAO ausgearbeitet und wird mit seinem Inkrafttreten das nichtbindende \"International Undertaking on Plant Genetic Resources for Food and Agriculture\" ersetzen, das die Schweiz 1987 angenommen hatte. Die Schweiz war an den Verhandlungen massgebend beteiligt und konnte oft vermittelnd wirken.</p><p>Die Ziele des Internationalen Vertrags sind die Erhaltung und nachhaltige Nutzung pflanzengenetischer Ressourcen f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft sowie die ausgewogene und gerechte Aufteilung der sich aus der Nutzung solcher Ressourcen ergebenden Vorteile (Access/Benefit Sharing). Diese Ziele stehen im Einklang mit dem \u00dcbereinkommen \u00fcber die biologische Vielfalt (SR 0.451.43), das f\u00fcr die Schweiz am 19. Februar 1995 in Kraft getreten ist, und konkretisieren die Zielsetzungen des Weltern\u00e4hrungsgipfels und dessen Aktionsplan in Teilbereichen. Der Internationale Vertrag anerkennt die traditionellen Leistungen der Bauern bei der Erhaltung und Weiterentwicklung pflanzengenetischer Ressourcen (sogenannte Farmers' Rights) und enth\u00e4lt Bestimmungen \u00fcber die weitere internationale Zusammenarbeit. Ein zentrales Element des Internationalen Vertrags ist das multilaterale System f\u00fcr den erleichterten Zugang zu pflanzengenetischen Ressourcen f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft und f\u00fcr die Aufteilung der Vorteile, die sich aus der Nutzung solchen Materials ergeben. Dieses System soll die internationale Zusammenarbeit im Bereich der Pflanzenz\u00fcchtung f\u00f6rdern und damit eine gen\u00fcgend breite Basis f\u00fcr die Weiterentwicklung verbesserter Pflanzensorten sicherstellen. Es umfasst jedoch nicht alle pflanzengenetischen Ressourcen f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft, sondern nennt die Erfassten abschliessend in einer Liste. Sie enth\u00e4lt die f\u00fcr die globale Ern\u00e4hrungssicherheit wichtigen Ressourcen wie Weizen, Gerste, Mais und Kartoffeln. W\u00e4hrend das multilaterale System \u00f6ffentlich-rechtliche Institutionen der Vertragsstaaten umfasst, k\u00f6nnen sich nat\u00fcrliche und juristische Personen des Privatrechts diesem System freiwillig unterziehen.</p><p>Der Internationale Vertrag ist ein politischer Erfolg f\u00fcr eine nachhaltige Landwirtschaft mit ihren vielf\u00e4ltigen Aufgaben. Wichtige multifunktionale Aspekte der schweizerischen Agrarpolitik erhalten einen eigenst\u00e4ndigen internationalen Rechtsrahmen. Dies kommt einer v\u00f6lkerrechtlichen Anerkennung von wesentlichen Dimensionen der Multifunktionalit\u00e4t der Landwirtschaft gleich. Insgesamt leistet der Internationale Vertrag einen wichtigen Beitrag zur Ern\u00e4hrungssicherheit der st\u00e4ndig wachsenden Weltbev\u00f6lkerung und zur nachhaltigen Landwirtschaft. Die Schweiz hat den Internationalen Vertrag unter Vorbehalt der Ratifizierung am 28. Oktober 2002 anl\u00e4sslich der 123. Sitzung des FAO-Rats unterzeichnet. Am 11. August 2003 hatten ihn 78 Staaten, darunter s\u00e4mtliche Mitgliedstaaten der Europ\u00e4ischen Union, unterzeichnet; 27 Staaten hatten ihn bereits ratifiziert. Der Internationale Vertrag tritt am 90. Tag nach der Hinterlegung der 40. Ratifizierungsurkunde in Kraft, wobei ihn mindestens 20 Mitgliedl\u00e4nder der FAO ratifiziert haben m\u00fcssen. </p>","Proceedings":"<p></p><p>Beide R\u00e4te stimmten ohne Gegenstimmen der Vorlage zu.          </p>","DraftText":null,"SubmittedText":null,"ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":null,"FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":null,"SubmittedBy":null,"BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1087543217023)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"8|55","Category":"V","Modified":"\/Date(1779236255440)\/","SubmissionDate":"\/Date(1066176000000)\/","SubmissionCouncil":null,"SubmissionCouncilName":null,"SubmissionCouncilAbbreviation":null,"SubmissionSession":4701,"SubmissionLegislativePeriod":46,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Internationale Politik|Landwirtschaft"}}