{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033219,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033219,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033219,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033219,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033219,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033219,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033219,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033219,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033219,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033219,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033219,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033219,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033219,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033219,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033219,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033219,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033219,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20033219,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"03.3219","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"Umschichtung der W\u00e4hrungsreserven der Notenbank zugunsten des Euro","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat soll sich daf\u00fcr stark machen, dass die Notenbank ihre Devisenreserven vom Dollar in den Euro umschichtet und so massive Kursverluste infolge der Dollarschw\u00e4che verhindert.</p>","ReasonText":"<p>Der Dollar, der einst in Krisenzeiten als \"save haven\", als sicherer Hafen galt, um m\u00f6gliche Turbulenzen zu \u00fcberstehen, verliert derzeit rapide an Wert. Um fast 20 Prozent ist er im Laufe der letzten zw\u00f6lf Monate gefallen - f\u00fcr eine Leitw\u00e4hrung, die nicht so stark schwankt wie Aktien, eine dramatische Ver\u00e4nderung.</p><p>Die sonst so bed\u00e4chtigen Notenbanken schichten ihre Devisenreserven inzwischen St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck um - und setzen, wie in China, Russland, Taiwan oder Kanada, zunehmend auf den Euro. An den B\u00f6rsen wachsen die Zweifel an der Weltmacht Amerika: nicht an der milit\u00e4rischen St\u00e4rke, wohl aber an der \u00f6konomischen. Es w\u00e4chst die Furcht, dass die US-Wirtschaft l\u00e4ngst nicht so robust ist, wie lange alle glaubten.</p><p>Der Wohlstand in den Vereinigten Staaten ist gr\u00f6sstenteils auf Pump finanziert. Er speist sich aus dem \"double deficit\", wie es Wim Duisenberg, Pr\u00e4sident der Europ\u00e4ischen Zentralbank, sorgenvoll nannte: aus einem tiefroten Haushalt und einer tiefroten Leistungsbilanz. So hat US-Pr\u00e4sident George W. Bush die Etat\u00fcbersch\u00fcsse, die er vor gut zwei Jahren von seinem Vorg\u00e4nger geerbt hat, binnen k\u00fcrzester Zeit in gewaltige Defizite verwandelt. Allein dieses Jahr muss sich der Mann aus dem Weissen Haus rund 380 Milliarden Dollar von Anlegern leihen, um damit seine Steuersenkungen oder den Krieg zu finanzieren. Wenn man das Maastricht-Kriterium als Massstab n\u00e4hme, ein Minus, das bei 4 Prozent des Bruttoinlandsproduktes l\u00e4ge und damit h\u00f6her ist als das deutsche.</p><p>Gleichzeitig w\u00e4chst die Kluft in der amerikanischen Leistungsbilanz: Die Verbraucher und Firmen in den USA erwerben weit mehr Waren und Dienstleistungen, als sie sich eigentlich leisten k\u00f6nnen - und auch selbst im Land produzieren. Deshalb sind die Importe sprunghaft angestiegen. Das gilt parallel auch f\u00fcr den Kreditbedarf der Amerikaner.</p><p>Deshalb werden die Sorgen von Politikern und \u00d6konomen in Europa betreffend Dollarentwicklung immer gr\u00f6sser. Gleichzeitig reift mit dem Euro eine zweite Weltw\u00e4hrung heran, und zwar eine W\u00e4hrung, die nach schwachem Start und einem zwischenzeitlichen Kursverlust von 30 Prozent wieder zusehends an Wert gewinnt. Nicht nur Fonds und private Grossanleger rechnen deswegen neu, auch die Notenbanken kalkulieren genau, wie und wo sie ihre Devisen investieren: \"Der Ertrag aus Dollar-Anlagen ist derzeit sehr niedrig, andere W\u00e4hrungen bringen mehr\", erkl\u00e4rt der russische Zentralbank-Vizepr\u00e4sident Oleg Wjugin. Moskau wird deshalb den Euro-Anteil von unter 10 auf \u00fcber 20 Prozent erh\u00f6hen. Schon im Herbst des vorvergangenen Jahres liess auch Chinas F\u00fchrung Gerhard Schr\u00f6der wissen, sie werde k\u00fcnftig mehr Euro in den Tresoren der Zentralbank horten - und weniger Dollar. \u00c4hnliche Ank\u00fcndigungen gibt es mittlerweilen aus einer Vielzahl von L\u00e4ndern: So wollen Taiwan, Singapur und auch Kanadas Zentralbank k\u00fcnftig in die EU-Gemeinschaftsw\u00e4hrung investieren.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Die Bestimmung der notwendigen H\u00f6he an W\u00e4hrungsreserven sowie die Festlegung ihrer Zusammensetzung geh\u00f6ren zu den geld- und w\u00e4hrungspolitischen Entscheiden, welche die Schweizerische Nationalbank (SNB) - unabh\u00e4ngig von Bundesrat oder Parlament - treffen soll.</p><p>Die H\u00f6he und die Zusammensetzung der W\u00e4hrungsreserven der SNB richten sich in erster Linie nach den Bed\u00fcrfnissen der Geld- und W\u00e4hrungspolitik. So weit unter dieser Voraussetzung m\u00f6glich, werden die W\u00e4hrungsreserven ertragsorientiert bewirtschaftet. Allerdings w\u00e4re es f\u00fcr die Schweizer Wirtschaft kontraproduktiv und w\u00fcrde dem Stabilit\u00e4tsauftrag der SNB widersprechen, wenn die SNB versuchen w\u00fcrde, mit kurzfristigen spekulativen Umschichtungen m\u00f6glichst hohe Wechselkursgewinne auf ihren Devisenanlagen zu erzielen.</p><p>Die SNB hat in den letzten Jahren eine erh\u00f6hte W\u00e4hrungsdiversifikation angestrebt. Dabei hat sie den Anteil von US-Dollars an den Devisenreserven, der bis 1997 rund 80 Prozent ausmachte, auf inzwischen unter 40 Prozent gesenkt und den Anteil von Euros wesentlich erh\u00f6ht. Weil der Franken zum Euro erfahrungsgem\u00e4ss weniger stark schwankt, konnte damit das W\u00e4hrungsrisiko erheblich gesenkt werden. Die in der Begr\u00fcndung des Postulates erw\u00e4hnten Umschichtungen von W\u00e4hrungsreserven anderer Zentralbanken hat die SNB somit bereits vorgenommen, und sie verf\u00fcgt \u00fcber ein im internationalen Vergleich ausgesprochen gut diversifiziertes Portefeuille an Devisenreserven. </p><p>Allerdings ist zu beachten, dass der US-Dollar weiterhin die wichtigste Reserve- und Interventionsw\u00e4hrung bleibt und daher ein substanzieller Anteil der Devisenreserven in US-Dollars gehalten werden muss. Dabei f\u00fchren Kursschwankungen mitunter zu W\u00e4hrungsverlusten. Die Nationalbank hat indes einen langfristigen Anlagehorizont, sodass sich \u00fcber die Zeit Kursverluste in der Regel wieder durch Kursgewinne ausgleichen.</p><p>Bei der gegenw\u00e4rtigen Abschw\u00e4chung des Dollars handelt es sich um eine - angesichts des Leistungsbilanzdefizites der USA notwendige und zu erwartende - Korrektur der vorhergegangenen \u00dcberbewertung. Die mittelfristigen Aussichten f\u00fcr die US-Wirtschaft sind aber gut, und die Perspektiven f\u00fcr den US-Dollar sind trotz Handels- und Budgetdefizit in den USA nicht grunds\u00e4tzlich schlecht. Es gibt daher f\u00fcr die SNB keinen Grund, die verfolgte W\u00e4hrungsdiversifikation einseitig zulasten des US-Dollars aufzugeben.</p><p>Die Vorst\u00f6sse mit Tabellen und Grafiken k\u00f6nnen heruntergeladen werden unter: Ratsbetrieb / Curia Vista / Vorst\u00f6sse mit Tabellen und Grafiken, die in der Gesch\u00e4ftsdatenbank nicht abgebildet werden k\u00f6nnen.</p>  Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen.","FederalCouncilProposal":6,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1063152000000)\/","SubmittedBy":"Hess Bernhard","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1118966400000)\/","ResponsibleDepartment":7,"ResponsibleDepartmentName":"Finanzdepartement","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EFD","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"24","Category":null,"Modified":"\/Date(1763103864487)\/","SubmissionDate":"\/Date(1052352000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4618,"SubmissionLegislativePeriod":46,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Finanzwesen"}}