{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033261,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033261,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033261,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033261,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033261,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033261,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033261,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033261,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033261,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033261,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033261,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033261,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033261,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033261,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033261,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033261,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033261,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20033261,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"03.3261","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Terrassenlandschaften der Schweiz","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Ich beantrage dem Bundesrat, die n\u00f6tigen strategischen Anreize zu schaffen, um in enger Zusammenarbeit mit den interessierten Kantonen ein nationales Inventar der sch\u00fctzenswerten Terrassenlandschaften der Schweiz in die Wege zu leiten.</p>","ReasonText":"<p>Die Terrassenlandschaften sind die weltweit \u00e4lteste Form der b\u00e4uerlichen Landschaftsgestaltung und stellen ein eigentliches Kulturgut dar. Zahlreiche dieser Terrassen z. B. in den Anden, Zentralasien, auf Bali, den Philippinen, aber auch in Italien, Frankreich, Spanien und Griechenland sind als Unesco-Welterbegebiete, Biosph\u00e4renreservate, National- und Naturparks gesch\u00fctzt. Ihre touristische Bedeutung ist enorm.</p><p>Auch die Schweiz besitzt eindrucksvolle kleinere und gr\u00f6ssere Terrassenlandschaften, wie im Lavaux, im Zentralwallis, im Maggiatal, am Juras\u00fcdfuss und im Unterengadin. Wiesenterrassen sind teilweise \u00fcber 3500 Jahre alt (Ramosch, GR).</p><p>Viele dieser Gebiete sind heute nicht in einem Bundes- oder Kantonsinventar aufgef\u00fchrt und dadurch rechtlich nicht gen\u00fcgend gesch\u00fctzt. Der Grad der Erhaltung und der Bewirtschaftung von Trockenmauern und B\u00f6schungen ist entsprechend sehr unterschiedlich. Zahlreiche dieser Terrassen sind durch Nutzungsintensivierung (intensive Bewirtschaftung, \u00dcberbauung, Betonmauern statt Trockenmauern) bzw. Nutzungsauflassung (Vergandung und Einwaldung) bedroht. Dadurch droht eine Jahrhunderte, ja gar Jahrtausende alte Kulturgeschichte verloren zu gehen. Ein Bundesinventar, welches vom Bundesamt f\u00fcr Umwelt, Wald und Landschaft oder Bundesamt f\u00fcr Kultur koordiniert, aber aufgrund einheitlicher Kriterien von den Kantonen selbst erarbeitet werden k\u00f6nnte, w\u00fcrde einerseits die Sensibilisierung f\u00fcr die Erhaltung dieser \"Van-Gogh\"-Landschaften, wie sie die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz nennt, steigern, andererseits auch die effiziente und effektive Mittelverwendung sowie allenfalls neue Anreize zur Landschaftspflege beinhalten. In der EU steht bereits ein eigenes Programm mit Namen Proterra f\u00fcr die Terrassenpflege zur Verf\u00fcgung. F\u00fcr die Finanzierung der Erarbeitung eines Terrassenlandschafts-lnventars in der Schweiz sollen bestehende Instrumente in Kooperation mit den Kantonen (z. B. Regio-Plus) verwendet werden.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Terrassenlandschaften stellen wertvolle Elemente der Kulturlandschaft dar. Sie sind Lebensraum bedrohter Arten und Lebensgemeinschaften sowie Bestandteil unseres vielf\u00e4ltigen kulturellen Erbes. Zudem tragen sie zu einem attraktiven Landschaftsbild bei und sind deshalb auch touristisch von Bedeutung. Schliesslich leisten die Terrassen auch einen Beitrag zur Abwehr von Naturgefahren, indem sie Erosion verhindern sowie Murg\u00e4ngen und Lawinen vorbeugen.</p><p>Einzelne Terrassenlandschaften werden bereits heute durch das Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkm\u00e4ler von nationaler Bedeutung erfasst, sofern es sich um Vertreter spezifischer Landschaftstypen oder um charakteristische Einzelobjekte handelt (Beispiele: Linkes Bielerseeufer, Lavaux, Mont d'Orge, Piz Arina). Andere k\u00f6nnen in Biotopinventare nach Artikel\u00a018a des Bundesgesetzes \u00fcber den Natur- und Heimatschutz (NHG) aufgenommen werden, sofern sie bestimmte Lebensgemeinschaften von nationaler Bedeutung beherbergen. Weil Terrassenlandschaften eine sehr unterschiedliche Charakteristik aufweisen, die kaum in einem einzelnen Inventar methodisch korrekt erfasst werden k\u00f6nnte, existiert kein systematischer \u00dcberblick \u00fcber alle Terrassenlandschaften in der Schweiz.</p><p>Eine fl\u00e4chendeckende Inventarisierung der Terrassenlandschaften allein w\u00fcrde deren Erhaltung jedoch noch nicht garantieren. Eine auf Dauer ausgerichtete Erhaltung eines bestimmten Landschaftstyps kann nur dann Erfolg haben, wenn die Landnutzung sichergestellt ist. Es zeigt sich n\u00e4mlich, dass vielerorts, wo die urspr\u00fcngliche landwirtschaftliche Nutzung der Terrassen aufgegeben wurde, diese inzwischen zu Wald eingewachsen und nur noch als Relikte erkennbar sind. Dabei gilt es zu beachten, dass die Landnutzung Pflege und Unterhalt von Terrassenlandschaften auf einer selbsttragenden wirtschaftlichen Grundlage sicherstellt. Als geeignete Anreize, um die Bewirtschaftung solcher Landschaften weiterzuf\u00fchren, kommen dabei infrage: Labels f\u00fcr besondere regionale Produkte, wirtschaftliche Anreize und Labels f\u00fcr \u00f6kologische Produktionsformen, Unterst\u00fctzung von Massnahmen zur Sicherung und Erleichterung der Bewirtschaftung sowie Inwertsetzung der attraktiven Landschaften und anderer touristischer Dienstleistungsangebote. Entsprechende F\u00f6rderinstrumente sind vorhanden; die vorgeschlagene \u00c4nderung des NHG zur F\u00f6rderung von Natur- und Landschaftsparks k\u00f6nnte hier einen wichtigen Beitrag leisten.</p><p>Die Erhaltung der landschaftlichen Vielfalt der Schweiz, zu der auch die Terrassenlandschaften geh\u00f6ren, ist eine wichtige gemeinsame Aufgabe von Bund, Kantonen und Gemeinden. Der Bundesrat erachtet die Schaffung eines landschaftstypspezifischen neuen Inventars aus den dargelegten Gr\u00fcnden nicht als sinnvoll. Er ist jedoch bereit, das Anliegen der Motion bei seinen landschaftsrelevanten T\u00e4tigkeiten im Rahmen der geltenden gesetzlichen Vorgaben und der vorhandenen finanziellen Mittel zu beachten und die Kantone einzuladen, dies in ihrem Kompetenzbereich ebenfalls zu tun. Er wird den Kantonen zudem anbieten, gemeinsam mit ihnen geeignete Grunds\u00e4tze und Wege f\u00fcr die Erhebung und Erhaltung von Terrassenlandschaften auszuarbeiten.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.","FederalCouncilProposal":2,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1061942400000)\/","SubmittedBy":"Schmid Odilo","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1243468800000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52","Category":null,"Modified":"\/Date(1750816619593)\/","SubmissionDate":"\/Date(1054684800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4619,"SubmissionLegislativePeriod":46,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt"}}