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Historische Aufarbeitung","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird eingeladen, endlich eine fundierte historische Aufarbeitung der Problematik der Verdingkinder in die Wege zu leiten.</p>","ReasonText":"<p>Weil die F\u00fcrsorgepolitik in der Schweiz im Wesentlichen in die Kompetenz der Gemeinden und Kantone f\u00e4llt, fehlt nach wie vor eine nationale Studie \u00fcber die Art und Weise, wie die b\u00fcrgerliche Gesellschaft im 20. Jahrhundert gewisse soziale Fragen gel\u00f6st hat.</p><p>Dabei ist die Problematik der Verdingkinder ein (weiteres) dunkles Kapitel in der schweizerischen Sozial- und F\u00fcrsorgepolitik. Bisher sind aber nur sehr bruchst\u00fcckhaft unmenschliche Einzelschicksale von Verdingkindem in der \u00d6ffentlichkeit bekannt geworden.</p><p>Eine fundierte historische Studie ist auch aus zeitlichen Gr\u00fcnden dringend, weil sonst viele Zeitzeugen nicht mehr am Leben sind. Eine diesbez\u00fcgliche Studie w\u00e4re auch ein erster Schritt zur Aufarbeitung des Unrechtes, das zahlreichen Menschen in unserem Land widerfahren ist.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Die Problematik der Verdingkinder muss unter dem allgemeineren Blickwinkel der Sozialpolitik betrachtet werden, welche im Wesentlichen in die Kompetenz der Kantone und der Gemeinden f\u00e4llt.</p><p>Der Bundesrat hat im Jahre 2000 beim Schweizerischen Nationalfonds das nationale Forschungsprogramm 51 (NFP 51) mit dem Titel \"Integration und Ausschluss\" in Auftrag gegeben, das mit 12 Millionen Franken dotiert ist und in welchem auch die Sozialpolitik Gegenstand der Forschung ist.</p><p>In Anbetracht der Tatsache, dass die Forschungsarbeiten im Rahmen des NFP 51 in der zweiten H\u00e4lfte dieses Jahres anlaufen und deren Ergebnisse in drei Jahren vorliegen werden, erachtet es der Bundesrat derzeit als verfr\u00fcht, die Notwendigkeit einer durch den Bund finanzierten historischen Studie in diesem Bereich absch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen.</p><p>Der Bundesrat betont sein grunds\u00e4tzliches Interesse an einer fundierten Aufarbeitung dieses in der Tat schwierigen Kapitels in der Geschichte der Schweiz. Er ermutigt deshalb die Historiker und andere Forscher, sich dieses Themas anzunehmen und verweist auf die bestehenden F\u00f6rderungsm\u00f6glichkeiten, insbesondere auf diejenigen des Schweizerischen Nationalfonds.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion abzulehnen.","FederalCouncilProposal":3,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt, die Motion abzulehnen.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1064534400000)\/","SubmittedBy":"Baumann Ruedi","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1070928000000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28","Category":null,"Modified":"\/Date(1712760653817)\/","SubmissionDate":"\/Date(1055894400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4619,"SubmissionLegislativePeriod":46,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen"}}