{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033320,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033320,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033320,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033320,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033320,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033320,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033320,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033320,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033320,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033320,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033320,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033320,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033320,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033320,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033320,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033320,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033320,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20033320,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"03.3320","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Missstand bei der Jugend","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>1. Der Bundesrat wird beauftragt, wissenschaftliche Untersuchungen in die Wege zu leiten, die sich mit dem Malaise gewisser Jugendlicher befassen, die innerhalb der Gesellschaft orientierungslos geworden sind.</p><p>Mit diesen Forschungen soll zweierlei erreicht werden:</p><p>1.1 Analyse der Gr\u00fcnde und Ursachen, warum einige Jugendliche immer \u00f6fter grundlos und organisiert Gewalt anwenden;</p><p>1.2 Analyse der Gr\u00fcnde, warum andere Jugendliche \"sich aus der Gesellschaft verabschieden\" und Zuflucht in Drogen aller Art suchen.</p><p>Diese Forschungen sollen sowohl psychologische und soziale Aspekte (Betreuung, Bildung) als auch therapeutische und rechtliche Ans\u00e4tze ber\u00fccksichtigen.</p><p>2. Der Bundesrat soll aus den Ergebnissen dieser Forschungen die erforderlichen Schl\u00fcsse ziehen und Vorschl\u00e4ge unterbreiten, die es erlauben, dieser Situation entgegenzuwirken.</p>","ReasonText":"<p>Man kann sich die berechtigte Frage stellen, ob die Gr\u00fcnde, die gewisse junge Menschen dazu treiben, immer gewaltt\u00e4tiger zu werden, gleicher Natur sind wie die Ursachen, die andere dazu bringen, sich in den Rausch und die Abh\u00e4ngigkeit von Drogen aller Art zu st\u00fcrzen. Kann es sein, dass sich ein kleiner Teil der Jugendlichen orientierungslos f\u00fchlt, weil sie die Bezugspunkte innerhalb der Gesellschaft, in der sie leben, verloren haben und nicht einmal mehr die gesellschaftlichen Verbote kennen?</p><p>Die j\u00fcngsten Ereignisse machen dies deutlich, und die Gewaltbereitschaft scheint noch zuzunehmen. Allen Bem\u00fchungen zum Trotz wurde jedoch noch keine Methode gefunden, mit der dieser Entwicklung Einhalt geboten werden k\u00f6nnte. Es ist \u00e4usserst beunruhigend, dass in allen Bev\u00f6lkerungsschichten und insbesondere bei der jungen Generation eine Bagatellisierung von Gewalt und eine Verharmlosung des Drogenrausches und der Drogenabh\u00e4ngigkeit festgestellt werden muss.</p><p>Inwiefern haben renommierte Fachleute wie Nahum Frenck Recht, wenn sie sich wie folgt \u00e4ussern: \"Heute treffe ich als Kinderarzt und Familientherapeut auf Eltern, die keine Grenzen mehr setzen k\u00f6nnen und ihre Rolle als elterliche Autorit\u00e4t nicht mehr \u00fcbernehmen wollen. Deshalb k\u00f6nnen die Kinder auch nicht mehr Kinder sein, was sehr beunruhigend ist, weil die Kinder von Anfang an Angst haben.\" (Interview aus \"Le Temps\" vom 17. Juni 2003)</p><p>Fest steht, dass immer j\u00fcngere Teenager immer schlimmere Straftaten begehen. So verdoppelte sich die Zahl der weniger als 18-j\u00e4hrigen Straft\u00e4terinnen und Straft\u00e4ter zwischen 1995 und 2002; die Zahl der Strafurteile stieg von 7000 auf 14 000 an.</p><p>Angesichts einer solchen Entwicklung und in Anbetracht der mehr als 100 000 alkoholkranken Menschen sowie der 30 000 Personen mit Drogenproblemen scheint eine ganzheitliche Betrachtungsweise, wie sie von dieser Motion gefordert wird, angebracht.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat hat mit Besorgnis von den jugendlichen Gewaltakten der vergangenen Monate Kenntnis genommen. Es ist allerdings wichtig zu vermeiden, dass Gewalt auf ein spezifisches Ph\u00e4nomen der Jugend reduziert wird, und zwar insofern, als die von Jugendlichen ver\u00fcbten Gewaltakte wahrscheinlich nur die auff\u00e4lligsten und aufw\u00fchlendsten Indikatoren der Gewaltentwicklung und ihrer Wahrnehmung auf allen Ebenen der Gesellschaft sind.</p><p>Jugendgewalt hat komplexe Ursachen und muss deshalb mit einer umfassenden Strategie bek\u00e4mpft werden, welche sowohl die Pr\u00e4vention der gegen andere und gegen sich selbst gerichteten Gewalt als auch repressive strafrechtliche Massnahmen bei Gewalttaten mit einbezieht.</p><p>1. Was die Gr\u00fcnde f\u00fcr Jugendgewalt anbelangt, soll an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass sich in den letzen Jahren mehrere vom Bund finanzierte Studien und Forschungsprogramme mit Themen wie Jugendgewalt, Jugendkriminalit\u00e4t und Malaise der Jugendlichen allgemein befasst haben, um Gr\u00fcnde und Folgen solcher gesellschaftlicher Ph\u00e4nomene zu analysieren. Es seien hier nur die wichtigsten genannt: Das NFP 40 mit dem Namen \"Gewalt im Alltag und organisierte Kriminalit\u00e4t\", der Bericht der Eidgen\u00f6ssischen Kommission f\u00fcr Jugendfragen (EKJ) \"Pr\u00fcgeljugend - Opfer oder T\u00e4ter\" und das laufende NFP 52 mit dem Titel \"Kindheit, Jugend und Generationenbeziehungen im gesellschaftlichen Wandel\".</p><p>Die verschiedenen Untersuchungen haben gezeigt, dass die Gr\u00fcnde f\u00fcr Gewalt komplex sind. Aber allgemein kann man sagen, dass Personen mit objektiven und/oder subjektiven Erfahrungen von fehlender oder ungen\u00fcgender Integration in der Schule, in der Arbeitswelt und in der Gesellschaft allgemein eher dazu neigen, zu Gewalt zu greifen (gegen andere und/oder gegen sich selbst).</p><p>Die Forschungsarbeiten im Rahmen des NFP 52 sind im Laufe des Fr\u00fchlings 2003 in Angriff genommen worden (die Resultate werden in rund zwei Jahren verf\u00fcgbar sein). Aus diesem Grund h\u00e4lt es der Bundesrat gegenw\u00e4rtig nicht f\u00fcr notwendig, weitere Studien zu Jugendfragen in Auftrag zu geben.</p><p>2. Der Bund hat eine ganze Reihe von Massnahmen ergriffen, die regelm\u00e4ssig \u00fcberpr\u00fcft werden und deren Zielsetzung es ist, der Entwicklung gesellschaftlicher Probleme wie Gewalt, Kriminalit\u00e4t und Drogenmissbrauch vorzubeugen.</p><p>Das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit f\u00fchrt seit drei Jahren das nationale Pr\u00e4ventionsprogramm supra-f f\u00fcr gef\u00e4hrdete Jugendliche durch. Gegenw\u00e4rtig gibt es in sieben Kantonen 12 Pr\u00e4ventionszentren, an die sich Jugendliche mit pers\u00f6nlichen und sozialen Problemen richten k\u00f6nnen. Sie finden hier gezielte, auf sie pers\u00f6nlich abgestimmte Hilfe und Unterst\u00fctzung.</p><p>Das BAG plant ein zweites Programm (Sekund\u00e4re Pr\u00e4vention) f\u00fcr Jugendliche (2004-2007). Dieses Programm soll Probleme wie Gewalt, Drogen und psychische St\u00f6rungen aktiv angehen.</p><p>Der Bund unterst\u00fctzt auch Aktionen im Rahmen der Drogenpr\u00e4vention (Ohne Drogen - mit Sport? Voil\u00e0) und der Gesundheitsf\u00f6rderung (Programm Schule und Gesundheit, Jung und stark). Pr\u00e4ventive Wirkung haben gewiss auch die Massnahmen im Rahmen der sportlichen Aktivit\u00e4ten (LaOla, Cool and Clean) und der ausserschulischen Jugendaktivit\u00e4ten (Unterst\u00fctzung der Jugendverb\u00e4nde).</p><p>Im \u00dcbrigen soll daran erinnert werden, dass das Parlament bez\u00fcglich Strafmassnahmen das neue Bundesgesetz \u00fcber das Jugendstrafrecht angenommen hat, das eine bessere Differenzierung der Strafmassnahmen - von der Mediation bis zu h\u00e4rteren Strafen vor allem f\u00fcr die Altersstufe der 16-18-J\u00e4hrigen - vorsieht.</p><p>Die Jugendpolitik (Unterst\u00fctzung, Pr\u00e4vention, Strafmassnahmen) ist in erster Linie Sache der Kantone und Gemeinden: Der Bund engagiert sich hier im Rahmen seiner Kompetenzen. Die Kompetenzverteilung zwischen dem Bund, den Kantonen und den Gemeinden impliziert gewisse Schwierigkeiten, wenn es z. B. darum geht, wie hier gefordert, die vom Bund, den Kantonen und den Gemeinden getroffenen Massnahmen in Bezug auf die Pr\u00e4vention von Jugendgewalt zu evaluieren.</p><p>Informationshalber sei erw\u00e4hnt, dass zurzeit innerhalb der Bundesverwaltung das Projekt einer interdepartementalen Arbeitsgruppe ausgearbeitet wird, die sich mit den Folgearbeiten zur ausserordentlichen Sitzung der Uno-Generalversammlung f\u00fcr die Kinder befasst. Damit k\u00f6nnten, unter Ber\u00fccksichtigung der Aufgabenteilung zwischen dem Bund und den Kantonen, die T\u00e4tigkeiten des Bundes verst\u00e4rkt werden. Im Rahmen dieses Projektes soll in Zusammenarbeit mit den betroffenen Bundes\u00e4mtern gepr\u00fcft werden, ob das Aufgabengebiet der interdepartementalen Arbeitsgruppe auch die Jugendfragen umfassen soll. Eine \u00c4mterkonsultation zur besagten interdepartementalen Arbeitsgruppe ist f\u00fcr diesen Herbst vorgesehen.</p><p>Aufgrund des Dargelegten erachtet der Bundesrat die Forderungen des Motion\u00e4rs als erf\u00fcllt.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion abzuschreiben.","FederalCouncilProposal":4,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt, die Motion abzuschreiben.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1063929600000)\/","SubmittedBy":"Schmied Walter","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1118966400000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28","Category":null,"Modified":"\/Date(1712760588153)\/","SubmissionDate":"\/Date(1055894400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4619,"SubmissionLegislativePeriod":46,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen"}}