{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033603,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033603,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033603,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033603,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033603,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033603,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033603,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033603,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033603,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033603,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033603,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033603,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033603,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033603,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033603,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033603,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20033603,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20033603,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"03.3603","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Massnahmenplan f\u00fcr die Vereinbarkeit von Familie und Beruf *","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird eingeladen, einen umfassenden Massnahmenplan f\u00fcr die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erarbeiten. Er bezieht dabei Kantone, Gemeinden, Sozialpartner und NGO mit ein.</p>","ReasonText":"<p>Nach wie vor ist es in der Schweiz sehr schwierig, Beruf und Familie zu vereinbaren. Das f\u00fchrt u. a. dazu, dass immer mehr Frauen auf Kinder verzichten, weil sie sich im Dilemma zwischen Beruf und Kinder f\u00fcr den Beruf entscheiden. So bleibt heute jede dritte Frau kinderlos. Bei den Akademikerinnen verzichten mittlerweile gar vier von zehn Frauen auf Kinder.</p><p>Die Geburtenrate widerspiegelt diese Tendenz. Hatte vor 30 Jahren jede Frau in der Schweiz durchschnittlich 2,5 Kinder, sind es heute 1,5 Kinder (bei den Schweizerinnen 1,2 Kinder, bei den Ausl\u00e4nderinnen 1,8 Kinder). Um die Bev\u00f6lkerung ohne Einwanderung zu stabilisieren, br\u00e4uchte es eine Geburtenrate von 2,1 Kindern.</p><p>Gleichzeitig zeichnen sich erste Engp\u00e4sse auf dem Arbeitsmarkt ab. Vor allem in den konjunkturresistenten Bereichen wie Pflege und Unterricht (interessanterweise Berufe, in denen vor allem Frauen t\u00e4tig sind) werden wir bald mit personellen Engp\u00e4ssen zu k\u00e4mpfen haben. Der Ruf nach den Frauen f\u00fcr den Arbeitsmarkt wird rasch lauter werden.</p><p>Familien mit kleinen und mittleren Einkommen sind finanziell zunehmend unter Druck. In der Regel m\u00fcssen in diesen Haushalten beide Eltern einer Erwerbsarbeit nachgehen, wenn sie ihre Existenz aus eigener Kraft sichern und die Abh\u00e4ngigkeit von der Sozialhilfe vermeiden wollen. Da vielerorts die Betreuung der Kinder nicht geregelt ist, sind die Eltern gezwungen, ihre Kinder schon fr\u00fch alleine zu lassen. Gem\u00e4ss Aussagen des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes sind in der Schweiz 40 Prozent der schulpflichtigen Kinder regelm\u00e4ssig unbetreut.</p><p>Immer offensichtlicher wird, dass unsere Kinder mehr und fr\u00fcher in ihrem Leben Gelegenheiten zum sozialen Lernen brauchen. Die Kleinfamilien bieten dazu wenig Trainingsm\u00f6glichkeiten. Sieben von zehn Kindern haben h\u00f6chstens ein Geschwister. Jedes vierte Kind ist ein Einzelkind. Wenn man bedenkt, dass soziales Lernen vor allem in altersgemischten Gruppen statt finden kann, erstaunt es nicht, dass die Fortschritte in diesem Bereich in den klassischen Jahrgangskinderg\u00e4rten und Jahrgangsklassen eher klein sind. Altersgemischte Vorschulangebote wie Krippen und qualifizierte Tagesfamilien bleiben nach wie vor wenigen Kindern vorenthalten. </p><p>Erschreckendes hat die Pisa-Studie an den Tag gebracht. Durch die sp\u00e4te Einschulung, fehlende Tagesschulen und die mangelhafte Vorschulbetreuung sind Kinder aus sozial schw\u00e4cheren Familien schulisch in der Schweiz stark benachteiligt. Unser Schulsystem vermag die Herkunft der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler im Vergleich zu anderen L\u00e4ndern deutlich weniger gut auszugleichen.</p><p>Wenn Familie und Beruf dank guter Rahmenbedingungen befriedigend vereinbart werden k\u00f6nnen, er\u00f6ffnen sich neue Chancen. Junge Frauen haben eine Perspektive, auch mit Kindern beruflich aktiv und \u00f6konomisch selbstst\u00e4ndig zu bleiben. V\u00e4ter, deren Partnerin ebenfalls erwerbst\u00e4tig ist, tragen nicht mehr die volle Erwerbsverantwortung und sehen damit eher eine M\u00f6glichkeit, ihr Pensum etwas zu reduzieren. Familien in finanziell angespannten Verh\u00e4ltnissen wissen ihre Kinder gut betreut, w\u00e4hrend sie arbeiten. Kinder erhalten vermehrt die Chancen, ausserhalb der Kleinfamilie stabile und eigenst\u00e4ndige Beziehungen zu Erwachsenen und Kindern zu pflegen und damit ihre Sozialkompetenz zu entwickeln. Damit kann auch die Chancengleichheit zwischen den Kindern gest\u00e4rkt werden.</p><p>Die Schweiz hat also alles Interesse daran, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nachdr\u00fccklich zu f\u00f6rdern. Um die Umsetzung voran zu bringen, muss der Bund einen umfassenden Massnahmenkatalog erarbeiten. Damit dieser nicht zum Papiertiger verkommt, sind die verschiedenen Akteure von Anfang an mit einzubeziehen: Bund, Kantone und Gemeinden, aber auch die Sozialpartner und die NGO m\u00fcssen zusammenarbeiten. Der Bund muss den Prozess leiten, die verschiedenen Akteure zu Partnern machen und daf\u00fcr besorgt sein, dass die Massnahmen kongruent, klar zugewiesen, wirksam und rasch umsetzbar sind.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Es trifft zu, dass viele Familien in der Schweiz Probleme haben, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren. Damit k\u00f6nnen unerw\u00fcnschte Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum, den sozialen Ausgleich, die Gleichstellung von Frau und Mann sowie auf die Ausbildung verbunden sein. Im Zusammenhang mit der OECD-Studie \"Vereinbarkeit von Beruf und Familie\", die gegenw\u00e4rtig f\u00fcr die Schweiz fertig gestellt wird und deren Ergebnisse (Analyse und Empfehlungen) im Herbst publiziert werden, wird der Bundesrat auf die Problematik zur\u00fcckkommen. Bei der Ausarbeitung des Massnahmenplans wird der verfassungsm\u00e4ssigen Kompetenzordnung in der Schweiz sowie der Lage und den Perspektiven der \u00f6ffentlichen Finanzen, insbesondere auch des Bundeshaushaltes, besondere Beachtung geschenkt werden m\u00fcssen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.","FederalCouncilProposal":19,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1079049600000)\/","SubmittedBy":"Fehr Jacqueline","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1276732800000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28","Category":null,"Modified":"\/Date(1779236473227)\/","SubmissionDate":"\/Date(1071446400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4701,"SubmissionLegislativePeriod":47,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen"}}