{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20043116,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20043116,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20043116,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20043116,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20043116,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20043116,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20043116,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20043116,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20043116,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20043116,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20043116,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20043116,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20043116,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20043116,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20043116,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20043116,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20043116,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20043116,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"04.3116","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Invasive Neophyten","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Invasive Neophyten, aus fremdem Gebiet eingef\u00fchrte Pflanzen, die sich auf Kosten einheimischer Arten massiv ausbreiten, k\u00f6nnen grosse \u00f6kologische, wirtschaftliche, aber auch gesundheitliche Auswirkungen zur Folge haben. Besonders die aufrechte Ambrosie hat neben ihrer negativen \u00f6kologischen Auswirkung einen erheblich gesundheitsgef\u00e4hrdenden Charakter:</p><p>Die Ambrosie produziert ungew\u00f6hnlich viele Pollen. Diese Pollen besitzen ein hohes Allergiepotenzial.</p><p>Ambrosiepollen sind so aggressiv, dass auch bisher beschwerdefreie, pollenempfindliche Personen in Zukunft eine Allergie auf diese Pollen entwickeln k\u00f6nnen. Die allergischen Reaktionen bei Ambrosiepollen sind heftig und f\u00fchren oft zu Asthma. In der Schweiz, wo jeder siebente Mensch pollenallergisch ist, k\u00f6nnte dies zu enorm steigenden Gesundheitskosten f\u00fchren. In Quebec beispielsweise fallen j\u00e4hrliche ambrosiebedingte Gesundheits- und Bek\u00e4mpfungskosten von 50 Millionen Franken an. In Deutschland rechnet man mit etwa 1000 Franken pro Jahr f\u00fcr Patienten mit allergischem Asthma. Dies ergibt f\u00fcr Ambrosieallergiker Gesundheitskosten von 30 bis 75 Millionen Franken pro Jahr. Dies zu einem Zeitpunkt, in dem  die Ambrosie in Deutschland noch nicht sehr h\u00e4ufig ist.</p><p>Pollenkonzentrationen der aufrechten Ambrosie haben in den Pollenmessstationen Genf und Locarno in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen. Genfer und Tessiner Allergologen stellen denn auch vermehrt Allergien auf Ambrosiepollen fest. Nach den Erfahrungen in anderen L\u00e4ndern ist zu erwarten, dass sich diese Pflanze auch in weiteren Regionen der Schweiz ausbreitet, gesundheitliche Probleme und damit verbunden auch erhebliche Gesundheitskosten verursacht. Deshalb fragen wir:</p><p>1. Wie beurteilt der Bundesrat die Gef\u00e4hrdung durch die aufrechte Ambrosie, aber auch durch andere Neophyten (Heracleum mantegazzianum) hinsichtlich der:</p><p>- \u00f6kologischen Folgen;</p><p>- wirtschaftlichen Folgen;</p><p>- Folgen f\u00fcr die Gesundheitskosten?</p><p>2. Welche kurz- und langfristigen Massnahmen gegen die Invasion von Neophyten, insbesondere von gesundheitsbelastenden Neophyten, ist er bereit zu ergreifen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Neophyten sind Pflanzen, die ab 1500 nach Christus in unseren Breitengraden willentlich eingef\u00fchrt wurden oder auf nat\u00fcrlichem Weg eindrangen. Unter diesen Begriff fallen also sehr viele Pflanzen, u. a. einige der wichtigsten Kulturpflanzen der Schweiz (Mais, Kartoffeln, Soja). Zierpflanzen sind zu einem grossen Teil Neophyten. Es wird angenommen, dass es sich bei 11 Prozent der Pflanzen in der Schweiz um Neophyten handelt.</p><p>W\u00e4hrend eingef\u00fchrte Pflanzen grossmehrheitlich keine Probleme verursachen, besitzen einige davon negative Eigenschaften, die sie als invasiv erscheinen lassen. Der sch\u00e4dliche Charakter von Pflanzen mit hohem Allergiepotenzial, wie der Ambrosie, ist leicht erkennbar. Bei den meisten invasiven Neophyten zeigt jedoch nur die Erfahrung, ob sie zu Unkraut f\u00fcr die Kulturen oder in der nat\u00fcrlichen Umgebung zu einer untragbaren Konkurrenz f\u00fcr einheimische Arten werden.</p><p>Das Thema invasive Neophyten wird in der Schweiz seit einigen Jahren diskutiert. Eine Arbeitsgruppe der Schweizerischen Kommission f\u00fcr die Erhaltung von Wildpflanzen hat eine Liste der in der Schweiz als solche geltenden Pflanzen erstellt.</p><p>Auf europ\u00e4ischer Ebene verfolgt eine Expertengruppe der Pflanzenschutzorganisation f\u00fcr Europa und den Mittelmeerraum ein \u00e4hnliches Ziel; die Schweiz ist darin vertreten und sorgt f\u00fcr die Anerkennung ihrer Arbeiten in diesem Rahmen. Dank dieser Plattform kommen die Beobachtungen und Erfahrungen der verschiedenen europ\u00e4ischen L\u00e4nder zusammen, so dass Pflanzen, die in Europa zu wuchern drohen, aufgrund praktischer Erfahrungen rasch erkannt werden k\u00f6nnen.</p><p>Unseres Wissens gibt es keine Studien, die es erm\u00f6glichen, in der Schweiz die von bestimmten invasiven Neophyten verursachten \u00f6kologischen und wirtschaftlichen Kosten sowie die Gesundheitskosten zu beziffern.</p><p>2. Gegen besonders problematische invasive Neophyten k\u00f6nnen verschiedene Massnahmen erwogen werden. Erstens ist zu verhindern, dass solche Arten z. B. durch den Handel mit Pflanzen oder Samen \u00fcberhaupt eingeschleppt werden. Zweitens m\u00fcsste ein \u00dcberwachungsnetz eingerichtet werden, um festzustellen, ob eine bestimmte Pflanze in der Schweiz schon vorkommt und gegebenenfalls in welchem Ausmass. Massnahmen sind auch zu ergreifen, um die Pflanze entweder auszurotten oder ihre Ausbreitung zu verhindern. Schliesslich ist die Information der \u00c4rzte und der Allgemeinbev\u00f6lkerung von grosser Bedeutung.</p><p>Kurzfristig kommen Massnahmen gegen die Ambrosie aufgrund der Pflanzenschutzverordnung infrage. Angesichts des hohen Allergiepotenzials ihrer Pollen scheint diese Art am meisten Probleme zu verursachen. Bei den anderen Arten ist noch zu entscheiden, ob sie besonders problematisch sind. Es scheint zweckm\u00e4ssig, sich auf diese letzte Gruppe zu konzentrieren, um eine Streuung der Finanzmittel zu vermeiden, die insbesondere in den Kantonen zur Bek\u00e4mpfung bereitgestellt werden k\u00f6nnen.</p><p>In der Pflanzenschutzverordnung sind zur Vermeidung der Einschleppung und Verbreitung gef\u00e4hrlicher Organismen f\u00fcr die Pflanzen, z. B. des Feuerbrandes, \u00e4hnliche Massnahmen vorgesehen wie die oben beschriebenen. Massnahmen werden beim Handel mit Wirtspflanzen der betreffenden Krankheiten getroffen, um ihre Einf\u00fchrung in die Schweiz und ihre Verbreitung zu verhindern. Die genannte Verordnung legt f\u00fcr den Fall des Auftretens eines neuen gef\u00e4hrlichen Organismus auch Bek\u00e4mpfungsmassnahmen im Landesinnern fest. Die Umsetzung obliegt den Kantonen. Die kantonalen Pflanzenschutzdienste haben die Aufgabe, das Territorium zu \u00fcberwachen und bei Auftreten eines Schadorganismus Bek\u00e4mpfungsmassnahmen anzuordnen.</p><p>Bevor aufgrund der Verordnung Massnahmen gegen die Ambrosie angeordnet werden, ist eine Abstimmung mit den Kantonen erforderlich, da diese die Bek\u00e4mpfungsmassnahmen auf ihrem Territorium umzusetzen h\u00e4tten.</p><p>Es sind mehrere \u00c4mter auf verschiedenen Stufen von der Problematik der invasiven Neophyten betroffen; es wird notwendig sein, die entsprechende Koordination zu gew\u00e4hrleisten.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1084838400000)\/","SubmittedBy":"Heim Bea","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1087557035717)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1779236868560)\/","SubmissionDate":"\/Date(1079481600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4702,"SubmissionLegislativePeriod":47,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Gesundheit"}}