{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20051032,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20051032,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20051032,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20051032,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20051032,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20051032,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20051032,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20051032,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20051032,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20051032,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20051032,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20051032,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20051032,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20051032,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20051032,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20051032,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20051032,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20051032,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"05.1032","BusinessType":18,"BusinessTypeName":"Anfrage","BusinessTypeAbbreviation":"A","Title":"Betreuung von Frauen w\u00e4hrend Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Mit dem Postulat 02.3383, \"Besondere Nachbetreuung von W\u00f6chnerinnen\", vom 30. August 2002, das der Bundesrat auch entgegennahm, wurde er gebeten, einen Bericht \u00fcber den Gesundheitszustand von W\u00f6chnerinnen und deren Betreuung vorzulegen. Damit wurde einer Petition des Schweizerischen Hebammenverbandes Folge gegeben. Fachorganisationen weisen immer wieder darauf hin, dass die Erholungsm\u00f6glichkeiten und die Unterst\u00fctzung in der fr\u00fchen Mutterschaft mangelhaft sind und der Gesundheitszustand der M\u00fctter teilweise schlecht ist. Ich frage den Bundesrat deshalb an:</p><p>1. Welches sind die Ergebnisse des erw\u00e4hnten Berichtes, und wann werden diese ver\u00f6ffentlicht?</p><p>2. Wie beurteilt er den Gesundheitszustand von Schwangeren, W\u00f6chnerinnen und Stillenden sowie die bestehenden Betreuungsmodelle?</p><p>3. Erf\u00fcllen diese Modelle die Forderungen des KVG in Bezug auf ihre Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckm\u00e4ssigkeit, oder m\u00fcssen Alternativen mit entsprechenden Ressourcen zur Verf\u00fcgung gestellt werden?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Das Bundesamt f\u00fcr Sozialversicherung, zu welchem die Krankenversicherung damals noch geh\u00f6rte, hat eine Literatur\u00fcbersicht erstellen lassen (Nachbetreuung von W\u00f6chnerinnen, 2002), die sich vor allem auf internationale Studien bezieht. Sie sagt Folgendes aus: Es gibt diverse Betreuungsmodelle f\u00fcr W\u00f6chnerinnen. Sie basieren entweder auf institutioneller Nachbetreuung durch Spit\u00e4ler/Gesundheitszentren oder auf pers\u00f6nlicher Nachbetreuung durch Anbieter im Gesundheitswesen. Ambulante Angebote sind vor allem Hausbesuche, Praxiskonsultationen oder Telefonkontakte. Die Kernangebote der Nachbetreuung sind folgende: Erfassung gesundheitlicher Probleme; Schulung bez\u00fcglich der Ern\u00e4hrung, des Umgangs mit dem Kind und des Stillens; praktische Unterst\u00fctzung im Alltag.</p><p>2. Gest\u00fctzt auf die erw\u00e4hnte Literatur\u00fcbersicht, die Berichte \"Schwangerschaft, Mutterschaft, Erwerbst\u00e4tigkeit und Gesundheit\" (BAG, 2004) und \"Sexuelle und reproduktive Gesundheit in der Schweiz\" \"Synthesebericht des BAG, 2003) sowie auf Materialien zu einer nationalen Stillstudie (BAG, Publikation Ende 2005 vorgesehen) kann der Bundesrat die Frage wie folgt beantworten: Im internationalen Vergleich besteht in der Schweiz eine gute bis sehr gute Situation der Bev\u00f6lkerung bez\u00fcglich sexueller/reproduktiver Gesundheit, wobei Unterschiede zwischen Migrantinnen/Schweizerinnen bestehen. Die M\u00fcttersterblichkeit ist im internationalen Vergleich tief (bei Migrantinnen leicht h\u00f6her).</p><p>Heute kommen 55 Prozent aller j\u00e4hrlich in der Schweiz geborenen Kinder in Geburtskliniken zur Welt, die als \"stillfreundlich\" gelten (Unicef-Auszeichnung). Eine nationale Stillstudie zeigt, dass S\u00e4uglinge in einer solchen Klinik h\u00e4ufiger gestillt werden. Die WHO-Empfehlung (sechs Monate ausschliessliches Stillen) ist allerdings noch nicht erreicht (erst 25 Prozent der Kinder).</p><p>Die postnatale Gesundheit der M\u00fctter ist h\u00e4ufig durch psychische und/oder k\u00f6rperliche Symptome beeintr\u00e4chtigt. Postnatale Depression z. B. wird bei der Mehrzahl der Frauen nicht systematisch erkannt und deshalb nicht behandelt. Eine schlechte postnatale Gesundheit korreliert im \u00dcbrigen mit finanziellen Sorgen, schlechter Ausbildung, ledigem Zivilstand, mangelnder sozialer Unterst\u00fctzung. Neuere Langzeitstudien widerlegen die bisherige Annahme, dass die k\u00f6rperliche und psychische Gesundheit in der Regel acht Wochen nach der Geburt wiederhergestellt ist.</p><p>Wegen den zunehmend k\u00fcrzeren Hospitalisationen zur Entbindung ist die Nachbetreuung wichtig. Diese Betreuung nehmen Still- und Laktationsberaterinnen, M\u00fctterberaterinnen und Hebammen wahr. Unabh\u00e4ngig vom Betreuungsmodell h\u00e4ngt die Zufriedenheit der W\u00f6chnerinnen davon ab, inwieweit sie die Kontrolle und Entscheidungsm\u00f6glichkeit \u00fcber Dienstleistungsangebote, deren Dauer, H\u00e4ufigkeit und Zeitpunkt haben. Unterst\u00fctzungsangebote gem\u00e4ss Standardplan der Dienstleistungsanbieter entsprechen oft nicht den realen Bed\u00fcrfnissen der W\u00f6chnerinnen.</p><p>Bez\u00fcglich perinataler Betreuung und Familienplanungsfragen zeigt sich eine l\u00fcckenhafte Bedarfsdeckung bei Migrantinnen, bei jungen Frauen sowie bei unverheirateten M\u00fcttern.</p><p>3. Eine generelle Beurteilung der bestehenden Betreuungsmodelle bez\u00fcglich Wirksamkeit, Zweckm\u00e4ssigkeit und Wirtschaftlichkeit kann nicht vorgenommen werden, da die Modelle nicht integral der Leistungspflicht der obligatorischen Krankenversicherung unterstehen. Unabh\u00e4ngig vom Aufenthaltsort der W\u00f6chnerinnen werden folgende Mutterschaftsleistungen (Art. 29 KVG) von der Krankenversicherung verg\u00fctet: Kontrolluntersuchung nach der Entbindung, n\u00f6tige Pflege, Stillberatung. Letztere wird im Rahmen des KVG nur dann verg\u00fctet, wenn sie durch Hebammen oder speziell in Stillberatung ausgebildete Pflegefachpersonen durchgef\u00fchrt wird. Die gestellte Frage kann deshalb nicht abschliessend beantwortet werden, wobei f\u00fcr denjenigen Leistungsteil, der als KVG-Pflichtleistung gilt, immerhin festgehalten werden kann, dass die Wirksamkeit, Zweckm\u00e4ssigkeit und Wirtschaftlichkeit eine gesetzlich verbriefte Voraussetzung f\u00fcr die \u00dcbernahme der Kosten durch die Versicherer darstellt.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1116979200000)\/","SubmittedBy":"Goll Christine","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1116979200000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1763108157650)\/","SubmissionDate":"\/Date(1111017600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4707,"SubmissionLegislativePeriod":47,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}