{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053108,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053108,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053108,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053108,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053108,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053108,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053108,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053108,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053108,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053108,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053108,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053108,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053108,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053108,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053108,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053108,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053108,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20053108,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"05.3108","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Maturit\u00e4tsreform 1995. Allgemeine Hochschulreife infrage gestellt?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Ich ersuche den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Wie beurteilt er das Ergebnis der Evaluation der Maturit\u00e4tsreform 1995? Welche Folgerungen zieht er daraus? Ist er bereit, die vorliegende Evaluation durch eine Einsch\u00e4tzung der Hochschulreife nach objektiven Kriterien zu erg\u00e4nzen? Bezieht er dabei auch die Sichtweise der Hochschulen ein?</p><p>2. Wird trotz der Individualisierung der gymnasialen Ausbildung mit der Maturit\u00e4tsreform 1995 die allgemeine Hochschulreife erreicht?</p><p>3. Wie beurteilt der Bundesrat die sehr bedenkliche Einsch\u00e4tzung der Vorbereitung auf die Ingenieurwissenschaften? Welchen Handlungsbedarf sieht er?</p><p>4. Stellt er bei den Hochschulen Tendenzen fest, dass in bestimmten Studienrichtungen zunehmend auf spezielle Vorkenntnisse abgest\u00fctzt wird? Wird damit die allgemeine Hochschulreife und die Freiheit der Studienwahl infrage gestellt? Welches ist die Haltung des Bundesrates zu allf\u00e4lligen Aufnahmepr\u00fcfungen?</p>","ReasonText":"<p>Der Bund und die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren haben eine gesamtschweizerische Evaluation der Maturit\u00e4tsreform 1995 durchgef\u00fchrt. Nun liegt ein erster Bericht dazu vor. Diesem Bericht k\u00f6nnen wir entnehmen, dass aus der subjektiven Sicht der Jugendlichen die allgemeine Hochschulreife anscheinend erreicht wird. Andere Stellen des Berichtes lassen jedoch den Zweifel aufkommen, ob dieses Ziel und auch die Freiheit der Studienwahl erf\u00fcllt werden. Mit dem neuen MAR 95 wollte man die allgemeine G\u00fcltigkeit des Maturit\u00e4tsausweises als Zugang zu einem frei w\u00e4hlbaren Universit\u00e4ts- oder ETH-Studium sicherstellen.</p><p>Mit rund einem Viertel aller Maturandinnen und Maturanden f\u00fchlt sich aber doch eine erhebliche Zahl von Jugendlichen schlecht oder eher schlecht auf die meisten Studienrichtungen vorbereitet. Die Vorbereitung auf die technisch-mathematisch ausgerichteten \"harten\" Ingenieurwissenschaften wird von 86 Prozent (!) als schlecht oder eher schlecht beurteilt. Im Durchschnitt f\u00fchlen sich die Maturandinnen und Maturanden lediglich auf 5,9 der 13 Studienrichtungen vorbereitet.</p><p>Aus der Sicht der Hochschulen interessiert, welche Vorbildung die k\u00fcnftigen Studierenden mitbringen. Wenn nun die im Gymnasium besuchten Schwerpunktf\u00e4cher mit der k\u00fcnftigen Studienrichtung inhaltlich verwandt sind, f\u00fchrt dies bei den Jugendlichen zu einer recht positiven Einsch\u00e4tzung der Hochschulvorbereitung. Es gibt nun Studienrichtungen, wie beispielsweise Mathematik/Informatik oder Medizin, die bei Studienbeginn einen sehr hohen Anteil von spezifisch vorbereiteten Studierenden aufweisen. Die Hochschulen k\u00f6nnten nun tendenziell dazu \u00fcbergehen, diese Vorkenntnisse vorauszusetzen. Damit w\u00fcrden all jene in Schwierigkeiten geraten, die \u00fcber ein anderes gymnasiales Bildungsprofil verf\u00fcgen. Die allgemeine Hochschulreife w\u00fcrde damit infrage gestellt. Die Freiheit der Studienwahl wird jedoch nicht nur von der Bildungspolitik postuliert, sondern von den Maturandinnen und Maturanden auch genutzt. Bei entsprechenden Selektionskriterien d\u00fcrfte es allenfalls auch zu vermehrten Studienabbr\u00fcchen kommen. Schliesslich stellen wir zunehmend auch heute schon fest, dass \u00fcber Aufnahmepr\u00fcfungen laut nachgedacht wird.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bund und die Kantone haben 1995 gemeinsam eine neue Maturit\u00e4tsanerkennungsregelung beschlossen. Bereits 2001 haben sie eine zweiphasige Evaluation dieser Reform begonnen: In der ersten Phase wurden bei den Direktbeteiligten (Lernende, Lehrende, Schulleitungen usw.) verschiedene Aspekte zur Umsetzung der Reform untersucht. In der zweiten Phase, die derzeit geplant und ab 2006 umgesetzt werden soll, geht es prim\u00e4r um den Ausbildungsstand der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler am Ende der gymnasialen Ausbildung. Im Zentrum wird die Qualit\u00e4t der Ausbildung stehen und damit die Frage, ob unsere Maturandinnen und Maturanden die angestrebte allgemeine Hochschulreife mit der \"neuen\" Matur tats\u00e4chlich erreichen. Der Interpellant bezieht sich auf die Resultate der Phase eins.</p><p>Auf die einzelnen Fragen kann wie folgt geantwortet werden:</p><p>1. Der Bundesrat stellt fest, dass die Reform 95 laut den Ergebnissen der ersten Evaluationsphase bei den Beteiligten insgesamt positiv aufgenommen worden ist, dass die seinerzeit angestrebte st\u00e4rkere Individualisierung durch das gr\u00f6ssere und flexiblere F\u00e4cherangebot weitgehend erreicht ist und die verschiedenen anderen \u00c4nderungen (verst\u00e4rkte Interdisziplinarit\u00e4t usw.) offenbar keine wesentlichen Probleme bieten. Insgesamt kommen die Schulen zum Schluss, dass sich die Unterrichtsqualit\u00e4t und die Lernmotivation mit der Reform positiv entwickelt haben.</p><p>Dies sind f\u00fcr den Bundesrat grunds\u00e4tzlich erfreuliche Ergebnisse. Er ist aber der Auffassung, dass die Einsch\u00e4tzungen der Betroffenen an den Gymnasien nur einen Teil des Bildes darzustellen verm\u00f6gen. Genauso wichtig ist die Einsch\u00e4tzung der Reform aus der Sicht der Hochschulen und anderer Abnehmer. Dies wird in der oben skizzierten zweiten Phase erfolgen. Die Frage nach der Qualit\u00e4t soll weiter gefasst werden, und es sollen in dieser Phase weitere Elemente einbezogen werden, damit ein m\u00f6glichst objektives Bild erstellt werden kann (Analyse von Anforderungen in Lehrpl\u00e4nen, Skripten und zentralen Lehrb\u00fcchern sowie universit\u00e4ren Zwischenpr\u00fcfungen, Entwicklung und Durchf\u00fchrung von Tests zur \u00dcberpr\u00fcfung der Zielerreichung usw.). Eine weitere wichtige Frage wird die Entwicklung von neuen Elementen der Qualit\u00e4tssicherung auf Gymnasialstufe sein, die sich in das geplante schweizerische Bildungsmonitoring integrieren lassen.</p><p>2. Ob mit der verst\u00e4rkten Individualisierung der gymnasialen Ausbildung die allgemeine Hochschulreife erreicht wird, l\u00e4sst sich im Moment noch nicht sagen. Erst mit dem Abschluss der zweiten Evaluationsphase wird dazu eine schl\u00fcssige Antwort gegeben werden k\u00f6nnen.</p><p>3. In der ersten Evaluationsphase wurden die Maturandinnen und Maturanden u. a. auch gefragt, wie sie ihre Vorbereitung auf k\u00fcnftige Studienrichtungen einsch\u00e4tzen. Diese Einsch\u00e4tzung war mit Bezug auf die m\u00f6gliche Wahl der Ingenieurwissenschaften in der Tat sehr skeptisch. Allerdings sind subjektive Einsch\u00e4tzungen zu einem Zeitpunkt, wo die Betroffenen die einzelnen Anforderungen des betreffenden universit\u00e4ren Studiums noch gar nicht kennen, zu relativieren. Es stimmt jedoch bedenklich, dass das Resultat mit Bezug auf die Ingenieurwissenschaften vergleichsweise schlecht ist. Aus der Sicht des Bundesrates wird die Stellung der mathematisch-naturwissenschaftlichen F\u00e4cher in der Maturit\u00e4tsanerkennungsregelung zu \u00fcberpr\u00fcfen sein.</p><p>4. F\u00fcr den Bundesrat ist an unseren Hochschulen keine generelle Tendenz feststellbar, wonach f\u00fcr die einzelnen Studienrichtungen zunehmend auf spezielle Vorkenntnisse abgest\u00fctzt wird. Er setzt sich nach wie vor f\u00fcr eine qualitativ hochstehende, selektive gymnasiale Ausbildung und Maturit\u00e4t ein, die auch k\u00fcnftig allgemeine Hochschulreife ausweist und dementsprechend Zugang zu allen Studienrichtungen verschafft. Dies hat allerdings auch zur Konsequenz, dass bei einer kommenden Revision der Maturit\u00e4tsanerkennungsregelung alles unternommen werden muss, damit die verlangte Qualit\u00e4t erreicht und mit einem entsprechenden Verfahren auch l\u00e4ngerfristig sichergestellt wird.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1116374400000)\/","SubmittedBy":"Stadler Hansruedi","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1118750200530)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"32","Category":null,"Modified":"\/Date(1763101534573)\/","SubmissionDate":"\/Date(1110931200000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":4707,"SubmissionLegislativePeriod":47,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Bildung"}}