{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053188,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053188,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053188,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053188,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053188,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053188,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053188,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053188,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053188,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053188,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053188,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053188,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053188,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053188,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053188,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053188,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053188,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20053188,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"05.3188","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"Sprachenunterricht in der Berufsbildung","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Dem Bundesrat werden folgende Auftr\u00e4ge erteilt:</p><p>- Er erstellt ein Verzeichnis der Berufsbildungsg\u00e4nge, in denen den Lernenden kein Unterricht einer zweiten Sprache angeboten wird.</p><p>- Mit der Einrichtung der Laufbahn Lehre-Berufsmaturit\u00e4t-Fachhochschule wollte man die Berufsbildung f\u00fcr s\u00e4mtliche Berufe aufwerten. Der Bundesrat pr\u00fcft, welche Auswirkungen der Verzicht auf das Obligatorium einer zweiten Sprache auf die Erreichung dieses Zieles hat.</p><p>- Er pr\u00fcft, ob es sinnvoll w\u00e4re, f\u00fcr Lernende, die eine Berufsmaturit\u00e4t anstreben, generell den Unterricht einer zweiten Sprache vorzusehen.</p><p>- Falls die soeben erw\u00e4hnte Massnahme nur schwer realisierbar ist, pr\u00fcft der Bundesrat, ob den Lernenden ein Wahlfachkurs f\u00fcr eine zweite Sprache durchgehend angeboten werden kann, z. B. - f\u00fcr Lehrlinge, die in einem Sportklub aktiv mitmachen - anstelle des Turnunterrichtes, als Randstunde am Ende des Schultages oder allenfalls auch in Form von monatlichen Blockveranstaltungen.</p>","ReasonText":"<p>Grundkenntnisse einer zweiten Sprache sind ein entscheidender Vorteil f\u00fcr den Einstieg ins Berufsleben, und zwar unabh\u00e4ngig vom Beruf, den die Jugendlichen in Ausbildung anstreben. Solche Kenntnisse sind sehr wertvoll, sei es f\u00fcr den Kontakt mit einer immer kosmopolitischer werdenden Kundschaft, sei es f\u00fcr den Zugang zu berufsspezifischer technischer Dokumentation oder als Voraussetzung f\u00fcr eine berufliche Mobilit\u00e4t, die immer notwendiger wird, damit den dynamischen Bed\u00fcrfnissen der Wirtschaft entsprochen werden kann. Die Lehrpl\u00e4ne der obligatorischen Schulbildung tragen dieser Tatsache bereits Rechnung, umfassen sie doch alle - unabh\u00e4ngig vom Schultyp - den Unterricht einer zweiten Sprache.</p><p>\u00dcber diesen Sachverhalt wurde im Rahmen der Beratung des neuen Berufsbildungsgesetzes ausgiebig diskutiert, und erst im Laufe der dritten Beratung hat der Nationalrat darauf verzichtet, in den Berufsbildungsg\u00e4ngen den Unterricht einer zweiten Sprache obligatorisch zu erkl\u00e4ren. Daraus ergeben sich nun allerdings betr\u00e4chtliche Hindernisse f\u00fcr die Lernenden bestimmter Berufe, die eine Berufsmaturit\u00e4t anstreben.</p><p>Eine Reihe von Berufsbildungsg\u00e4ngen, z. B. f\u00fcr den B\u00e4cker- oder den Metzgerberuf, sehen die Weiterf\u00fchrung des Unterrichtes einer zweiten Sprache im Rahmen der den Lernenden vermittelten schulischen Bildung nicht vor. Diejenigen von ihnen, die eine Berufsmaturit\u00e4t erwerben wollen, um in eine h\u00f6here Berufsbildung einzusteigen, m\u00fcssen eine Aufnahmepr\u00fcfung in Mathematik, aber eben auch in zwei Fremdsprachen (in der Westschweiz also z. B. Deutsch und Englisch) bestehen. Diese Pr\u00fcfung der Sprachkenntnisse erfolgt nach dem Erwerb des eidgen\u00f6ssischen F\u00e4higkeitszeugnisses, mit dem f\u00fcr eine Reihe von Berufen die drei- bis vierj\u00e4hrige Grundbildung ohne Unterricht einer zweiten Sprache abgeschlossen wird.</p><p>Dieser \"Kontinuit\u00e4tsbruch\" im Sprachenunterricht macht den Eintritt in eine Berufsmaturit\u00e4tsklasse f\u00fcr die meisten Lernenden der betreffenden Bildungsg\u00e4nge faktisch sehr schwierig, ja unm\u00f6glich. Die betroffenen Jugendlichen schaffen es nur sehr selten, gleichzeitig ihr mathematisches Wissen und ihre Kenntnisse in zwei Sprachen so zu verbessern, dass sie das erforderliche Niveau f\u00fcr den Eintritt in eine Maturit\u00e4tsklasse erreichen. Als einzige M\u00f6glichkeit bleibt ihnen die Absolvierung eines Vorbereitungsjahres vor der Aufnahmepr\u00fcfung, aber diese Alternative ist f\u00fcr zahlreiche Familien der jungen Berufsleute nicht erschwinglich.</p><p>Die schulische Bildung f\u00fcr Lernende, die in einem Lehrbetrieb ausgebildet werden, ist auf wenige Stunden beschr\u00e4nkt. Deshalb ist nach L\u00f6sungen zu suchen, die sich in den w\u00f6chentlichen Schultag integrieren lassen und die vermeiden, dass die Lernenden dem Lehrbetrieb noch l\u00e4nger fernbleiben. Denkbar w\u00e4re es z. B. f\u00fcr Lehrlinge, die in einem Sportklub aktiv mitmachen, den Unterricht einer zweiten Sprache anstelle des Turnunterrichtes anzubieten; infrage k\u00e4me auch eine Lektion am Ende des Schultages oder allenfalls monatliche Blockveranstaltungen.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Nachdem 2004 das neue Berufsbildungsgesetz (BBG) und die neue Berufsbildungsverordnung (BBV) in Kraft getreten sind, m\u00fcssen innert f\u00fcnf Jahren s\u00e4mtliche \u00fcber 200 Berufe grundlegend \u00fcberarbeitet werden. Die bisherigen Ausbildungs- und Pr\u00fcfungsreglemente werden durch Verordnungen \u00fcber die berufliche Grundbildung ersetzt.</p><p>Die drei Verbundpartner in der Berufsbildung - die Organisationen der Arbeitswelt, der Bund und die Kantone - beteiligen sich an diesem Reformprozess. Damit ist gew\u00e4hrleistet, dass jede Ausbildung in Bezug auf die neuen gesetzlichen Grundlagen und die st\u00e4ndig wachsenden Anforderungen der Arbeitswelt \u00fcberdacht wird.</p><p>Die Verhandlungen der eidgen\u00f6ssischen R\u00e4te \u00fcber die Einf\u00fchrung einer zweiten Sprache haben die grosse Bedeutung sprachlicher Kompetenzen im Berufsleben deutlich gemacht. Der Gesetzgeber hat im BBG (Art. 15 Abs. 4) festgehalten, dass die Frage des obligatorischen Unterrichtes einer zweiten Sprache in den Verordnungen \u00fcber die berufliche Grundbildung geregelt werden muss. Gem\u00e4ss BBV ist in der Regel eine zweite Sprache vorzusehen (Art. 12 Abs. 2). Ziel ist, die Kenntnisse der Lernenden in einer zweiten Sprache zu verst\u00e4rken.</p><p>Bei den Reformarbeiten ist f\u00fcr jeden Beruf zu bestimmen, ob eine zweite Sprache eine berufsspezifische Qualifikation darstellt oder als Teil der Allgemeinbildung vermittelt werden soll. Nach dieser Massgabe wird der Unterricht einer zweiten Sprache ins Ausbildungsprogramm integriert. Die Sprachausbildung geht keinesfalls zulasten des Turnunterrichtes. </p><p>Ausbildungsg\u00e4nge, die keine zweite Sprache vorsehen, m\u00fcssen die Ausnahmen bleiben. Die Organisationen der Arbeitswelt, die sich gegen eine zweite Sprache entscheiden, haben diesen Entscheid bei den Revisionsarbeiten anhand der Besonderheiten des Berufes zu begr\u00fcnden.</p><p>Die umfassende Reform der bisherigen Berufsbildungsreglemente f\u00fchrt dazu, dass die Frage des Unterrichtes einer zweiten Sprache von Fall zu Fall genau gepr\u00fcft wird. Da s\u00e4mtliche Berufsbildungsg\u00e4nge revidiert werden, ist es nicht n\u00f6tig, ein Verzeichnis der Berufsbildungsg\u00e4nge zu erstellen, in denen kein Unterricht einer zweiten Sprache vorgesehen wird. </p><p>Abschliessend sei darauf hingewiesen, dass die Berufsfachschulen gehalten sind, freiwillige Sprachkurse anzubieten (Art. 20 Abs. 4 BBV). Dies tr\u00e4gt zur Verbesserung der Sprachkenntnisse der Lernenden auf einer individuellen und freiwilligen Basis bei, unabh\u00e4ngig davon, ob sie eine Berufsmatur anstreben oder nicht.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposal":20,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1116979200000)\/","SubmittedBy":"Beck Serge","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1237507200000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"32","Category":null,"Modified":"\/Date(1779241506050)\/","SubmissionDate":"\/Date(1111104000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4707,"SubmissionLegislativePeriod":47,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Bildung"}}