{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053558,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053558,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053558,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053558,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053558,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053558,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053558,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053558,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053558,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053558,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053558,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053558,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053558,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053558,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053558,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053558,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053558,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20053558,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"05.3558","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Agrarpolitik 2011. Weniger Giesskanne","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Landwirtschaftspolitik kommt den Steuerzahler und Konsumenten immer noch sehr teuer zu stehen. Trotz Strukturwandel und j\u00e4hrlicher Abnahme der Landwirtschaftsbetriebe von gegen 3 Prozent ist der Zahlungsrahmen 2008-2011 mit stattlichen 13,458 Milliarden Franken nur unwesentlich kleiner als in der Periode 2004-2007. Die vermehrte Umlagerung von Marktst\u00fctzungsmassnahmen in Direktzahlungen ist zwar richtig, aber bei den verschiedenen Formen von Direktzahlungen gibt es immer noch zu viele \"Giesskannen-Subventionen\" mit wenig direktem Bezug zur Abgeltung von konkreten gemeinwirtschaftlichen Leistungen. Es gibt Grossbetriebe, die j\u00e4hrlich bis zu 100 000 Franken Direktzahlungen erhalten, was mit Blick auf andere Berufsgruppen, beispielsweise das Gewerbe, und die \u00fcbrige Bev\u00f6lkerung als stossend erscheint. Dazu kommt die Notwendigkeit, angesichts des angespannten Finanzhaushaltes des Bundes, die \u00f6ffentlichen Mittel m\u00f6glichst sparsam und wirkungsvoll einzusetzen.</p><p>Angesichts dieser Ausgangslage bitte ich den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Wie viele Landwirtschaftsbetriebe erhalten heute Direktzahlungen von mehr als 75 000 Franken pro Jahr? Wie viele davon sind nicht darauf angewiesen?</p><p>2. Ist der Bundesrat der Auffassung, dass solche hohe Betr\u00e4ge pro Betrieb mit Blick auf die angespannte Lage des Bundeshaushaltes, die Situation der \u00fcbrigen Bev\u00f6lkerung und der anderen Berufsgruppen noch gerechtfertigt werden k\u00f6nnen?</p><p>3. Besteht nicht die Gefahr, dass mit der Umlagerung der Marktst\u00fctzungsmittel auf neue Direktzahlungen f\u00fcr praktisch alle Produzenten (RGVE-Betrag) wiederum die Giesskanne zum Einsatz kommt?</p><p>4. Ist der Bundesrat bereit, die Direktzahlungen pro Betrieb nach oben zu begrenzen, beispielsweise mit einem degressiven Auslaufen der Beitr\u00e4ge?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Das heutige Direktzahlungssystem besteht aus verschiedenen Beitragstypen, mit welchen die gemeinwirtschaftlichen und \u00f6kologischen Leistungen der Landwirtschaft den Vorgaben der Agrarpolitik entsprechend differenziert unterst\u00fctzt werden. Daher kann nicht von Giesskannen-Subventionen gesprochen werden.</p><p>1. Bei den Direktzahlungen handelt es sich nicht um eine Lohnzahlung, sondern um Leistungsabgeltungen, welche einen Bestandteil der Einnahmen eines Betriebes bilden. Massgebende Gr\u00f6sse f\u00fcr die Beurteilung der Einkommen in der Landwirtschaft ist einerseits der Arbeitsverdienst pro Familienarbeitskraft und andererseits aber auch das Gesamteinkommen. Der Arbeitsverdienst betrug im Mittel der Jahre 2002/2004 35 275 Franken und das Gesamteinkommen einer Familie inklusive ausserlandwirtschaftlichem Nebenerwerb 76 115 Franken pro Jahr. Nach den Auswertungen der Agroscope FAT T\u00e4nikon sind sowohl kleine als auch grosse Betriebe auf die Direktzahlungen angewiesen.</p><p>Im Jahre 2004 erhielten 5107 Betriebe oder rund 9 Prozent der direktzahlungsberechtigten Betriebe mehr als 75 000 Franken Direktzahlungen pro Jahr. Davon befinden sich 3540 Betriebe oder rund 69 Prozent im H\u00fcgel- und Berggebiet. Dieser hohe Anteil des H\u00fcgel- und Berggebietes ist insbesondere auf die spezifischen Beitr\u00e4ge zum Ausgleich der erschwerten Produktionsbedingungen, aber auch auf den h\u00f6heren Anteil an \u00f6kologischen Ausgleichsfl\u00e4chen und Biobetrieben zur\u00fcckzuf\u00fchren.</p><p>2. Die Direktzahlungen sind in Relation zur erbrachten Leistung bemessen und unter Ber\u00fccksichtigung der tats\u00e4chlichen Einkommenssituation zu betrachten. Gr\u00f6ssere Betriebe erbringen mehr gemeinwirtschaftliche Leistungen und schaffen vor dem Hintergrund eines in der Regel h\u00f6heren Arbeitsaufwandes auch Einkommen f\u00fcr mehrere Personen oder Familien. In diesem Sinn stellt der Vergleich zu anderen Berufsgruppen kein Problem dar, zumal Beitragsbegrenzungen bestehen (vgl. Frage 4).</p><p>3. Die Marktst\u00fctzungsmittel sollen, wie in der Vernehmlassungsunterlage zur \"AP 2011\" dargelegt, nicht generell, sondern gezielt zugunsten der vom Abbau betroffenen Bereich umgelagert werden. Ebenso ist zugunsten der H\u00fcgel- und Berglandwirtschaft eine Erh\u00f6hung der Beitr\u00e4ge f\u00fcr die Haltung Raufutter verzehrender Nutztiere unter erschwerenden Produktionsbedingungen vorgesehen. Mit der Umlagerung werden die mit dem Abbau der Marktst\u00fctzung verbundenen Preissenkungen nur teilweise kompensiert.</p><p>4. Die Direktzahlungen sind heute pro Standardarbeitskraft (SAK) auf 65 000 Franken begrenzt. Dazu kommt die Begrenzung nach Einkommen und Verm\u00f6gen. Ausserdem gilt bis Ende 2007 eine Abstufung nach Fl\u00e4che und Tierzahl. Diese wurde im Rahmen der \"AP 2007\" abgeschafft, da sie einerseits dem Prinzip der Leistungsabgeltung widerspricht und andererseits dem Strukturwandel entgegenwirkt. Die SAK stellt ein geeignetes Abgrenzungskriterium dar, da sie die Betriebsgr\u00f6sse nicht nach Fl\u00e4che und Tierzahl, sondern nach einem standardisierten Bewirtschaftungsaufwand erfasst. Damit werden beispielsweise gr\u00f6ssere Betriebe, auf welchen zwei Familien oder mehr arbeiten, nicht ungerechtfertigt benachteiligt.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1133481600000)\/","SubmittedBy":"Walker Felix","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1165499406970)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"55","Category":null,"Modified":"\/Date(1779235795613)\/","SubmissionDate":"\/Date(1128470400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4709,"SubmissionLegislativePeriod":47,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Landwirtschaft"}}