{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053571,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053571,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053571,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053571,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053571,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053571,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053571,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053571,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053571,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053571,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053571,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053571,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053571,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053571,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053571,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053571,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053571,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20053571,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"05.3571","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Verschreibung von Psychopharmaka an Schulkinder und Jugendliche","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Seit einiger Zeit wird in Presseartikeln, aber auch in pers\u00f6nlichen Zuschriften auf die in der Schweiz angeblich grossz\u00fcgige Verschreibung von Psychopharmaka, speziell Ritalin und analogen Produkten, an sogenannte ADHD-Kinder und -Jugendliche hingewiesen und auf entsprechende gesundheitliche Risiken aufmerksam gemacht. Ich ersuche den Bundesrat, in diesem Zusammenhang folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Der Wirkstoff von Ritalin (Methylphenidat) und seinen Analogieprodukten ist ein Amphetamin und f\u00e4llt unter die Bestimmungen des Bet\u00e4ubungsmittelgesetzes. Kann der Bundesrat angeben, wie viele Schulkinder und Jugendliche bis 18 Jahre in der Schweiz im Jahre 2004 aufgrund der \u00e4rztlichen Verschreibungspflicht mit Ritalin und analogen Produkten bzw. mit anderen Psychopharmaka behandelt werden? Wie verteilen sich diese Verschreibungen in Bezug auf Kantone, Alter, Geschlecht und Nationalit\u00e4t der behandelten Kinder und Jugendlichen?</p><p>2. Sind dem Bundesrat F\u00e4lle von Zusammenh\u00e4ngen zwischen der Verschreibung von Ritalin oder analogen Produkten und sp\u00e4terer Drogensucht der Patientin bzw. der Patienten bekannt? Werden die behandelten Patientinnen und Patienten diesbez\u00fcglich \u00fcberwacht und begleitet? Falls nein, weshalb nicht?</p><p>3. Stimmt es, dass unter Aufsicht des BAG versuchsweise Ritalin oder analoge Produkte an (Kokain-)Drogens\u00fcchtige abgegeben werden? Wenn ja, seit wann? Bei wie vielen Patienten? Auf welcher rechtlichen Grundlage werden solche Versuche abgest\u00fctzt?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Grosshandel und Hersteller werden hinsichtlich Bet\u00e4ubungsmittel von Swissmedic, dem schweizerischen Heilmittelinstitut, engmaschig kontrolliert. Nebst der Buchf\u00fchrungspflicht muss jede Lieferung eines Bet\u00e4ubungsmittels Swissmedic innerhalb eines Monates gemeldet werden. Swissmedic kann den Weg, welchen ein Bet\u00e4ubungsmittel von der Herstellung bis in den Detailhandel zur\u00fccklegt, verfolgen. Dadurch soll verhindert werden, dass solche Substanzen in illegale Kan\u00e4le gelangen. Die Abgabe an den Patienten hingegen wird nicht mehr durch Swissmedic erfasst, sondern geh\u00f6rt in den Verantwortungsbereich der Kantone. Somit verf\u00fcgt Swissmedic auch \u00fcber keine Verschreibungsdaten. Diese k\u00f6nnen nur durch Sammeln und Auswerten von Bet\u00e4ubungsmittelrezepten seitens der kantonalen Gesundheitsbeh\u00f6rden erfolgen. Teilauswertungen diesbez\u00fcglich wurden durchgef\u00fchrt und sind in folgenden Publikationen ver\u00f6ffentlicht worden: im Artikel des Bulletins des Bundesamtes f\u00fcr Gesundheit (BAG-Bulletin 15, 284-289) vom 8. April 2002, \"Entwicklung der Anzahl Verschreibungen f\u00fcr Ritalin (Methylphenidat) im Kanton Neuenburg zwischen 1996 und 2000\", sowie im Bericht \u00fcber eine 2001 in Morges durchgef\u00fchrte Studie \"Die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivit\u00e4ts-St\u00f6rung bei Kindern und Jugendlichen\" (abrufbar unter http://www.suchtundaids.bag.admin.ch/imperia/md/content/forschung/50.pdf).</p><p>2. Ein erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr eine Suchtentwicklung ist bei kontrollierter und \u00e4rztlich verschriebener Anwendung aufgrund der heute bekannten Fakten nicht gegeben. Hierzu liegen weltweit \u00fcber 3000 Untersuchungen vor, die durch aktuelle Konsensuspapiere der f\u00fchrenden amerikanischen Psychiaterorganisationen best\u00e4tigt wurden. Im Gegenteil bestehen Hinweise darauf, dass Personen mit ADHS/ADS, die nicht mit den therapeutischen Stimulantien (z. B. Ritalin) behandelt werden, ein erh\u00f6htes Risiko tragen, eine entsprechende Suchterkrankung mit anderen, verwandten Substanzen zu entwickeln. Der Einsatz von Medikamenten erfolgt meist im Rahmen einer ganzheitlichen Behandlung (Unterst\u00fctzung, Psycho-, Ergo- und Familientherapie).</p><p>3. Das BAG unterst\u00fctzt finanziell eine Pilotstudie, die \u00fcberpr\u00fcfen soll, ob sich Ritalin f\u00fcr die Behandlung der Kokainabh\u00e4ngigkeit eignet. Die Studiendurchf\u00fchrung (Verantwortung) obliegt der Psychiatrischen Universit\u00e4tsklinik Basel.</p><p>Die Betreuung und Behandlung von Kokainpatienten und -patientinnen stellt Suchtfachleute vor besondere Schwierigkeiten. Bislang sind keine wirklich spezifischen Therapien f\u00fcr die Behandlung Kokainabh\u00e4ngiger bekannt. Allerdings haben bisherige Behandlungsversuche mit Methylphenidat (Ritalin) und die Anwendung von verhaltensorientierter Gruppenpsychotherapie-Interventionen (cognitive behavioral therapy, CBT) in einigen Studien im Ausland teilweise erfolgversprechende Ergebnisse hervorgebracht.</p><p>Um die Wirksamkeit dieser erw\u00e4hnten Behandlungsformen genauer zu erforschen, wurde zwischen Juli 2004 und September 2005 eine Pilotstudie an 64 Patienten und Patientinnen, welche in einer \u00e4rztlich kontrollierten heroingest\u00fctzten Behandlung sind und gegenw\u00e4rtig regelm\u00e4ssig Kokain konsumieren, durchgef\u00fchrt. Die Durchf\u00fchrung der Studie wurde Ende September 2005 abgeschlossen. Die erste Auswertung der Resultate wird Anfang 2006 erwartet. Sobald der Schlussbericht vorliegt, wird so rasch wie m\u00f6glich \u00fcber die Form und den Zeitpunkt der Information bzw. Publikation, welche zusammen mit den Vertragspartnern erfolgen wird, entschieden werden.</p><p>Das BAG kann aufgrund von Artikel\u00a015c Absatz\u00a01 des Bet\u00e4ubungsmittelgesetzes (SR 812.121) und des Bundesratsbeschlusses vom 20. Februar 1991 (Massnahmen zur Verminderung der Drogenprobleme) die Forschung im Zusammenhang mit den vier S\u00e4ulen f\u00f6rdern und finanziell unterst\u00fctzen. Die Durchf\u00fchrung der Studie st\u00fctzt sich auf die Bestimmungen des Heilmittelrechtes (Verordnung \u00fcber klinische Versuche mit Heilmitteln; SR 812.214.2), daher findet eine Zusammenarbeit zwischen BAG und Swissmedic in diesem Bereich statt.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1132704000000)\/","SubmittedBy":"W\u00e4fler Markus","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1134726212543)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690524561930)\/","SubmissionDate":"\/Date(1128556800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4709,"SubmissionLegislativePeriod":47,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}