{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053593,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053593,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053593,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053593,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053593,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053593,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053593,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053593,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053593,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053593,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053593,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053593,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053593,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053593,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053593,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053593,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20053593,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20053593,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"05.3593","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Anzahl chronischer Schmerzpatienten. Gesundheitspolitischer Handlungsbedarf?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Gesamtkosten, die dem Staat aufgrund von chronischem Schmerz entstehen, belaufen sich nach Experten auf eine H\u00f6he, die den Kosten f\u00fcr Krebs- und Herz/Kreislauferkrankungen entspricht. Kurz- und l\u00e4ngerfristige Arbeitsausf\u00e4lle, Einkommensverluste und finanzielle Belastungen strapazieren zunehmend unser Sozialsystem. Chronischer Schmerz z\u00e4hlt zu den h\u00e4ufigsten Gr\u00fcnden, \u00c4rzte zu konsultieren.</p><p>Deshalb ist eine professionelle Schmerzdiagnostik und -therapie auch Aufgabe jedes einzelnen Arztes. Nur wenn Schmerz fr\u00fchzeitig behandelt wird, besteht die M\u00f6glichkeit, die Chronifizierung mit all ihren Folgen f\u00fcr den Patienten, sein Umfeld, die Gesellschaft und den Staat zu verhindern. Studien (z. B. Pain in Europe Survey 2003) belegen, dass chronischer Schmerz in der Schweiz und in ganz Europa ein erhebliches gesundheitspolitisches Problem darstellt.</p><p>1. Schliesst der Bundesrat aus der Tatsache, dass 16 Prozent der Schweizer Bev\u00f6lkerung an chronischen Schmerzen leiden, es bestehe gesundheitspolitischer Handlungsbedarf?</p><p>2. Gedenkt der Bundesrat, den zunehmenden Patientenzahlen und der daraus resultierenden Kostensteigerung f\u00fcr die Diagnose und Behandlung von chronischem Schmerz entgegenzutreten?</p><p>3. Wie stellt sich der Bundesrat zum Vorschlag (die Schweizerische Gesellschaft zum Studium des Schmerzes - SGSS - beantragt Zertifizierung von Fach\u00e4rzten bei der FMH), die Studierenden an den medizinischen Fakult\u00e4ten in Zukunft auch in der Diagnostik und Therapie des chronischen Schmerzes aus- und fortzubilden? Die SGSS ist die wissenschaftliche Schmerzgesellschaft in der Schweiz. Als Mitglied der europ\u00e4ischen Vereinigung der international t\u00e4tigen Gesellschaften EFIC (European Federation of International Association for Study of Pain Chapters) f\u00fchrt sie im Oktober 2005 zum f\u00fcnften Mal die \"European Week Against Pain\" durch. Ziel dieser internationalen Aktionswoche sind Einstellungsver\u00e4nderungen, die erforderlich sind, damit der chronische Schmerz und damit verbundene Aspekte die geb\u00fchrende Aufmerksamkeit erhalten. Angesprochen werden medizinische Fachpersonen, Politiker, Patienten und die breite \u00d6ffentlichkeit.</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat teilt die vom Interpellanten geltend gemachten Feststellungen zu den wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen chronischer Schmerzen, der f\u00fcr die Betroffenen resultierende Einbusse an Lebensqualit\u00e4t und dem Risiko von Fr\u00fchinvalidisierung und gesellschaftlicher Marginalisierung.</p><p>1. Der Bundesrat ist der Ansicht, dass das heutige Gesundheitsversorgungssystem und seine Finanzierungsmechanismen eine ad\u00e4quate Behandlung und Betreuung von Patienten mit chronischen Schmerzen erm\u00f6glicht. Seines Erachtens besteht deshalb kein akuter gesundheitspolitischer Handlungsbedarf, zumal er - wie unten zu Frage 2 aufgef\u00fchrt - bereits Massnahmen zum besseren Umgang mit dieser Herausforderung f\u00fcr das Gesundheitswesen ergriffen hat.</p><p>2. Unter Ber\u00fccksichtigung der aktuellen Kompetenzaufteilung im Gesundheitsbereich hat der Bund bereits Massnahmen zur besseren Bew\u00e4ltigung des Problems der chronischen Schmerzen ergriffen. So wurde im Januar 2003 das nationale Forschungsprogramm \"Muskuloskeletale Gesundheit und chronische Schmerzen\" (NFP 53) mit einem Budget von 12 Millionen Franken bewilligt, wovon ein F\u00f6rderanteil von 3 Millionen Franken f\u00fcr die Forschungen betreffend chronische Schmerzen reserviert ist. Die Forschungsarbeiten sind in der Zwischenzeit weit fortgeschritten. Anl\u00e4sslich einer Standortbeurteilung wird die Leitungsgruppe Ende 2005 die in der Bewilligung ausdr\u00fccklich geforderte Umsetzungsorientierung \u00fcberpr\u00fcfen und auf den Abschluss hin verst\u00e4rken.</p><p>Im Weiteren ist die Frage der zuk\u00fcnftigen Regelung der Pr\u00e4vention nicht\u00fcbertragbarer chronischer Krankheiten, welche eine der wichtigsten Ursachen chronischer Schmerzen darstellen, ein Bestandteil der vom Eidgen\u00f6ssischen Departement des Innern initiierten \u00dcberpr\u00fcfung der Pr\u00e4vention und Gesundheitsf\u00f6rderung sowie deren aktueller gesetzlicher Regelung (vgl. dazu die Stellungnahme des Bundesrates zum Postulat SGK-S 05.3230 und Humbel N\u00e4f 05.3161).</p><p>Zu einer Verbesserung der Behandlung und Betreuung von Patienten mit chronischen Schmerzen wird auch eine F\u00f6rderung der integrierten Versorgung beitragen, wie sie der Bundesrat in der Botschaft betreffend die \u00c4nderung des Bundesgesetzes \u00fcber die Krankenversicherung (Managed Care) vom 15. September 2004 (04.062) vorschl\u00e4gt.</p><p>3. Angesichts der demografischen Entwicklung und der damit verbundenen Zunahme chronischer Krankheiten werden in der Medizin die Krankheitsbegleitung und die Schmerzlinderung neben der Behandlung und der Heilung an Bedeutung gewinnen. Es ist deshalb notwendig, dass die Studierenden an den medizinischen Fakult\u00e4ten in Zukunft vermehrt in der Diagnostik und Therapie des chronischen Schmerzes ausgebildet werden und bef\u00e4higt werden, Patientinnen und Patienten und ihre Angeh\u00f6rigen ganzheitlich zu begleiten und zu betreuen.</p><p>Der von der Schweizerischen Medizinischen Interfakult\u00e4tskommission (SMIFK) und den Fakult\u00e4ten verbindlich erkl\u00e4rte Schweizerische Lernzielkatalog f\u00fcr die Ausbildung thematisiert die Diagnostik und Therapie chronischer Schmerzen aus der Sicht der einzelnen Krankheitsbilder. Dieser fragmentierte Blick ist aus heutiger Sicht ungen\u00fcgend. Das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit vereinbarte deshalb mit der SMIFK, dass das Ausbildungsziel betreffend chronische Schmerzen im Zuge der aktuellen Revision des Lernzielkataloges bis Mitte 2006 explizit aufgenommen wird. Damit erh\u00e4lt die Diagnostik und Therapie chronischer Schmerzen im Medizinstudium den gleichen Stellenwert wie die palliative Pflege (vgl. Motion Men\u00e9trey-Savary 03.3405, Problematik der Suizidbeihilfe als Unterrichtsfach an medizinischen Fakult\u00e4ten).</p><p>Zweifellos muss auch in der \u00e4rztlichen Weiterbildung der Behandlung und Begleitung von chronischen Schmerzpatienten Rechnung getragen werden. Es ist jedoch nicht vorgesehen, einen eidgen\u00f6ssischen Weiterbildungstitel zu schaffen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1132704000000)\/","SubmittedBy":"Gutzwiller Felix","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1134726266207)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690533216550)\/","SubmissionDate":"\/Date(1128556800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4709,"SubmissionLegislativePeriod":47,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}