{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20061020,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20061020,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20061020,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20061020,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20061020,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20061020,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20061020,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20061020,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20061020,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20061020,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20061020,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20061020,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20061020,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20061020,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20061020,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20061020,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20061020,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20061020,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"06.1020","BusinessType":18,"BusinessTypeName":"Anfrage","BusinessTypeAbbreviation":"A","Title":"Landeskarten mit extrem mundartlicher Schreibweise?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Eine Arbeitsgruppe unter der Federf\u00fchrung des Bundesamtes f\u00fcr Landestopographie hat im Mai 2005 einen Entwurf f\u00fcr neue \"Toponymische Richtlinien der Schweiz\" vorgelegt. Die vorgeschlagene Richtlinie schl\u00e4gt f\u00fcr die Schreibweise der Lokalnamen den Grundsatz \"Schreibe, was du h\u00f6rst und wie du sprichst\" vor, d. h., sie pl\u00e4diert f\u00fcr eine extrem mundartliche Schreibung. Die Namen sollten also so geschrieben werden, wie sie am entsprechenden Ort gesprochen werden, beispielsweise Totuflieji - H\u00f6je Laas - D\u00fc\u00fcheltor - Besch Hieti.</p><p>Damit widerspricht die vorgesehene Richtlinie dem Hauptzweck jeder Karte. Karten m\u00fcssen Orientierung erm\u00f6glichen, d. h. auch, sie m\u00fcssen allgemeinverst\u00e4ndlich und leicht lesbar sein, und zwar nicht nur f\u00fcr Ortsans\u00e4ssige. Insbesondere f\u00fcr Schweizerinnen und Schweizer aus anderen Sprachregionen und f\u00fcr Touristen sind extremmundartliche Schreibweisen weder verst\u00e4ndlich noch aussprechbar.</p><p>Im Rahmen des Neuentwurfes des Geoinformationsgesetzes soll auch die den Richtlinien \u00fcbergeordnete \"Verordnung \u00fcber die Orts-, Gemeinde- und Stationsnamen\" angepasst werden. Die neuen Richtlinien sollen die \"Weisungen f\u00fcr die Erhebung und die Schreibweise der Lokalnamen bei Grundbuchvermessungen in der deutschsprachigen Schweiz\" des Eidgen\u00f6ssischen Justiz- und Polizeidepartementes von 1948 ersetzen. Der jetzige Vorschlag ist zwar aus lokalsprachkundlicher Sicht interessant, er kann aber zu Unsicherheiten und Verst\u00e4ndlichkeitsproblemen f\u00fchren, z. B. bei Rettungsdiensten. Zudem f\u00fchrt die Umstellung zu erheblichen Folgekosten in der Grundbuchvermessung, bei der Nachf\u00fchrung der Landeskarten sowie der Stadt- und Ortspl\u00e4ne und bei Beschilderungen.</p><p>Die erneute Diskussion dieser Sprachregelung scheint mir \u00fcbertrieben und unn\u00f6tig. Sie widerspricht auch den Anstrengungen, wieder vermehrt die hochdeutsche Sprache zu verwenden. Mein Vorstoss richtet sich indes in keiner Weise gegen die Erfassung des hohen Guts der Flur- und Ortsnamen in ihrer lokalen Sprachform. Der Ort, wo dieses Gut gesammelt und in feiner Differenzierung darzustellen ist, sind jedoch nicht die Karten, sondern die kantonalen Namenb\u00fccher. Die Fertigstellung dieser Namenb\u00fccher, insbesondere auch in der Westschweiz, sollte Priorit\u00e4t haben.</p><p>1. Ist der Bundesrat nicht auch der Meinung, dass an der Regelung von 1948, die einen sinnvollen Kompromiss zwischen berechtigter Schrifttradition und reiner Lokalsprache darstellte, festgehalten werden sollte?</p><p>2. Was gedenkt er zu tun, damit die kantonalen Namenb\u00fccher speditiv fertiggestellt und sorgf\u00e4ltig weitergef\u00fchrt werden?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Mit den \"Toponymischen Richtlinien der Schweiz\" (TR05) soll den Kantonen ein zeitgem\u00e4sses, verl\u00e4ssliches und praktikables Instrument zur Regelung der Lokalnamenschreibweise in die Hand gegeben werden. Die vom Bundesamt f\u00fcr Landestopografie als Entwurf vorgestellten TR05 sehen vor, die fast schon sechzigj\u00e4hrigen \"Weisungen f\u00fcr die Erhebung und Schreibweise der Lokalnamen von 1948\" (W48) zu \u00fcberarbeiten: Insbesondere sollen einige Grunds\u00e4tze oder Schreibregeln der W48 pr\u00e4zisiert bzw. erg\u00e4nzt sowie Widerspr\u00fcche und Unstimmigkeiten m\u00f6glichst beseitigt werden. Auf diese Weise k\u00f6nnen die zum Teil kantonal unterschiedlichen Interpretationen der W48 einander angen\u00e4hert werden.</p><p>Die TR05 stellen keine Kehrtwende in der bisherigen Nomenklaturpraxis dar. Sie f\u00fchren auch zu keiner grossfl\u00e4chigen \u00dcberarbeitung der Nomenklatur und bleiben in enger Anlehnung an die W48. Sie kommen \u00fcberdies prim\u00e4r im Rahmen von Revisionen zur Anwendung, die ohnehin vorgesehen w\u00e4ren.</p><p>Dagegen ist es die Absicht, den deutschschweizerischen \"Nomenklatur-Kurs\" mit den Richtlinien innerhalb genauer definierten Leitplanken zu halten, um l\u00e4ngerfristig eine gewisse Harmonisierung der Entscheide der kantonalen Nomenklaturkommissionen zu erreichen. So wird beispielsweise mit einer restriktiven Bezeichnung der Vokall\u00e4ngen der exzessiv lautnahen Namenschreibung entgegengetreten.</p><p>1. Der Bundesrat teilt die Auffassung, wonach die W48 einen sinnvollen Kompromiss zwischen berechtigter Schrifttradition und reiner Lokalsprache darstellen. Der darin in Artikel\u00a07 aufgestellte Grundsatz, Namen von geringer, lokaler Bedeutung seien in Anlehnung an die orts\u00fcbliche Aussprache zu schreiben, ist auch heute unbestritten.</p><p>2. Der Bundesrat hat keinen Einfluss auf die Produktion der Namenb\u00fccher, welche alleine in der Kompetenz der Kantone liegt. Zudem sieht er nur einen geringen Zusammenhang zwischen den Namenb\u00fcchern, welche haupts\u00e4chlich eine sorgf\u00e4ltige, m\u00f6glichst l\u00fcckenlose Erschliessung, Dokumentation und Deutung s\u00e4mtlicher Toponyme bezwecken, und den TR05, welche die Schreibpraxis bei Lokalnamen betreffen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1148428800000)\/","SubmittedBy":"Riklin Kathy","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1148428800000)\/","ResponsibleDepartment":6,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Verteidigung, Bev\u00f6lkerungsschutz und Sport","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"VBS","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2831","Category":null,"Modified":"\/Date(1750802462090)\/","SubmissionDate":"\/Date(1142985600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4711,"SubmissionLegislativePeriod":47,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Kultur"}}