{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20061167,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20061167,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20061167,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20061167,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20061167,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20061167,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20061167,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20061167,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20061167,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20061167,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20061167,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20061167,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20061167,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20061167,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20061167,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20061167,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20061167,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20061167,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"06.1167","BusinessType":18,"BusinessTypeName":"Anfrage","BusinessTypeAbbreviation":"A","Title":"Die Frage nach der Sprache in der Volksz\u00e4hlung hat f\u00fcr die Rumantschia grosse Bedeutung","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>In der Schweiz werden seit 1850 alle zehn Jahre Volksz\u00e4hlungen durchgef\u00fchrt, die seit 1860 auch die sprachliche Zugeh\u00f6rigkeit der Befragten ermitteln. Zwischen 1880 und 1980 wurde nach der \"Muttersprache\" gefragt. 1990 und 2000 wurden statt dessen zwei Fragen gestellt:</p><p>\"Welches ist die Sprache, in der Sie denken und die Sie am besten beherrschen?\" (bestbeherrschte Sprache) und \"Welche Sprache(n) sprechen Sie regelm\u00e4ssig</p><p>a. zu Hause, mit Angeh\u00f6rigen,</p><p>b. in der Schule, im Erwerbsleben, im Beruf?\" (gesprochene Sprache).</p><p>Im Vergleich mit den Volksz\u00e4hlungen bis 1980 erm\u00f6glicht die heutige Frageweise wohl eine detailliertere Analyse der sprachlichen Situation. Den Bed\u00fcrfnissen der R\u00e4toromanen vermag jedoch auch die neue Frageart nicht gerecht zu werden. Abgesehen von Kleinkindern und einigen wenigen \u00e4lteren Personen sind alle R\u00e4toromanen heute zwei- oder mehrsprachig, weder die erste noch die zweite Frage der Volksz\u00e4hlung kommt daher dem tats\u00e4chlichen Sprachgebrauch entgegen.</p><p>Das im Oktober 2006 verabschiedete Sprachengesetz des Kantons Graub\u00fcnden stellt in mehreren f\u00fcr den Erhalt des R\u00e4toromanischen ganz entscheidenden Bestimmungen auf den Anteil der Romanisch sprechenden Personen in einer Gemeinde ab: insbesondere Artikel\u00a016/17 betreffend die Amtssprachen, Artikel\u00a018-22 betreffend die Schulsprachen, Artikel\u00a023 betreffend den Wechsel der Amts- oder Schulsprache sowie Artikel\u00a024 betreffend die Kreise. Gibt die Statistik der Volksz\u00e4hlung aufgrund der gew\u00e4hlten Fragestellung nicht in zutreffender und gen\u00fcgend aufschlussreicher Weise Auskunft dar\u00fcber, k\u00f6nnen die gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze des Romanischen in keiner Weise ihren Zweck erf\u00fcllen; sie bleiben toter Buchstabe (vgl. zur mangelnden Aussagekraft der Statistiken: Jean Jacques Furrer, Die aktuelle Lage des Romanischen, Bundesamt f\u00fcr Statistik, 2005). Die Frage nach der Sprache in der Volksz\u00e4hlung hat eine f\u00fcr die Rumantschia lebenswichtige Bedeutung und gen\u00fcgt in der jetzigen Form nicht.</p><p>Wir ersuchen den Bundesrat deshalb um Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Teilt er auch die Meinung, dass die jetzige Fragestellung den Bed\u00fcrfnissen des R\u00e4toromanischen zu wenig gerecht wird und dass dadurch ohne zu wollen die Rumantschia geschw\u00e4cht wird?</p><p>2. Ist er auch der Meinung, dass Frage eins (bestbeherrschte Sprache) die Anstrengungen und den Fortschritt auf dem Gebiet der Zweisprachigkeit bei den R\u00e4toromanen zu wenig beachtet?</p><p>3. Ist er ferner nicht ebenfalls der Meinung, dass selbst auch Frage zwei (gesprochene Sprache/n) mit ihrer Einschr\u00e4nkung auf die drei erhobenen Bereiche nicht alle Bereiche des tats\u00e4chlichen Sprachgebrauchs ermitteln l\u00e4sst?</p><p>4. Muss daraus nicht gefolgert werden, dass f\u00fcr 2010 eine offenere Fragestellung n\u00f6tig wird, damit ein vollst\u00e4ndigeres und realistischeres Bild der Rumantschia entsteht, das f\u00fcr sie insbesondere aufgrund des neuen Sprachengesetzes des Kantons Graub\u00fcnden lebenswichtig ist?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat schl\u00e4gt dem Parlament in seiner Botschaft zur Totalrevision des Bundesgesetzes \u00fcber die eidgen\u00f6ssische Volksz\u00e4hlung (06.093) eine Neukonzeption der Volksz\u00e4hlung vor: Die demographischen Grundmerkmale sowie Geb\u00e4ude- und Wohnungsmerkmale werden mit einer Registerz\u00e4hlung, basiert auf den Einwohnerregistern der Kantone und Gemeinden und den wichtigsten Bundespersonenregistern sowie dem eidgen\u00f6ssischen Geb\u00e4ude- und Wohnungsregister, j\u00e4hrlich erfasst. Mit einer j\u00e4hrlichen Strukturerhebung bei 200'000 Personen werden die nicht in den Registern enthaltenen Merkmale erhoben. Thematische Stichprobenerhebungen erlauben schliesslich eine thematische Vertiefung in den Bereichen Verkehr, Familie und Generationen, Gesundheit, Bildung sowie Sprache und Religionen. Mit dieser Neukonzeption kann die Sprachenfrage der r\u00e4toromanischen Gemeinschaft besser untersucht werden als mit der traditionellen Volksz\u00e4hlung. Voraussetzung dazu ist allerdings, dass die Stichprobengr\u00f6sse, gezielt auf einzelne Regionen oder kleinere Sprachgemeinschaften, erh\u00f6ht wird. Die konkreten Fragestellungen zur Sprache sollen in enger Zusammenarbeit mit den betroffenen und interessierten Stellen (Kanton Graub\u00fcnden, Lia rumantscha) konkretisiert werden.</p><p>Die einzelnen Fragen beantwortet der Bundesrat folgendermassen:</p><p>1. Vertreter der r\u00e4toromanischen Sprachgemeinschaft haben in den letzten Jahren wiederholt darauf hingewiesen, dass die seit 1990 geltende Fragestellung im Rahmen der Volksz\u00e4hlung ihren Bed\u00fcrfnissen nicht ganz gerecht wird. Im Grundsatz teilt der Bundesrat diese Auffassung. Mit der Neukonzeption der Volksz\u00e4hlung 2010, wie sie der Bundesrat vorschl\u00e4gt, k\u00f6nnen die Fragen nach dem Sprachverhalten der r\u00e4toromanischen Sprachgemeinschaft in Zukunft jedoch sehr viel differenzierter und thematisch sehr viel breiter erfasst werden, wobei auch die Frage der Sprachkompetenz ber\u00fccksichtigt werden kann. Der Kanton Graub\u00fcnden kann, je nach Bedarf, die Strukturerhebung bzw. die entsprechende Stichprobenerhebung zur Vertiefung der Sprachenfrage mit finanziellen Mitteln, die bereits bisher f\u00fcr die Volksz\u00e4hlung eingesetzt wurden, aufstocken, um zu den gew\u00fcnschten Informationen zu gelangen.</p><p>2. Mit der Frage eins (bestbeherrschte Sprache) wurde bisher die Entwicklung der Sprachen in ihrem Verh\u00e4ltnis zueinander ermittelt. Falls nun zahlreiche R\u00e4toromanen infolge der Schul- und Bildungslage alles in allem besser Deutsch als die eigene Sprache beherrschen und diese wahrheitsgetreu bisher als bestbeherrschte Sprache angaben, ergaben sich Fehlinterpretationen zuungunsten der r\u00e4toromanischen Sprache. Damit wurde der Zweisprachigkeit bei den R\u00e4toromanen bis zur Volksz\u00e4hlung 1980 zu wenig Beachtung geschenkt. Deshalb hat der Bundesrat im Jahre 1990 den Fragekatalog der Volksz\u00e4hlung mit der Frage nach den gesprochenen Sprachen erg\u00e4nzt, um differenziertere Informationen zum Sprachgebrauch zur Verf\u00fcgung zu stellen. </p><p>3. Der Bundesrat ist ebenfalls der Meinung, dass selbst auch die Frage zwei (gesprochene Sprache/n) nicht ausreichend ist, um den tats\u00e4chlichen Sprachgebrauch zu ermitteln. Das Sprachverhalten in den verschiedenen Lebensbereichen (Familie, Beruf, Bildung) sollte umfassendender erfasst werden. In einer Vollerhebung k\u00f6nnten die Fragen aus Kapazit\u00e4tsgr\u00fcnden jedoch kaum weiter differenziert werden. Die vom Bundesrat vorgeschlagene Neukonzeption der Volksz\u00e4hlung mit einer thematischen Stichprobenerhebung, in der die Sprachenfrage vertieft angegangen werden kann, bietet dazu die besseren Voraussetzungen.</p><p>4. Die wirksame F\u00f6rderung des R\u00e4toromanischen ist auf differenziertere Informationen angewiesen. Die Fragen im Bereiche der Sprachen m\u00fcssen also ausgebaut werden. Ein Erhebungssystem mit gezielten thematischen Vertiefungsm\u00f6glichkeiten, wie es der Bundesrat f\u00fcr die Volksz\u00e4hlung 2010 vorschl\u00e4gt, erlaubt es, einem spezifischen Informationsbed\u00fcrfnis zu entsprechen. Die Datenerhebung kann dadurch wesentlich einfacher und effektiver sein als im Rahmen einer Vollerhebung nach altem Muster.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1172016000000)\/","SubmittedBy":"Riklin Kathy","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1172016000000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2831","Category":null,"Modified":"\/Date(1750799371057)\/","SubmissionDate":"\/Date(1166400000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4715,"SubmissionLegislativePeriod":47,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Kultur"}}