{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063354,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063354,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063354,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063354,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063354,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063354,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063354,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063354,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063354,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063354,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063354,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063354,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063354,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063354,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063354,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063354,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063354,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20063354,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"06.3354","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Haus\u00e4rzte und Grundversorger st\u00e4rken","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Im Sinne einer St\u00e4rkung der Hausarztmedizin und der verbesserten Koordination in der Medizin wird der Bundesrat beauftragt, zu den folgenden Punkten eine Vorlage auszuarbeiten:</p><p>1. Grundversorger, die bei der Steuerung komplexer Behandlungsprozesse mitarbeiten und mit den am Behandlungsprozess beteiligten Leistungserbringern zusammenarbeiten (\u00c4rztenetze mit Budgetverantwortung, Managed Care), sollen einen h\u00f6heren Tarmed-Taxpunkt oder eine h\u00f6here Dignit\u00e4t der Leistungen erhalten. Die Massnahmen sind kostenneutral zu gestalten. F\u00fcr l\u00e4ndliche Gebiete sind die Formen der Zusammenarbeit angepasst zu gestalten.</p><p>2. Massnahmen der Gesundheitsf\u00f6rderung und Pr\u00e4vention sowie komplement\u00e4rmedizinische Leistungen k\u00f6nnen zulasten der obligatorischen Kranken- und Pflegeversicherung \u00fcbernommen werden, sofern die Versicherten in einem Hausarztmodell (\u00c4rztenetz mit Budgetverantwortung, Managed Care) versichert sind.</p>","ReasonText":"<p>Es ist erwiesen, dass im Gesundheitswesen die Koordination von komplexen Behandlungsprozessen zu betr\u00e4chtlichen Einsparungen sowie zur Verbesserung der Qualit\u00e4t f\u00fchrt. Da die 10 Prozent chronisch Kranken etwa 60 Prozent der Gesamtkosten verursachen, lohnt es sich, die Koordinationsbem\u00fchungen unter den Leistungserbringern zu verst\u00e4rken. Auch in Bezug auf die Behandlungsqualit\u00e4t bringt die verst\u00e4rkte Zusammenarbeit unter den Leistungserbringern nachweisliche Verbesserungen. Um die Koordination unter den Leistungserbringern zu verst\u00e4rken, sollen Anreize geschaffen werden, welche die Koordination im Behandlungsprozess sowohl f\u00fcr Versicherte wie auch f\u00fcr Leistungserbringer attraktiver gestalten.</p><p>In der Koordination von Behandlungsprozessen kommt den Grundversorgern (Haus\u00e4rztinnen und -\u00e4rzte, Allgemeinpraktikerinnen und -praktiker) eine zentrale Rolle zu. Damit sie diese wichtigen Koordinationsaufgaben wahrnehmen, m\u00fcssen sie daf\u00fcr auch entsch\u00e4digt werden. Unter den vorgeschlagenen Massnahmen soll diesem Punkt Priorit\u00e4t einger\u00e4umt werden.</p><p>1. Grundversorger, die bereit sind, an der Steuerung von komplexen Behandlungsprozessen mitzuarbeiten, sich daran zu beteiligen und Budgetmitverantwortung zu \u00fcbernehmen, sollen f\u00fcr diesen Aufwand durch einen h\u00f6heren Tarmed-Taxpunkt oder eine h\u00f6here Dignit\u00e4t der Leistungen entsch\u00e4digt werden. Dieser Aufwand wird n\u00e4mlich bis heute durch den Tarmed nicht oder kaum abgegolten. Diese Massnahme steigert f\u00fcr Grundversorger den Anreiz, sich an Steuerungsmodellen zu beteiligen. Die Versicherten profitieren von den Einsparungen, welche durch die verst\u00e4rkte Koordination erreicht werden, und die Patientinnen und Patienten haben den Vorteil einer verst\u00e4rkten Begleitung und Betreuung durch die Vertrauens\u00e4rztin und den Vertrauensarzt (Hausarzt, Grundversorger). Das Nichterf\u00fcllen dieser Kriterien f\u00fchrt nicht zu einem Ausschluss von der Zulassung zur Sozialversicherung, sondern zu einer entsprechend tieferen Entsch\u00e4digung.</p><p>2. Im Jahr 2005 hat der Bundesrat die komplement\u00e4rmedizinischen Leistungen aus der Grundversicherung entfernt. Die Streichung weiterer Leistungen aus der Grundversicherung steht zur Diskussion. </p><p>Werden die Gesundheitskosten als Ganzes betrachtet, gibt es ein breites Interesse, f\u00fcr Patientinnen und Patienten eine m\u00f6glichst optimale Behandlung sicherzustellen. Massnahmen der Gesundheitsf\u00f6rderung und der Pr\u00e4vention k\u00f6nnen nachweislich zu einer Senkung der gesamten Gesundheitskosten beitragen. Allerdings kann ein Einschluss all dieser Leistungen in die Grundversicherung - ohne Kostendeckel und mit den bestehenden Anreizen zur Leistungsausweitung - nicht verantwortet werden. Dort hingegen, wo die Anreize richtig gesetzt werden - indem der Leistungserbringer nicht an der Abgabe von m\u00f6glichst vielen Leistungen verdient, sondern am optimalen Mitteleinsatz - sind Massnahmen der Gesundheitsf\u00f6rderung und der Pr\u00e4vention sehr sinnvoll. F\u00fcr die Versicherten bedeutet diese Differenzierung einen Anreiz, sich bei komplexen Behandlungsprozessen von ihrer Vertrauens\u00e4rztin bzw. ihrem Vertrauensarzt (Hausarzt, \u00c4rztenetz) begleiten zu lassen und die Behandlung zu koordinieren.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Die mit der Motion eingebrachten Forderungen betreffen in erster Linie Fragen, welche vom Parlament bei der Behandlung der Botschaft vom 15. September 2004 zur Teilrevision des Krankenversicherungsgesetzes (KVG; Managed Care, BBl 2004 5599) zu beraten sein werden. Der St\u00e4nderat als Erstrat wird \u00fcber diese Vorlage voraussichtlich noch in diesem Jahr befinden.</p><p>1. Der Bundesrat geht mit der Motion\u00e4rin einig, dass den Grundversorgern bei der Koordination von komplexen Behandlungsprozessen eine zentrale Rolle zukommt. Gem\u00e4ss der eingangs erw\u00e4hnten Botschaft unterst\u00fctzt er deshalb die st\u00e4rkere Integration der Grundversorger im Rahmen von Hausarztnetzen und anderen Managed-Care-Modellen. Ebenso begr\u00fcsst er die \u00dcbernahme der Budgetverantwortung, welche die richtigen Anreize f\u00fcr eine qualitativ optimale und wirtschaftliche Behandlungsf\u00fchrung setzt. </p><p>In Managed-Care-Modellen, die heute schon mit einer Budgetverantwortung arbeiten, wird die Koordinationsleistung der Grundversorger \u00fcber eine Kopfpauschale (Capitation) abgegolten. F\u00fcr den administrativen und medizinischen Mehraufwand wird ein entsprechender Zuschlag in die Pauschale eingerechnet. Gleichermassen wird in solchen Versorgungsmodellen der Tarmed-Tarif nur im Sinne einer Schattenrechnung verwendet, um den wirtschaftlichen Erfolg der koordinierten Behandlungsform zu messen. Dem \u00c4rztenetz als Ganzem steht eine Pauschalverg\u00fctung entsprechend der Anzahl eingeschriebener Versicherter zu, unabh\u00e4ngig von den Kosten, die aufgrund des Einzelleistungstarifs entstanden w\u00e4ren. Eine Erh\u00f6hung des Tarmed-Taxpunktwertes bzw. der Dignit\u00e4t ist in diesem Zusammenhang demnach kaum praktikabel.</p><p>Aber auch in jenen Netzen, in denen die \u00c4rzte nach dem Einzelleistungstarif Tarmed entsch\u00e4digt werden und das Netz nur teilweise am erzielten Erfolg beteiligt ist (Bonus-/Malus-Prinzip), wird den Grundversorgern in der Regel eine Pauschale f\u00fcr die Steuerungsleistung ausgerichtet. Diese Pauschale durch eine Besserstellung im Rahmen von Tarmed zu ersetzen, w\u00e4re nach Ansicht des Bundesrates nicht sinnvoll, da den Netzwerk\u00e4rzten entgegen dem eigentlichen Managed-Care-Prinzip ein zus\u00e4tzlicher Anreiz gesetzt w\u00fcrde, m\u00f6glichst viele Einzelleistungen abzurechnen, st\u00fcnde doch die H\u00f6he ihrer Eink\u00fcnfte im direkten Zusammenhang mit dem Behandlungsvolumen.</p><p>2. Der Gesetzentwurf zu Managed Care (BBl 2004 5625) sieht in Artikel\u00a041c Absatz\u00a02 (neu) KVG folgende Regelung vor: \"In integrierten Versorgungsnetzen wird der Behandlungsprozess der im Versorgungsnetz versicherten Personen \u00fcber die ganze Behandlungskette hinweg koordiniert .... Im Rahmen des definierten Behandlungsprozesses k\u00f6nnen in Abweichung von Artikel\u00a034 Absatz\u00a01 \u00fcber die gesetzlichen Pflichtleistungen hinausgehende Leistungen vorgesehen werden.\" Aufgrund dieser Bestimmung k\u00f6nnten integrierte Versorgungsnetze auch therapeutische bzw. pr\u00e4ventive Massnahmen erbringen, die \u00fcber den Pflichtleistungskatalog der obligatorischen Krankenpflegeversicherung hinausgehen, sofern sich dies im Rahmen eines bestimmten Behandlungsprozesses als sinnvoll erweist. Die M\u00f6glichkeit, den Leistungskatalog zu erweitern, soll aber nur den integrierten Versorgungsnetzen vorbehalten bleiben, damit auch ein entsprechender Anreiz besteht, solche Versicherungsmodelle zu gr\u00fcnden bzw. anzubieten.</p><p>Der Bundesrat ist somit der Ansicht, dass er den inhaltlichen Forderungen der Motion\u00e4rin in diesem Punkt mit der vorgeschlagenen Regelung bereits nachgekommen ist und dass sich eine weitergehende Regelung er\u00fcbrigt.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":21,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1157500800000)\/","SubmittedBy":"Sommaruga Simonetta","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1159142400000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690545954960)\/","SubmissionDate":"\/Date(1150934400000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":4713,"SubmissionLegislativePeriod":47,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}