{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063484,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063484,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063484,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063484,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063484,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063484,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063484,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063484,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063484,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063484,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063484,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063484,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063484,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063484,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063484,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063484,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063484,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20063484,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"06.3484","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"\u00dcberz\u00e4hlige Embryos","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>1. Wie kommt es, dass in Basel keine \u00fcberz\u00e4hligen Embryos entstehen, anderswo jedoch jedes Jahr zusammengerechnet mehrere Hundert? </p><p>2. Warum wurde bis heute keine vollst\u00e4ndige, gesamtschweizerische Statistik der \u00fcberz\u00e4hligen Embryos und aller anderen verlangten Kriterien gem\u00e4ss Artikel\u00a011 FMedG vom Bundesamt f\u00fcr Statistik insbesondere f\u00fcr die Jahre ab 1. Januar 2001 ausgewertet und ver\u00f6ffentlicht? (S. Absatz\u00a04 FMedG, wobei dem Interpellanten bewusst ist, dass in der Beantwortung der Interpellationen 05.3848 und 06.3101 teilweise Angaben gem\u00e4ss FMedG vorgelegt wurden, allerdings fehlt eine offizielle Ver\u00f6ffentlichung durch das BFS, wie sie im Gesetz seit dem 1. Januar 2001 vorgeschrieben ist.) </p><p>3. Was gedenkt der Bundesrat zu unternehmen, damit in der Schweiz die Produktion \u00fcberz\u00e4hliger Embryos in Zukunft verhindert wird, wie dies ja erkl\u00e4rte Absicht der BV, Artikel\u00a0119c, und des FMedG war und ist? Sieht der Bundesrat keinen Widerspruch zwischen den damaligen Versprechungen und der heutigen Praxis?</p>","ReasonText":"<p>Unabh\u00e4ngig von Menschenbild oder religi\u00f6ser \u00dcberzeugung haben alle beteiligten Akteure in der Debatte zum Stammzellenforschungsgesetz (StFG) und schon in der Debatte zum Fortpflanzungsmedizingesetz (FMedG) dem Embryo mindestens eine W\u00fcrde zugestanden. Die Spannbreite bewegt sich dabei irgendwo zwischen vollwertigem Menschen und Personsein bis zu wenig mehr als einer Sache. Immerhin hat auch das Bundesgericht in einem Entscheid festgehalten: \"Eine solche T\u00e4tigkeit ist mit der W\u00fcrde des Menschen, welche schon dem Embryo in vitro zukommt, durchaus vereinbar.\" (Gemeint ist dabei die beobachtende Forschung am Embryo, sofern sie dessen besserem \u00dcberleben dient. Quelle: BGE 119 IA 460 S. 503.)</p><p>Der Bundesrat schrieb in seiner einleitenden Zusammenfassung in der Botschaft zum Fortpflanzungsmedizingesetz vom 26. Juni 1996: \"Die Befruchtung ausserhalb des K\u00f6rpers der Frau wird umfassend in den Dienst der Herbeif\u00fchrung einer Schwangerschaft gestellt. H\u00f6chstens drei Embryonen d\u00fcrfen pro Behandlungszyklus erzeugt werden. Damit sollen h\u00f6hergradige Mehrlingsschwangerschaften und das Entstehen \u00fcberz\u00e4hliger Embryonen verhindert werden.\" Herr Bundesrat Koller versicherte seinerzeit vor dem Nationalrat: \"Das ganze Gesetz und schon die Verfassung sind ja darauf angelegt - das war ein Hauptanliegen -, dass es \u00fcberhaupt nicht zu \u00fcberz\u00e4hligen Embryonen kommt.\" (Debatte zur Initiative f\u00fcr menschenw\u00fcrdige Fortpflanzung im Nationalrat: 24. Juni 1998)</p><p>Sicheren Quellen zufolge gelingt es der Universit\u00e4tsklinik in Basel in der Tat, keine sogenannt \"\u00fcberz\u00e4hligen\" Embryos zu produzieren.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. \u00dcberz\u00e4hlige Embryonen: Wenn die reproduktionsmedizinischen Zentren unterschiedliche Zahlen bez\u00fcglich der \u00fcberz\u00e4hligen Embryonen berichten, dann d\u00fcrfte dies auf eine unterschiedliche klinische Praxis zur\u00fcckzuf\u00fchren sein: Zentren k\u00f6nnen alle pro Fertilisationszyklus entwickelten Embryonen (maximal 3 gem\u00e4ss Art. 17 Abs. 1 des Fortpflanzungsmedizingesetzes, FMedG) einpflanzen oder nur jene, die keine morphologische Auff\u00e4lligkeit aufweisen. Im letzteren Fall werden morphologisch auff\u00e4llige Embryonen konsequenterweise zu \u00fcberz\u00e4hligen, in Zentren hingegen, die alle Embryonen einpflanzen, entstehen keine \u00fcberz\u00e4hligen Embryonen. Da die Daten gem\u00e4ss Artikel\u00a014 der Fortpflanzungsmedizinverordnung (FMedV) dem Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS) in anonymisierter Form \u00fcbermittelt werden, gibt die Statistik nicht Aufschluss \u00fcber die Praxis einzelner Zentren.</p><p>2. Statistik: Beim Inkrafttreten des FMedG bestand keine statistische Infrastruktur f\u00fcr die systematische Sammlung von Daten gem\u00e4ss den in Artikel\u00a011 FMedG aufgef\u00fchrten Kriterien. Das BFS musste deshalb mit den betroffenen Partnern (Bundesamt f\u00fcr Gesundheit, BAG, Bundesamt f\u00fcr Justiz, BJ, kantonale Aufsichtsbeh\u00f6rden, Schweizerische Gesellschaft f\u00fcr Reproduktionsmedizin, SGRM) geeignete Erhebungsinstrumente entwickeln, insbesondere f\u00fcr die Z\u00e4hlung \u00fcberz\u00e4hliger Embryonen. So hat das BAG im Jahre 2003 eine Studie durchgef\u00fchrt, um die Anzahl \u00fcberz\u00e4hliger bzw. potenziell \u00fcberz\u00e4hliger Embryonen nach einer standardisierten Methode zu ermitteln. Diese Methode kommt seit dem 1. Januar 2006 in allen reproduktionsmedizinischen Zentren zur Anwendung. Die Ver\u00f6ffentlichung der Ergebnisse der Erhebungen 2002 bis 2004 gem\u00e4ss den in Artikel\u00a011 FMedG vorgegebenen Kriterien ist am 2. November 2006 erfolgt.</p><p>3. Begrenzung der Zahl \u00fcberz\u00e4hliger Embryonen: Die Rechtsordnung in der Schweiz zielt darauf ab, so weit wie m\u00f6glich keine \u00fcberz\u00e4hligen Embryonen entstehen zu lassen. Bereits in der Botschaft des Bundesrats zu der Initiative f\u00fcr menschenw\u00fcrdige Fortpflanzung und zu einem Bundesgesetz \u00fcber medizinisch unterst\u00fctzte Fortpflanzung ist aber darauf hingewiesen worden, dass trotz Einhaltung aller einschl\u00e4gigen Bestimmungen sich in der Praxis \u00fcberz\u00e4hlige Embryonen nicht vollst\u00e4ndig vermeiden lassen. Im Einklang mit den bestehenden rechtlichen Grundlagen hat der Bundesrat deshalb nicht die Absicht, weitergehende Massnahmen bei der Verhinderung \u00fcberz\u00e4hliger Embryonen einzuleiten. Es gibt auch keinen Widerspruch zwischen der heutigen Praxis und den damaligen Absichten des Bundesrates.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1164758400000)\/","SubmittedBy":"Freysinger Oskar","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1222992000000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690541141913)\/","SubmissionDate":"\/Date(1159920000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4714,"SubmissionLegislativePeriod":47,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}