{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063585,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063585,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063585,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063585,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063585,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063585,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063585,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063585,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063585,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063585,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063585,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063585,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063585,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063585,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063585,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063585,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063585,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20063585,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"06.3585","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Reduktion von Mehrlingsschwangerschaften in utero und in vitro","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, mit einer Revision der Verfassungs- und Gesetzesbestimmungen f\u00fcr die Fortpflanzungsmedizin eine Reduktion der Mehrlingsschwangerschaften in vitro zu erzielen durch die gezielte F\u00f6rderung des Single-Embryo-Transfers (Einpflanzen von nur einem Embryo) bei unver\u00e4nderten Schwangerschaftsraten. K\u00fcnftig soll es erm\u00f6glicht werden, mehrere Embryonen zu entwickeln und anschliessend den Single-Embryo-Transfer zu erlauben. In Verfassung und Gesetz sollen die Bestimmungen gestrichen werden, wonach nur so viele menschliche Eizellen ausserhalb des K\u00f6rpers der Frau zu Embryonen entwickelt werden d\u00fcrfen, als ihr sofort eingepflanzt werden k\u00f6nnen (Art. 119 Abschnitt 2c letzter Satz BV). Die Reduktion der Mehrlingsschwangerschaften in utero soll durch Qualit\u00e4tsanforderungen mit Zusatzausbildungen, F\u00e4higkeitszeugnissen und Facharzttiteln erreicht werden.</p>","ReasonText":"<p>- Seit der Einf\u00fchrung der In-vitro-Fertilisation (IVF) ist auch in der Schweiz die Zahl der Mehrlingsschwangerschaften massiv angestiegen. </p><p>- Durch hormonelle Stimulationen und das medikament\u00f6se Ausl\u00f6sen des Eisprungs gibt es aber auch bei der Zeugung in utero vermehrt Mehrlinge, die jedoch in der Schweiz statistisch nicht erfasst sind. </p><p>- Aufgrund dieses starken Anstiegs der Mehrlingsschwangerschaften klagen in allen Schweizer Zentrumsspit\u00e4lern die Neonatologie-Abteilungen \u00fcber die steigende Anzahl von Fr\u00fchgeburten mit Mehrlingen sowie \u00fcber Engp\u00e4sse und fehlende Kapazit\u00e4ten sowie \u00fcber enorme Kostensteigerungen. </p><p>- Mehrlingsschwangerschaften bedeuten deutlich erh\u00f6hte Risiken f\u00fcr die Mutter, die Ungeborenen und die Neugeborenen. </p><p>- Die Zusatzkosten bei Mehrlingen w\u00e4hrend der Schwangerschaft und der Geburt sowie bei den geh\u00e4uft auftretenden Fr\u00fchgeburten sind extrem hoch und steigen exponentiell mit der Anzahl Mehrlinge. </p><p>- Durch gezielte Ausbildung der \u00c4rzteschaft sowie mit einem Monitoring w\u00e4hrend der hormonellen Stimulation bei Sterilit\u00e4tsbehandlungen kann die Anzahl der Mehrlinge stark reduziert werden, wie Qualit\u00e4tssicherungsmodelle im Ausland gezeigt haben. </p><p>- Erfahrungen in Schweden und weiteren nordischen L\u00e4ndern zeigen, dass bei der IVF durch die Beschr\u00e4nkung der Anzahl einzupflanzender Embryonen und die gezielte F\u00f6rderung des Single-Embryo-Transfers (Einpflanzen von nur einem Embryo) nach der Entwicklung mehrerer befruchteter Eizellen die Zahl der Mehrlingsschwangerschaften massiv zur\u00fcckging und innerhalb weniger Jahre nach Umstellung gegen null respektive den nat\u00fcrlichen Anteil tendiert. </p><p>Ethisch ist es heute nicht mehr zu verantworten, betroffene Frauen mit unerf\u00fclltem Kinderwunsch entweder bedeutend reduzierte Erfolgschancen oder massiv erh\u00f6hte Risiken bei Mehrlingen zuzumuten. </p><p>Es soll erlaubt werden, dass mehrere Embryonen entwickelt werden und nur ein einziger in die Geb\u00e4rmutter \u00fcbertragen wird. \u00dcberz\u00e4hlige Embryonen sollen konserviert werden d\u00fcrfen f\u00fcr weitere IVF-Zyklen oder zus\u00e4tzliche Kinder. Nach einer Aufbewahrungszeit von f\u00fcnf Jahren k\u00f6nnen sie vernichtet oder f\u00fcr die Stammzellenforschung verwendet werden.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Zwillings- und andere Mehrlingsschwangerschaften k\u00f6nnen ohne jede \u00e4rztliche Beeinflussung entstehen, sind aber bei der In-vitro-Fertilisation und bei der hormonellen Stimulation der Frau mit anschliessender nat\u00fcrlicher Zeugung bedeutend h\u00e4ufiger, wie der Motion\u00e4r zu Recht geltend macht.</p><p>Der Bundesrat ist nicht \u00fcberzeugt, dass die M\u00f6glichkeiten zur Reduktion der Mehrlingsrate bei der In-vitro-Fertilisation im Rahmen des geltenden Verfassungs- und Gesetzesrechts ausgesch\u00f6pft sind. Das Fortpflanzungsmedizingesetz erlaubt die Erzeugung von h\u00f6chstens drei Embryonen. Diese Maximalzahl muss nicht in jedem Fall erreicht werden. Die Mehrlingsrate liesse sich wohl bereits beachtlich senken, wenn sich die fortpflanzungsmedizinischen Zentren darauf verst\u00e4ndigen w\u00fcrden, bei jungen Frauen nur einen Embryo zu erzeugen und zu transferieren. Die Methode der Kryokonservierung von Vorkernstadien anstelle von Embryonen hat in der Schweiz einen hohen Standard erreicht, sodass die \u00fcbrigen befruchteten Eizellen f\u00fcr weitere Behandlungszyklen verwendet werden k\u00f6nnen.</p><p>Allerdings sind die M\u00f6glichkeiten zur Selektion von Embryonen nach dem geltenden Recht \u00e4usserst beschr\u00e4nkt, dies im Gegensatz zu vielen ausl\u00e4ndischen Rechtsordnungen, welche die Erzeugung und Selektion sowie die Kryokonservierung von Embryonen weitgehend ohne Einschr\u00e4nkung erlauben. Der schweizerische Verfassungs- und Gesetzgeber hat sich bewusst f\u00fcr sehr strenge Rahmenbedingungen betreffend die In-vitro-Fertilisation entschieden. Der Bundesrat ist heute nicht bereit, einen verpflichtenden Auftrag entgegenzunehmen, dem Parlament eine Verfassungs- und Gesetzesrevision zur Aufhebung des letzten Teilsatzes von Artikel\u00a0119 Absatz\u00a02 Buchstabe\u00a0c BV zu unterbreiten. </p><p>Was die hormonelle Sterilit\u00e4tsbehandlung ohne In-vitro-Fertilisation betrifft, so ist es nach Auffassung des Bundesrates prim\u00e4r Aufgabe der Fachgesellschaften, f\u00fcr die erforderliche Weiterbildung zu sorgen und der FMH die Schaffung von allenfalls zus\u00e4tzlich notwendigen Facharzttiteln zu beantragen. </p><p>Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass - soweit \u00fcberblickbar - verl\u00e4ssliche medizinische, sozialpsychologische und wirtschaftliche Grundlagen fehlen, um Zwillings- und andere Mehrlingsschwangerschaften bezogen auf die schweizerischen Verh\u00e4ltnisse aus einer ganzheitlichen Sicht zu bewerten.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":21,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1164758400000)\/","SubmittedBy":"Gutzwiller Felix","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1196899200000)\/","ResponsibleDepartment":5,"ResponsibleDepartmentName":"Justiz- und Polizeidepartement","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EJPD","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690544673873)\/","SubmissionDate":"\/Date(1160092800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4714,"SubmissionLegislativePeriod":47,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}