{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063836,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063836,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063836,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063836,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063836,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063836,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063836,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063836,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063836,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063836,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063836,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063836,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063836,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063836,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063836,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063836,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063836,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20063836,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"06.3836","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Geistes- und Sozialwissenschaften international konkurrenzf\u00e4hig machen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Angesichts der vielen finanziellen Mittel, die in das europ\u00e4ische Forschungsprogramm fliessen und damit vor allem den Naturwissenschaften sowie den medizinischen und technischen Wissenschaften zukommen, stellt sich die Frage, ob f\u00fcr die Geistes- und Sozialwissenschaften in der Schweiz nicht spezielle Massnahmen getroffen werden m\u00fcssten, damit sie auch international konkurrenzf\u00e4hig werden. Ich bitte den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Teilt er die Beurteilung des Zustandes der Geistes- und Sozialwissenschaften und der Forschungsinfrastrukturen durch SWTR und SAGW?</p><p>2. In der BFI-Botschaft 2003-2007 wurden bereits gewisse F\u00f6rdermassnahmen f\u00fcr die Geistes- und Sozialwissenschaften vorgesehen. Welche Wirkung wurde damit erreicht?</p><p>3. Wie erkl\u00e4rt er sich diese unterschiedliche internationale Konkurrenzf\u00e4higkeit von Natur- und technischen Wissenschaften auf der einen, Geistes- und Sozialwissenschaften auf der andern Seite?</p><p>4. Wie gedenkt er die schlechten Betreuungsverh\u00e4ltnisse an den Universit\u00e4ten zu beheben?</p><p>5. Gibt es einen Zeitplan und konkrete Zielsetzungen f\u00fcr die Verbesserung der Situation in den Geistes- und Sozialwissenschaften an schweizerischen Hochschulen?</p>","ReasonText":"<p>Die Geistes- und Sozialwissenschaften in der Schweiz befinden sich in einem schlechten Zustand. Sp\u00e4testens seit dem Bericht Schuwey aus dem Jahre 2002 (Massnahmen zur F\u00f6rderung der Geisteswissenschaften) ist bekannt, dass die katastrophalen Betreuungsverh\u00e4ltnisse weder eine qualitativ gute Lehre noch eine international konkurrenzf\u00e4hige Forschung zulassen. Der Schweizerische Wissenschafts- und Technologierat (SWTR) hat in einer neuen Publikation (Perspektiven f\u00fcr Geistes- und Sozialwissenschaften in der Schweiz, 2006) erneut festgestellt, dass die Geistes- und Sozialwissenschaften \"nach wie vor unter Missst\u00e4nden leiden, die einerseits auf Mittelknappheit, andererseits auf strukturelle Hemmnisse zur\u00fcckgehen\". In vier Punkten werden die Forderungen des SWTR zusammengefasst.</p><p>- Schaffung der Voraussetzung f\u00fcr forschendes Lernen, d. h.</p><p>- Sicherstellung der Qualit\u00e4t der Lehre;</p><p>- Sicherstellung der Qualit\u00e4t der Forschung und;</p><p>- F\u00f6rderung des Nachwuchses.</p><p>Zudem stellt die Schweizerische Akademie f\u00fcr Geisteswissenschaften (SAGW) in einem Papier (Memopolitik - Forschungsinfrastrukturen f\u00fcr die historisch-philologische Forschung) auch einen Nachholbedarf bei den schweizerischen Institutionen mit Dokumentationsaufgaben (Bibliotheken, Archive, Forschungsstellen usw.) fest.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Die St\u00e4rkung der Geistes- und Sozialwissenschaften in der Schweiz erfordert Zeit und liegt nicht in der alleinigen Kompetenz des Bundes. Gem\u00e4ss den vorliegenden Untersuchungen liegen die Probleme vor allem im Hochschulbereich, namentlich bei den Betreuungsverh\u00e4ltnissen. In der Forschungs- und Nachwuchsf\u00f6rderung, f\u00fcr die der Bund direkt zust\u00e4ndig ist, pr\u00e4sentieren sich die Geistes- und Sozialwissenschaften insgesamt in einem guten und international konkurrenzf\u00e4higen Zustand. Vor diesem Hintergrund k\u00f6nnen die Fragen der Interpellation wie folgt beantwortet werden:</p><p>1. Der Analyse des 2006 publizierten Berichts des SWTR \"Perspektiven f\u00fcr die Geistes- und Sozialwissenschaften in der Schweiz\" wird in der vom Bundesrat am 24. Januar 2007 verabschiedeten BFI-Botschaft 2008-2011 Rechnung getragen.</p><p>2. Die in der BFT-Botschaft 2004-2007 formulierten Ziele zur St\u00e4rkung der Geistes- und Sozialwissenschaften haben bei der Problematik der Betreuungsverh\u00e4ltnisse die erhoffte Wirkung noch nicht vollumf\u00e4nglich gezeigt. Bei der Forschungs- und Nachwuchsf\u00f6rderung konnten hingegen beachtliche Ergebnisse erzielt werden, namentlich:</p><p>a) Nachwuchsf\u00f6rderung: </p><p>- In den Jahren 2000 bis 2006 wurden 247 SNF-F\u00f6rderungsprofessuren zugesprochen, davon 105 (43 Prozent) im Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften. </p><p>- 2006 wurde das SNF-Graduiertenprogramm Pro*Doc lanciert, das namentlich in den Geistes- und Sozialwissenschaften dazu beitragen wird, die Qualit\u00e4t der Doktorandenausbildung zu verbessern.</p><p>b) Forschungsf\u00f6rderung: </p><p>- 2005 wurden sechs Nationale Forschungsschwerpunkte (NFS) im Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften lanciert.</p><p>- Der Anteil der Geistes- und Sozialwissenschaften an der SNF-Projektf\u00f6rderung der Grundlagenforschung hat 2006 die vom Bund vorgegebene Mindest-Zielgr\u00f6sse von 18 Prozent erreicht.</p><p>3. Die unterschiedliche internationale Konkurrenzf\u00e4higkeit ist kein spezifisches Problem der Schweiz. Ein wichtiger Unterschied betrifft den Umstand, dass sich die exakten und technischen Wissenschaften in der Regel auf internationaler Ebene leichter auf Fragestellungen und Ans\u00e4tze einigen k\u00f6nnen, da ihre Themen im Vergleich zu den Themen der Geistes- und Sozialwissenschaften viel weniger an nationalstaatliche und kulturelle Grenzen respektive an lokal und regional entstehende Fragestellungen gebunden sind. Dies hat u. a. zur Folge, dass sich die kooperative Forschung, wie sie vor allem in international ausgerichteten F\u00f6rdergef\u00e4ssen unterst\u00fctzt wird, in den Bereichen der Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie in der Medizin und Biologie leichter organisieren l\u00e4sst. Trotz dieses gewichtigen Unterschiedes kann jedoch betont werden, dass die Geistes- und Sozialwissenschaften in der Schweiz Forschungsleistungen von h\u00f6chster Qualit\u00e4t erbringen und diesbez\u00fcglich insgesamt sehr wohl international konkurrenzf\u00e4hig sind. So wird die im Rahmen der sechs NFS im Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften betriebene Forschung unter Beizug internationaler Panels laufend evaluiert. Ihr wird eine im internationalen Vergleich h\u00f6chste Qualit\u00e4t attestiert.</p><p>4./5. F\u00fcr die zuk\u00fcnftigen Zielsetzungen verweist der Bundesrat auf die BFI-Botschaft 2008-2011, die im Wesentlichen folgende Massnahmen f\u00fcr die F\u00f6rderung der Geistes- und Sozialwissenschaften vorsieht:</p><p>a) Hochschulbereich: </p><p>Zur Verbesserung der Betreuungsverh\u00e4ltnisse in den Geistes- und Sozialwissenschaften an den kantonalen Universit\u00e4ten soll weiterhin ein Teil der Grundbeitr\u00e4ge zweckgebunden ausbezahlt werden. </p><p>b) Forschungsf\u00f6rderung: </p><p>- Die sechs NFS im Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften werden fortgef\u00fchrt. </p><p>- Der SNF wird die Aktionslinie Sinergia, mit der die Zusammenarbeit von mehreren Forschungsgruppen unterst\u00fctzt werden kann, lancieren. Diese Aktionslinie wird sich sowohl f\u00fcr Forschungsgruppen des gleichen Fachgebiets als auch f\u00fcr inter-, multi- und transdisziplin\u00e4re Vorhaben eignen, was der Forschungspraxis in den Geisteswissenschaften entgegenkommt.</p><p>- Verschiedene wissenschaftliche Hilfsdienste und Langzeitprojekte im Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften sollen weiterhin gezielt gef\u00f6rdert werden.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1173398400000)\/","SubmittedBy":"Stump Doris","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1174661293873)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"36","Category":null,"Modified":"\/Date(1690544248100)\/","SubmissionDate":"\/Date(1166572800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4715,"SubmissionLegislativePeriod":47,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wissenschaft und Forschung"}}