{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063854,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063854,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063854,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063854,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063854,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063854,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063854,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063854,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063854,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063854,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063854,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063854,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063854,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063854,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063854,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063854,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20063854,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20063854,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"06.3854","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Vereinfachtes Label-Verfahren f\u00fcr Schweizer Wald","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, die erforderlichen Massnahmen zu treffen, damit der gesamte Schweizer Wald, der den Anforderungen des Waldgesetzes entspricht, als Label-zertifiziert gilt. </p><p>Ich ersuche den Bundesrat, im Sinne von Artikel\u00a01 Absatz\u00a01 Buchstabe\u00a0b des Waldgesetzes die folgenden Massnahmen zu treffen:</p><p>- Durchf\u00fchrung der Abkl\u00e4rungen und Verhandlungen, die n\u00f6tig sind, damit die gesamte Waldfl\u00e4che in der Schweiz als Ganzes zertifiziert wird;</p><p>- Vorbereitung der technischen Grundlagen sowie der erforderlichen Verfahren und Dokumente;</p><p>- rasche Realisierung der globalen Zertifizierung der gesamten Waldfl\u00e4che;</p><p>- Sicherstellung ihrer Umsetzung.</p>","ReasonText":"<p>Die Zertifizierung von Wald nach den Vorschriften der Umweltlabels FSC, PEFC und Q verursacht betr\u00e4chtliche Kosten. Zudem erweist sie sich oft als h\u00f6chst komplex, da sich Waldbesitz h\u00e4ufig auf verstreute Fl\u00e4chen verteilt. Da unser Waldgesetz im internationalen Vergleich sehr streng ist, sollte man davon ausgehen k\u00f6nnen, dass der gesamte Schweizer Wald den Zertifizierungskriterien entspricht. So k\u00f6nnte der Schweizer Wald als Ganzes zertifiziert werden. Daraus erg\u00e4ben sich betr\u00e4chtliche Vereinfachungen f\u00fcr die schweizerische Wald- und Holzwirtschaft.</p><p>Die Anforderungen f\u00fcr die Zertifizierung st\u00fctzen sich auf die jeweiligen nationalen Gesetze. In zahlreichen Staaten der Welt sind die Umweltstandards vergleichsweise viel tiefer als in der Schweiz. Letzten Endes tragen diese W\u00e4lder aber genau dieselben Labels, FSC und PEFC, was der schweizerischen Wald- und Holzwirtschaft betr\u00e4chtliche Wettbewerbsnachteile beschert. Die Schweiz kennt schon lange sehr strenge Vorschriften, was den Wald und die Umwelt betrifft. </p><p>W\u00e4hrend man in anderen L\u00e4ndern die gesamte nationale Waldfl\u00e4che oder die Waldfl\u00e4che grosser Regionen als Ganzes zertifiziert hat, muss sich in der Schweiz jeder und jede einzelne der 250 000 Waldbesitzer und Waldbesitzerinnen separat registrieren. Der schweizerischen Holzindustrie entstehen denn auch immense Kosten dadurch, dass sie die \u00dcberwachung des Warenflusses sicherstellen muss. Eine mittelgrosse S\u00e4gerei hat durchschnittlich \u00fcber 100 Rundholzlieferanten und -lieferantinnen, die sie alle einzeln pr\u00fcfen muss. Die Kriterien f\u00fcr eine Zertifizierung verlangen, dass verschiedene Anforderungen in den Bereichen Umwelt, \u00d6kologie und Soziales eingehalten werden. Das entsprechende Schweizer Gesetz und sein Vollzug erf\u00fcllen diese Kriterien schon lange.</p><p>Die Schweiz hat auf ihrer gesamten Fl\u00e4che ein dichtes Netz an gut organisierten Forstdiensten. Diese kontrollieren stetig und umfassend, ob die Bundesgesetze und die kantonalen Gesetze eingehalten werden. Damit kontrollieren sie genau die Punkte, die f\u00fcr eine Zertifizierung zu respektieren sind. Unsere Forstdienste k\u00f6nnen als \u00f6ffentliche und neutrale Kontrollorgane betrachtet werden. Zudem f\u00fchren die verschiedenen Zertifizierungsbeh\u00f6rden bei den zertifizierten Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern und bei den Stellen, die Wald zertifizieren, jedes Jahr zahlreiche Kontrollen durch - mit allen Kosten und Doppelspurigkeiten, die das mit sich bringt. Im Vergleich mit anderen L\u00e4ndern, die zertifizierte Waldfl\u00e4chen haben, wird die Zertifizierung bei uns mit einer mehrfach h\u00f6heren Intensit\u00e4t \u00fcberwacht (H\u00e4ufigkeit und Dauer der Kontrollen pro Hektar Wald). Ein globales Zertifikat f\u00fcr den gesamten Schweizer Wald k\u00f6nnte problemlos im Rahmen der normalen Kontrollt\u00e4tigkeiten der Forstdienste \u00fcberwacht werden.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat teilt die Auffassung des Motion\u00e4rs, wonach der Schweizer Wald dank der hohen gesetzlichen Anforderungen und dank des fl\u00e4chendeckenden Vollzugs durch die kantonalen Forstdienste nachhaltig bewirtschaftet wird. Er erachtet aber Waldzertifizierung und Holzlabels als n\u00fctzliche Instrumente zur Erg\u00e4nzung der Umwelt- und Waldgesetzgebung. Durch diese Labels ist f\u00fcr Konsumentinnen und Konsumenten Holz aus kontrollierter, nachhaltiger Waldbewirtschaftung als solches erkennbar. </p><p>Der Bundesrat hat sich stets auf den Standpunkt gestellt, dass es sich bei der Zertifizierung um ein privatwirtschaftliches Instrument handelt. Es trifft zwar zu, dass das gleichzeitige Bestehen von verschiedenen Systemen (FSC und PEFC/Q-Label) mit Umtrieben und Kosten verbunden ist. Diese Doppelzertifizierung erleichtert aber andererseits den Zugang zu M\u00e4rkten, die eine klare Pr\u00e4ferenz f\u00fcr das eine oder das andere System aufweisen. </p><p>Der Bund setzt sich seit L\u00e4ngerem daf\u00fcr ein, die Situation im Zertifizierungsbereich zu optimieren. 1999 f\u00fchrten die Vermittlungsanstrengungen des Bundes zur Unterzeichnung der \"Nationalen Standards f\u00fcr die Waldzertifizierung in der Schweiz\". Die Standards, die sowohl von FSC wie von PEFC/Q-Label anerkannt werden, definieren die Anforderungen an die Waldbewirtschaftung, die bei Waldzertifizierungen gestellt werden. </p><p>Heute ist deutlich \u00fcber die H\u00e4lfte der Gesamtwaldfl\u00e4che in der Schweiz zertifiziert. Zertifizierte Betriebe finden sich vor allem in den zuwachsstarken W\u00e4ldern von Mittelland, Jura und Voralpen. </p><p>Der Bundesrat ist auch in Zukunft bereit, sich \u00fcber die Schaffung g\u00fcnstiger Rahmenbedingungen f\u00fcr die Ziele des Motion\u00e4rs einzusetzen. Gegenw\u00e4rtig erfolgt eine \u00dcberarbeitung der nationalen Standards. Auch dieses Projekt wird vom Bund unterst\u00fctzt. Ziel ist weiterhin ein Standard, der von allen Labels anerkannt wird. Allerdings sieht der Bundesrat aufgrund des privatwirtschaftlichen Ansatzes der Zertifizierung keine M\u00f6glichkeit, eine generelle Zertifizierung des Schweizer Waldes zu erwirken.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":21,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1181260800000)\/","SubmittedBy":"Fattebert Jean","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1237507200000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|52","Category":null,"Modified":"\/Date(1763111008987)\/","SubmissionDate":"\/Date(1166572800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4715,"SubmissionLegislativePeriod":47,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Umwelt"}}