{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073203,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073203,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073203,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073203,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073203,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073203,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073203,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073203,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073203,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073203,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073203,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073203,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073203,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073203,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073203,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073203,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073203,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20073203,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"07.3203","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Lauberhornrennen. Keine Plattform f\u00fcr Umweltpolitik","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Im Rahmen der diesj\u00e4hrigen Lauberhornrennen wurden - um die Rennen durchf\u00fchren zu k\u00f6nnen - kleine Mengen Hilfsstoffe zur Pistenpr\u00e4paration eingesetzt. Diese Methode ist seit \u00fcber zwei Jahrzehnten im Skisport weltweit \u00fcblich. Um diesen Einsatz von solchen Hilfsstoffen entbrannte eine grosse Polemik; das Lauberhornrennen mit seiner weltweiten Ausstrahlung wurde von links-gr\u00fcnen Kreisen, aber auch vom Bundesamt f\u00fcr Umwelt (Bafu) f\u00fcr Umweltpolitik missbraucht. </p><p>Die internationalen Lauberhornrennen bilden seit Jahrzehnten wichtige H\u00f6hepunkte im alpinen Skirennsport. Hohe Einschaltquoten und Live-\u00dcbertragungen in die ganze Welt sorgen daf\u00fcr, dass die herrliche Bergwelt und mit ihr die Schweiz in einer sehr positiven Art positioniert wird. Bessere und kosteng\u00fcnstigere Werbung f\u00fcr das Tourismusland Schweiz gibt es wohl kaum! </p><p>In diesem Zusammenhang wird der Bundesrat gebeten, zu den folgenden Fragen Stellung zu nehmen: </p><p>1. Wie beurteilt er die wirtschaftliche und gesellschaftliche Wichtigkeit der internationalen Lauberhornrennen f\u00fcr die Schweiz, die Region Berner Oberland und den Sport?</p><p>2. Wie hoch sch\u00e4tzt der Bundesrat den Werbeeffekt der internationalen Lauberhornrennen ein?</p><p>3. Ist ihm bewusst, in welchem Verh\u00e4ltnis die 1,4 Tonnen eingesetzter Hilfsstoffe zum Einsatz von Streusalz (\u00e4hnliche Zusammensetzung wie eingesetzte Hilfsstoffe) auf Schweizer Strassen und Flugh\u00e4fen steht?</p><p>4. Wie beurteilt er das Risiko, dass aufgrund solcher Hetzkampagnen ehrenamtlich t\u00e4tige Funktion\u00e4re in Zukunft auf die Organisation von Sportveranstaltungen verzichten werden? </p><p>5. Ist er auch der Meinung, dass solche Sportveranstaltungen nicht f\u00fcr Umweltpolitik missbraucht werden d\u00fcrfen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Sportliche Grossveranstaltungen, seien es einmalige Ereignisse wie die Uefa Euro 2008 oder wiederkehrende Anl\u00e4sse wie beispielsweise die Lauberhornrennen, haben bedeutende volkswirtschaftliche Effekte und k\u00f6nnen wesentlich dazu beitragen, das Image eines Landes zu pr\u00e4gen und zu st\u00e4rken. Aus diesem Grund begr\u00fcsst der Bundesrat grunds\u00e4tzlich die Organisation von Sportgrossveranstaltungen in der Schweiz.</p><p>Vor diesem Hintergrund beantwortet der Bundesrat die Fragen wie folgt:</p><p>1. F\u00fcr touristische Regionen wie das Berner Oberland ist eine Veranstaltung, wie es die internationalen Lauberhornrennen darstellen, ein wichtiger Magnet. Die Rennen sind nicht nur Imagetr\u00e4ger, sondern Anlass, um Infrastruktur-, Hotellerie- und andere touristische Projekte immer wieder voranzutreiben. F\u00fcr den Skisport sind die Lauberhornrennen ein Zugpferd, das aus dem internationalen Wettkampfkalender nicht mehr wegzudenken und f\u00fcr den Schweizer Skisport von zentraler Bedeutung ist.</p><p>Die Lauberhornrennen wurden 2002 in Bezug auf wirtschaftliche, gesellschaftliche und \u00f6kologische Aspekte untersucht. Bez\u00fcglich \u00d6kologie wurden beispielsweise der Gesamtenergieverbrauch pro Person (1480 MJ) oder die Abfallmenge (1,01 kg) berechnet. F\u00fcr die Region wird von einer volkswirtschaftlichen Bruttowertsch\u00f6pfung von 3,49 Millionen Franken und 44 Vollzeit\u00e4quivalenzstellen in der Region ausgegangen. Die Bruttowertsch\u00f6pfung f\u00fcr die Schweiz d\u00fcrfte sich gem\u00e4ss der Studie auf 4,46 Millionen Franken belaufen. Aufgrund der gestiegenen Zuschauerzahlen kann f\u00fcr 2007 von einer noch h\u00f6heren Wertsch\u00f6pfung ausgegangen werden. Eine Verschiebung oder Absage der Rennen h\u00e4tte erhebliche wirtschaftliche Einbussen und Imageverlust zur Folge.</p><p>2. Der Werbeeffekt der Veranstaltung in Franken kann nicht beziffert werden. Die Veranstaltung geh\u00f6rt jedoch seit Jahren zu den sportlichen H\u00f6hepunkten am Fernsehen. Die Lauberhornabfahrt von 1985 schaffte es mit 1,63 Millionen Zuschauern in die Top Ten der h\u00f6chsten Quoten im Schweizer Fernsehen aller Sendungen bis heute. Die Abfahrt 2007 erreichte folgende TV-Einschaltquoten: SF2 1 043 000 (Marktanteil 79,3 Prozent), ORF1 1 112 000 (Marktanteil 74 Prozent). Die Lauberhornabfahrt 2007 wurde in 13 L\u00e4ndern (+ Eurosport) live oder zeitverschoben ausgestrahlt, darunter auch in Japan und den USA.</p><p>3. In der Schweiz werden auf Verkehrsfl\u00e4chen pro Jahr sch\u00e4tzungsweise rund 100 000 Tonnen Kochsalz eingesetzt. Dies entspricht pro Quadratmeter behandelter Strasse einer Menge von etwa 12 bis 15 Gramm.</p><p>Als Schneeh\u00e4rter werden verschiedene Chemikalien verwendet. Am Lauberhorn wurden beispielsweise pro Quadratmeter zwischen rund 10 Gramm (Abfahrtspiste) und 50 Gramm (Slalomhang) Ammoniumnitrat eingesetzt. Diese Substanz ist ein D\u00fcnger, der in der Landwirtschaft verwendet wird. Falsch eingesetzt, kann er die Umwelt sch\u00e4digen.</p><p>Im Nachgang zum in der \u00d6ffentlichkeit und der Presse sehr kontrovers diskutierten Einsatz von Ammoniumnitrat am Lauberhorn hat das Bundesamt f\u00fcr Umwelt (Bafu) das Eidgen\u00f6ssische Institut f\u00fcr Schnee- und Lawinenforschung (SLF) in Davos beauftragt, zu untersuchen, in welchem Umfang Schneeh\u00e4rter in der Schweiz eingesetzt werden, welche Auswirkungen dieser Hilfsstoffeinsatz hat und wie er allenfalls reglementiert werden m\u00fcsste. Die Resultate dieser Studie werden Ende 2007 vorliegen.</p><p>4. F\u00fcr die Lauberhornrennen wurden 3800 unbezahlte Helfertage belegt. Ehrenamtliches Engagement ist eine wesentliche St\u00fctze des Schweizer Sports, vom kleinen Sportverein bis zur Sportgrossveranstaltung. Viele Vereine und Veranstalter bekunden zunehmend M\u00fche, ehrenamtliche Funktion\u00e4re und Helfer zu rekrutieren. Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr liegen aber nicht in erster Linie in erschwerten Rahmenbedingungen im Sportsystem, sondern in der tendenziell gr\u00f6sseren beruflichen Belastung der Ehrenamtlichen. Die St\u00e4rkung dieses Ehrenamtes ist ein Ziel im sportpolitischen Konzept des Bundesrates.</p><p>5. Umweltpolitische Aspekte m\u00fcssen auch bei Sportgrossveranstaltungen ber\u00fccksichtigt werden. Dessen sind sich Veranstalter bewusst. Die Lauberhornrennen wurden 2002 nach der Methode der Sportevent-Scorecard untersucht. Solche Untersuchungen helfen, die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und \u00f6kologischen Auswirkungen einer Veranstaltung zu erfassen und gegebenenfalls Massnahmen zu treffen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1180483200000)\/","SubmittedBy":"Stahl J\u00fcrg","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1237507200000)\/","ResponsibleDepartment":6,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Verteidigung, Bev\u00f6lkerungsschutz und Sport","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"VBS","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|52","Category":null,"Modified":"\/Date(1690491488753)\/","SubmissionDate":"\/Date(1174608000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4716,"SubmissionLegislativePeriod":47,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Umwelt"}}