{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073378,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073378,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073378,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073378,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073378,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073378,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073378,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073378,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073378,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073378,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073378,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073378,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073378,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073378,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073378,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073378,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073378,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20073378,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"07.3378","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"BVG-Anlagen in Hedge-Funds und in andere hochriskante Anlagen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird gebeten, zur Anlagestrategie von BVG-Einrichtungen in Hedge-Funds und anderen hochriskanten Anlageformen folgende Fragen zu beantworten: </p><p>1. Wie hoch (Summen und Kapitalanteile) sch\u00e4tzt er die Anlagen der schweizerischen Pensionskassen in Hedge-Funds und andere hochriskante Anlageformen? </p><p>2. Wie erfasst er mit den statistischen Erhebungen bei den BVG-Einrichtungen die hochriskanten Anlageformen und deren Ausmassn bzw. ist er bereit, diese in Zukunft zu erfassen und zu ver\u00f6ffentlichen? </p><p>3. Ist es nicht angezeigt, dass jede BVG-Einrichtung die Summe und den Kapitalanteil der Risikopapiere und der hochriskanten Anlagen transparent macht und ver\u00f6ffentlicht? </p><p>4. Ist er bereit, f\u00fcr die Anlage von zwangsersparten Mitteln der zweiten S\u00e4ule in hochriskante Anlageformen die Anlagevorschriften in der BVV-2 zu erg\u00e4nzen und zu detaillieren?</p>","ReasonText":"<p>Hedge-Funds und \u00e4hnliche spekulative Anlageformen stellen heute das gr\u00f6sste Risikopotenzial auf den Finanzm\u00e4rkten dar. Die Investition von Pensionskassenverm\u00f6gen in solche Anlagen ist aus folgenden Gr\u00fcnden nicht w\u00fcnschbar und zu kontrollieren respektive zu begrenzen oder zu verhindern: </p><p>1. Anlagen mit Hedging-Charakter und \u00e4hnliche spekulative Anlageformen sind immer kurzfristig ausgerichtet, w\u00e4hrend Pensionskassengelder nur mit langfristiger Optik angelegt werden k\u00f6nnen und d\u00fcrfen. </p><p>2. Hedge-Funds sind nicht nur mit hohen Gewinn- und Verlustchancen ausgestattet, sondern sie unterliegen auch hohen Transaktionskosten (Courtage, Administrativgeb\u00fchren usw.) der Banken. </p><p>3. Die allermeisten Kassenverwalter und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der rund 2900 BVG-Einrichtungen sind bei der Beurteilung der Risiken dieser hochkomplexen Finanzmarktinstrumente schlicht \u00fcberfordert. Sie sind damit nicht in der Lage, die Verantwortung der ihnen anvertrauten Zwangsersparnisse der Versicherten in solche Anlagen zu \u00fcbernehmen. Es besteht deshalb ein eminentes \u00f6ffentliches Interesse an einer Regulierung. </p><p>4. In der l\u00e4ngerfristigen Beurteilung weisen Hedge-Funds nicht bessere Renditen und Performancewerte auf als Aktienanlagen. Deren Gewinn- und Verlustaussichten sind starken Schwankungen, aber auch h\u00f6heren Einsch\u00e4tzungsrisiken unterworfen, die f\u00fcr Pensionskassenanlagen nicht ad\u00e4quat sind.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1./2. Das Bundesamt f\u00fcr Statistik ver\u00f6ffentlicht regelm\u00e4ssig die Pensionskassenstatistik, welche auch im Internet abrufbar ist http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/infothek/lexikon/</p><p>bienvenue___login/blank/zugang_lexikon.Document.79280.xls). Gem\u00e4ss Pensionskassenstatistik 2004 beliefen sich die Investitionen in Alternative Anlagen (unter dieser Rubrik werden Hedge Funds zusammen mit Private Equity und \u00fcbrige Alternative Anlagen zusammengefasst) auf 13,4 Milliarden Franken oder 2,8 Prozent des Vorsorgeverm\u00f6gens von Vorsorgeeinrichtungen mit reglementarischen Leistungen und aktiven Versicherten. Per Ende 2005 stieg diese Summe auf 19,8 Milliarden Franken oder 3,7 Prozent des Vorsorgeverm\u00f6gens. Davon waren 3,2 Milliarden Franken in Private Equity, 13 Milliarden Franken in Hedge-Funds und 3,6 Millarden Franken in die \u00fcbrigen Alternativen Anlagen investiert.</p><p>Eine Rubrik Hochriskante Anlageformen wird nicht gef\u00fchrt und w\u00e4re mit vern\u00fcnftigem Aufwand auch kaum zu realisieren. Das Universum der Alternativen Anlagen kennt verschiedenste Anlagestile und Anlageformen, und nicht alle sind hochriskant oder kurzfristig ausgerichtet. Hedge-Funds, welche beispielsweise Arbitrage-M\u00f6glichkeiten nutzen, gelten meist als viel weniger risikoreich als solche, welche direktional mittels Hebelwirkung Markttrends ausnutzen wollen. Im Private-Equity-Bereich wiederum existieren zum Beispiel Anlageformen, welche Venture-Kapital langfristig zur Verf\u00fcgung stellen.</p><p>3. Alternative Anlagen sind im Anlagekatalog von Artikel\u00a053 BVV 2 nicht erw\u00e4hnt und bed\u00fcrfen in der Regel der Erweiterung der Anlagem\u00f6glichkeiten gem\u00e4ss Artikel\u00a059 BVV 2. Sie sind demnach im Anlagereglement der Vorsorgeeinrichtung ausdr\u00fccklich vorzusehen und m\u00fcssen folglich vom Stiftungsrat zugelassen werden. Ausserdem ist j\u00e4hrlich ein Bericht zu erstellen, welcher die Einhaltung von Sicherheit und Risikoverteilung schl\u00fcssig darlegt. Dabei ist insbesondere auf die sorgf\u00e4ltige Auswahl, Bewirtschaftung und \u00dcberwachung der Verm\u00f6gensanlagen, die Gew\u00e4hrleistung der Sicherheit auch im Hinblick auf die Risikof\u00e4higkeit der Vorsorgeeinrichtung und eine angemessene Diversifikation zu achten. Das Ergebnis dieses schl\u00fcssigen Berichtes ist im Anhang der Jahresrechnung festzuhalten, welche der Stiftungsrat genehmigen muss. Investitionen in Alternative Anlagen unterliegen demnach einer besonderen Sorgfalt.</p><p>Gem\u00e4ss Artikel\u00a086b Absatz\u00a02 BVG kann auch der Versicherte Einblick in die Jahresrechnung und den Jahresbericht verlangen. In der Bilanz wird normalerweise eine Position Alternative Anlagen aufgef\u00fchrt, wobei die Vorsorgeeinrichtung hier eine gewisse Gestaltungsfreiheit besitzt. Selbstverst\u00e4ndlich ist der Vorsorgeeinrichtung auch zu empfehlen, die entsprechenden Zahlen im Sinne eines transparenten Vorgehens zu ver\u00f6ffentlichen, sofern dies nicht im Einzelfall einen unzumutbaren Aufwand bedeutet.</p><p>4. Im Moment besch\u00e4ftigt sich ein spezialisierter Ausschuss der Eidgen\u00f6ssischen Kommission f\u00fcr berufliche Vorsorge (BVG-Kommission) mit der \u00dcberarbeitung der Anlagerestriktionen. In diesem Herbst soll ein erster Vorschlag der BVG-Kommission pr\u00e4sentiert werden. Bei dieser Gelegenheit wird sich zeigen, ob Alternative Anlagen spezifischer zu regeln sind. Ein weitergehender Handlungsbedarf besteht im Moment nicht.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1190937600000)\/","SubmittedBy":"Rechsteiner Rudolf","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1244764800000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28","Category":null,"Modified":"\/Date(1690531308357)\/","SubmissionDate":"\/Date(1182297600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4717,"SubmissionLegislativePeriod":47,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen"}}