{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073617,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073617,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073617,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073617,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073617,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073617,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073617,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073617,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073617,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073617,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073617,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073617,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073617,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073617,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073617,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073617,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073617,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20073617,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"07.3617","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Bildschirmsucht. Vorausschauend handeln","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Auswirkungen bildschirmsuchtverwandter Ph\u00e4nomene besch\u00e4ftigen Medien und Politik bereits seit einiger Zeit. Die Fachleute im Suchtbereich sehen sich einer wachsenden Zahl von Anfragen besorgter Eltern unter dem Schlagwort \"Bildschirm-/Onlinesucht\" gegen\u00fcber, die Informationen ben\u00f6tigen. Um Augenmass wahren zu k\u00f6nnen, braucht es solide Grundlagen, die in der Schweiz noch nicht vorhanden sind. </p><p>Ich bitte deshalb den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen: </p><p>1. Welche Bedeutung misst er der Problematik der Bildschirm-/Onlinesucht zu? </p><p>2. Ist er bereit, dem Bundesamt f\u00fcr Gesundheit oder anderen geeigneten Stellen den Auftrag zur Erarbeitung fundierter Entscheidungsgrundlagen (Statistiken, Problemanalyse usw.) zu erteilen? </p><p>3. Ist er bereit, im Bundesamt f\u00fcr Gesundheit oder in einer geeigneten privatrechtlichen Organisation (z. B. Schweizerische Fachstelle f\u00fcr Alkohol- und andere Drogenprobleme) eine Fachstelle f\u00fcr Bildschirm-/Onlinesucht einzurichten respektive eine solche Fachstelle neu zu schaffen? </p><p>4. Ist er bereit, eine zentrale Internetplattform einzurichten, auf welcher Fachleute und Eltern aktuelle Informationen \u00fcber die Entwicklungen im Internet- respektive im Bildschirmbereich (Technik, Spielentwicklungen usw.) finden? </p><p>5. Ist er bereit, finanzielle Mittel f\u00fcr Pr\u00e4vention und Behandlung der Bildschirm-/Onlinesucht bereitzustellen, ohne andere Pr\u00e4ventionsbereiche zu beschneiden? Sieht er die M\u00f6glichkeit und den Bedarf, eine zus\u00e4tzliche Finanzierungsquelle zu erschliessen? </p><p>6. Ist er der Ansicht, dass eine ambulante Behandlung f\u00fcr Bildschirms\u00fcchtige hinreichend ist, oder m\u00fcsste auch \u00fcber station\u00e4re Optionen in der Behandlungskette nachgedacht werden?</p>","ReasonText":"<p>Die Fachstellen im Suchtbereich sehen sich einer wachsenden Zahl von Anfragen besorgter Eltern gegen\u00fcber, die Informationen dar\u00fcber ben\u00f6tigen </p><p>- wie sie erkennen k\u00f6nnen, ob ihre Kinder im Rahmen des \"Normalen\" oder in problematischem Ausmass Bildschirmmedien (Computer, Handy, Games, TV usw.) benutzen;</p><p>- wie sie regulierend auf uferlose Nutzung von Bildschirmmedien einwirken k\u00f6nnen;</p><p>- wie sie bei offensichtlichen Konsumexzessen, d. h. der Vernachl\u00e4ssigung der schulischen, beruflichen und sozialen Verpflichtungen, intervenieren k\u00f6nnen;</p><p>- woher sie schnell zuverl\u00e4ssiges Wissen \u00fcber die Entwicklungen im Internet- respektive im Bildschirmbereich (Technik, Spielentwicklungen usw.) erhalten, um das Handeln ihrer Kinder realistisch einsch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen. </p><p>Die Fachleute bereiten sich auf wachsende Probleme vor und diskutieren unter dem Schlagwort \"Bildschirm-/Onlinesucht\" respektive der \"Cyber Dependence\" auch in der Schweiz intensiv die Thematik. Die Auswirkungen bildschirmsuchtverwandter Ph\u00e4nomene (z. B. Handy-Pornografie) besch\u00e4ftigen Medien und Politik bereits jetzt. Vorausschauendes Handeln ist nun im ganzen Feld der Bildschirm-/Onlinesucht notwendig. Um Augenmass wahren zu k\u00f6nnen, braucht es solide Grundlagen, die in der Schweiz noch nicht vorhanden sind. Bei alldem ist zu bedenken, dass jetzt die erste Generation am Erwachsenwerden ist, die seit fr\u00fchester Kindheit mit allen Vor- und Nachteilen der neuen Kommunikationsmedien konfrontiert ist.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Obwohl es sowohl national als auch international nur wenige Daten gibt, kann angenommen werden, dass die \"Bildschirm-/Onlinesucht\" zunimmt. Die im Jahre 2004 erschienene Studie \"Eine neue Suchtpolitik f\u00fcr die Schweiz?\" (M. Spinatsch, Bericht zuhanden des Bundesamtes f\u00fcr Gesundheit, 2004; Quelle: Internetseite BAG) sieht einen m\u00f6glichen Handlungsbedarf im Zusammenhang mit der Onlinesucht f\u00fcr gegeben, beurteilt diesen aber im Vergleich zu anderen Suchtproblemen als verh\u00e4ltnism\u00e4ssig gering. Dementsprechend setzt der Bundesrat den Handlungsschwerpunkt in der Suchtproblematik beim Substanzmissbrauch (insbesondere Alkohol und Tabak), wo der gr\u00f6sste Handlungsdruck besteht.</p><p>2. Der Bundesrat sieht davon ab, einen Auftrag f\u00fcr Grundlagenarbeiten im Zusammenhang mit der Onlinesucht zu erteilen. Aufgrund der insgesamt geringen Anzahl vermuteter Onlineabh\u00e4ngiger in der Schweiz w\u00e4ren aussagekr\u00e4ftige Ergebnisse nur mit unverh\u00e4ltnism\u00e4ssig hohen Kosten beizubringen. Der Bundesrat hat aber das BAG beauftragt, zu pr\u00fcfen, ob bestehende Monitoringsysteme mit bildschirmsuchtspezifischen Fragen zu erg\u00e4nzen sind.</p><p>3./4. Der Bundesrat erachtet die Errichtung einer gesonderten Fachstelle f\u00fcr Bildschirm-/Onlinesucht auf Bundesebene wie auch die Einrichtung einer Internetplattform als nicht angezeigt, da es daf\u00fcr bereits schweizweit kompetente Fachstellen bzw. Anlaufstellen gibt. Die Schweizerische Koordinations- und Fachstelle Sucht (Infodrog) sowie die Schweizerische Fachstelle f\u00fcr Alkohol- und andere Drogenfragen (SFA) verf\u00fcgen \u00fcber Informationen zu allen Suchtformen und k\u00f6nnen im Falle von Fragen zur Onlinesucht den Kontakt zu kantonalen oder kommunalen Suchtfachstellen vermitteln. </p><p>5. Aus diesem Grund erachtet es der Bundesrat nicht als notwendig, noch zus\u00e4tzliche Mittel bereitzustellen, zumal ein zus\u00e4tzliches Engagement des Bundes zulasten anderer bestehender, aufgrund der Sparmassnahmen ohnehin bereits stark eingeschr\u00e4nkter pr\u00e4ventiver Bem\u00fchungen ginge.</p><p>6. Ob in einem bestimmten Fall eine station\u00e4re oder ambulante Behandlung angezeigt ist, muss von den zust\u00e4ndigen Stellen und unter Einbezug der Betroffenen entschieden werden. Wichtiger als die Suchtform sind f\u00fcr diesen Entscheid jedoch das Ausmass und die Art der gesundheitlichen sowie sozialen Folgeprobleme einer Suchterkrankung.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1196208000000)\/","SubmittedBy":"Forster-Vannini Erika","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1197911884963)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"34|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690485349550)\/","SubmissionDate":"\/Date(1191369600000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":4718,"SubmissionLegislativePeriod":47,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Medien und Kommunikation|Gesundheit"}}