{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073801,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073801,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073801,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073801,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073801,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073801,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073801,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073801,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073801,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073801,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073801,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073801,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073801,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073801,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073801,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073801,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073801,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20073801,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"07.3801","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Potenzial kultureller Vielfalt in der Arbeitswelt nutzen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Ich bitte den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Ist er ebenfalls der Ansicht, dass die F\u00f6rderung der kulturellen, religi\u00f6sen, altersm\u00e4ssigen und sprachlichen Vielfalt in Unternehmen (Diversity Management) von besonderem Wert f\u00fcr die Integration als auch f\u00fcr die Wirtschaftskraft ist?</p><p>2. Welche Aktivit\u00e4ten, Massnahmen und Programme werden vom Bund unterst\u00fctzt oder durchgef\u00fchrt, um Diversity Management in Schweizer Unternehmen zu f\u00f6rdern?</p><p>3. Welche Aktivit\u00e4ten, Massnahmen und Programme plant er, um das Diversity Management in Schweizer Unternehmen zu f\u00f6rdern?</p><p>4. W\u00e4re er bereit, ein Programm zur Vernetzung von Politik, Wirtschaft, Staat und NGO im Bereich Diversity Management finanziell zu unterst\u00fctzen, um das Potenzial von Diversity Management besser zu nutzen?</p><p>5. W\u00fcrde er f\u00fcr die Schweiz eine Diversity Charta begr\u00fcssen, wie sie in anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern existiert (Deutschland, Frankreich), und deren Umsetzung finanziell unterst\u00fctzen?</p>","ReasonText":"<p>Diversity Management hat zum Ziel, Unterschiede ohne Vorurteile in einem Klima des Vertrauens und gegenseitigen Respekts zu akzeptieren und zu integrieren. Die bewusste Wertsch\u00e4tzung von Unterschieden und Gemeinsamkeiten in Unternehmen tr\u00e4gt auch nachhaltig zum wirtschaftlichen Erfolg bei. Diversity Management umfasst Unterschiede wie Geschlecht, Alter, Herkunft, F\u00e4higkeiten und Lebensformen.</p><p>Die Schweiz besitzt eine lange Tradition der sprachlichen und religi\u00f6sen Toleranz. Mit diesem Erfolgsrezept der Integration sind die modernen Herausforderungen einer zunehmenden kulturellen Vielfalt anzugehen. Die Unternehmen spielen hier eine Pionierrolle, indem sie ein Umfeld schaffen, das frei ist von Vorurteilen und Diskriminierung jeglicher Art. Da der Arbeitsplatz eine zentrale St\u00e4tte der Integration ist, nehmen Unternehmen durch ein aktives Diversity Management eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung wahr. Eine staatliche Unterst\u00fctzung von Diversity Management k\u00f6nnte dessen unbestrittene Potenziale st\u00e4rker f\u00f6rdern.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Die Integration verschiedener Sprachen und Kulturen ist ein pr\u00e4gendes Element der Eidgenossenschaft. Die Vielf\u00e4ltigkeit ist ein anerkannter Wert der Schweiz, der sich auch in den Unternehmen widerspiegelt. Die erfolgreiche Zusammenarbeit unterschiedlicher Kulturen in hiesigen Unternehmen wird zudem oft auch als Konkurrenzvorteil in einem immer st\u00e4rker international gepr\u00e4gten Marktumfeld dargestellt. Der Bundesrat betrachtet die F\u00f6rderung dieser Vielf\u00e4ltigkeit als selbstverst\u00e4ndliche Aufgabe.</p><p>2. Das Prinzip der Achtung der kulturellen Vielfalt, wie sie in der Bundesverfassung festgehalten ist, steht im Zentrum der politischen Kultur der Eidgenossenschaft und der Kantone. Zudem beabsichtigt die Schweiz, eine Unesco-Konvention, die ebenfalls in diese Richtung zielt, zu ratifizieren. Die kulturelle Vielfalt im Sinne der F\u00f6rderung eines aktiven Schutzes ethnischer, religi\u00f6ser und sprachlicher Minderheiten sowie der Entwicklung und der St\u00e4rkung kultureller Identit\u00e4ten zu unterst\u00fctzen ist im Endeffekt nat\u00fcrlich auch der Arbeitswelt zutr\u00e4glich. Zur Integration der Jugend in die Gesellschaft und damit auch in die Wirtschaft werden heute betr\u00e4chtliche Summen in unser Bildungssystem investiert. Umgekehrt erscheint eine vermehrte F\u00f6rderung des Erhalts der Erfahrung und der Arbeitskraft \u00e4lterer Menschen angesichts der demografischen Entwicklung ebenfalls als angebracht. Derzeit werden Massnahmen gepr\u00fcft, die falsche Anreize beseitigen sollen, sich fr\u00fchpensionieren zu lassen. In Vorbereitung sind zudem Instrumente zur besseren Reintegration von \u00e4lteren Arbeitnehmenden. Eine Verbesserung der Einbindung in die Arbeitswelt ist auch ein wichtiges Anliegen der Informationskampagnen und Sensibilisierungsmassnahmen des B\u00fcros f\u00fcr die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen.</p><p>Die Migrationspolitik spielt eine zentrale Rolle bez\u00fcglich der Integration. Der Bericht des Bundesrates \u00fcber die Integrationsmassnahmen aus dem Jahr 2007 hat aufgezeigt, dass Bildung und Arbeit \u00e4usserst wichtige Elemente einer guten Integration der ausl\u00e4ndischen Bev\u00f6lkerung bilden. Die entwickelten Massnahmen zielen auf die Sensibilisierung der verschiedenen Partner hinsichtlich der Fragen der Vielfalt und der Chancengleichheit f\u00fcr die Migrationsbev\u00f6lkerung beim Zugang zu Bildung und Arbeit ab. Es geht auch darum, Netzwerke zu bilden und den Dialog \u00fcber die Vorteile der kulturellen Diversit\u00e4t in einer globalisierten Wirtschaft zu verst\u00e4rken. Bez\u00fcglich des Kampfes gegen Rassismus arbeitet die zust\u00e4ndige Dienststelle mit den Arbeitnehmerorganisationen und den Gewerkschaften zusammen, um die Massnahmen gegen Diskriminierung am Arbeitsplatz effizient umzusetzen.</p><p>Der Bund engagiert sich auch f\u00fcr die F\u00f6rderung der Frauen in den Unternehmen und unterst\u00fctzt eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Im Rahmen der Kommunikations- und Sensibilisierungsarbeiten hat der Bund zusammen mit verschiedenen gr\u00f6sseren Unternehmen eine Studie ver\u00f6ffentlicht, welche Kosten und Nutzen guter Arbeitsbedingungen f\u00fcr Arbeitnehmende mit Familien aufzeigt. Weiter hat der Bund ein praxisnahes Handbuch f\u00fcr KMU unter dem Titel \"Arbeit und Familie\" herausgegeben. Dieses Handbuch wird sowohl vom Arbeitgeberverband als auch vom Schweizerischen Gewerbeverband unterst\u00fctzt. Ein grosser Teil der Aktivit\u00e4ten des B\u00fcros f\u00fcr die Gleichstellung von Frau und Mann (Gleichstellungsb\u00fcro) tr\u00e4gt ebenfalls dazu bei, die Pr\u00e4senz von Frauen in Unternehmen zu verst\u00e4rken.</p><p>3. Wie die vorangehende Aufz\u00e4hlung zeigt, hat der Bund einige Massnahmen umgesetzt, die einen direkten Nutzen f\u00fcr Unternehmen bez\u00fcglich vieler in der Interpellation angeschnittener Themen haben. Daneben ist auch auf die F\u00f6rderung der \"Diversity\" im engeren Sinne der Interpellation hinzuweisen: So wurde beispielsweise am 12. September 2007 eine Konferenz zu diesem Thema (siehe www.diversity-ch.ch) direkt durch das Gleichstellungsb\u00fcro unterst\u00fctzt. Der Bundesrat beabsichtigt auch in Zukunft, die vielf\u00e4ltigen Arbeiten in den oben aufgef\u00fchrten Themenfeldern weiterzuf\u00fchren.</p><p>4. Angesichts des aktuellen Engagements des Bundes zugunsten verschiedenster Aspekte der Vielfalt erachtet der Bundesrat eine Erh\u00f6hung der Bundesmittel in diesem Bereich als nicht notwendig.</p><p>5. Den Unternehmen und anderen interessierten Gruppen steht es selbstverst\u00e4ndlich offen, Kriterien zu entwickeln, nach denen sich Betriebe bei der F\u00f6rderung der Diversit\u00e4t richten k\u00f6nnen. Der Bundesrat erachtet es allerdings nicht als seine Aufgabe, den Unternehmen eine Charta vorzuschlagen. Er bevorzugt die konsequente Weiterf\u00fchrung der Arbeiten in den in Punkt 2 genannten Bereichen. Im Rahmen dieser sektoriellen Massnahmen ist die Zusammenarbeit mit und allf\u00e4llige Unterst\u00fctzung von Organisationen, welche die Vielfalt f\u00f6rdern, selbstverst\u00e4ndlich nicht ausgeschlossen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1203465600000)\/","SubmittedBy":"Amacker-Amann Kathrin","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1206023933410)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15","Category":null,"Modified":"\/Date(1779237060137)\/","SubmissionDate":"\/Date(1197849600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4801,"SubmissionLegislativePeriod":48,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft"}}