{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073890,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073890,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073890,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073890,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073890,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073890,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073890,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073890,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073890,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073890,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073890,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073890,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073890,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073890,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073890,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073890,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20073890,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20073890,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"07.3890","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Einzelimpfstoffe gegen Starrkrampf und Kinderkrankheiten","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat m\u00f6ge sicherstellen, dass auch in Zukunft die Impfstoffe gegen Tetanus, Diphtherie und Pertussis wie auch gegen Masern, Mumpfs und R\u00f6teln einzeln verf\u00fcgbar sind.</p>","ReasonText":"<p>In den letzten Jahren wurden Einzelimpfstoffe immer mehr zugunsten von Mehrkomponenten-lmpfungen vom Markt genommen. Als Begr\u00fcndung daf\u00fcr wird vom BAG die m\u00f6glichst vollst\u00e4ndige Durchimpfung der Bev\u00f6lkerung gegen m\u00f6glichst viele Krankheiten angegeben. Der Verzicht auf Einzelimpfstoffe f\u00fchrt derzeit jedoch zu schwerwiegenden Problemen: </p><p>1. Sicherstellung des Schutzes gegen Tetanus (Starrkrampf)</p><p>Die Impfung gegen Tetanus (Starrkrampf) ist eine gut wirksame Impfung gegen eine \u00e4usserst schwere Krankheit und geniesst in der Bev\u00f6lkerung eine hohe Akzeptanz. </p><p>Dennoch sind in der Schweiz derzeit 10 Prozent der Schulabg\u00e4nger nicht ausreichend gegen Tetanus geimpft. Ein Hauptgrund liegt in der mangelhaften Verf\u00fcgbarkeit von Kinderimpfstoffen nur gegen Tetanus (Te). </p><p>Viele Eltern wollen ihre Kinder nicht gegen Keuchhusten impfen lassen und verzichten dementsprechend mangels Einzelimpfstoffen auch auf die Impfung gegen Tetanus. </p><p>2. Sicherstellung des Schutzes gegen R\u00f6teln</p><p>Die kombinierte Impfung gegen Masern, Mumps und R\u00f6teln (MMR) ist seit ihrer Einf\u00fchrung 1987 umstritten. Im Gegensatz zu Starrkrampf handelt es sich bei den Kinderkrankheiten um Erkrankungen, deren Gef\u00e4hrlichkeit verschieden beurteilt wird. Entsprechend bleibt die Durchimpfung in der Bev\u00f6lkerung seit 20 Jahren unter der f\u00fcr eine Krankheitselimination geforderten Quote von 90-95 Prozent.</p><p>Unbestritten ist jedoch die Notwendigkeit eines Immunschutzes der Schulabg\u00e4nger-M\u00e4dchen gegen R\u00f6teln, weil die R\u00f6teln bei Schwangeren zu schwersten Sch\u00e4digungen des F\u00f6tus f\u00fchren. </p><p>3. Erhaltung der Wahlfreiheit</p><p>Die Sistierung von Einzelimpfstoffen bedeutet eine Einschr\u00e4nkung der Wahlfreiheit, welche bei einer Minderheit der Bev\u00f6lkerung als einschneidend empfunden wird. Viele Eltern m\u00f6chten nicht nur bei R\u00f6teln, sondern auch bei Masern und Mumps gezielt impfen. </p><p>Solange nur Kombinationsimpfstoffe erh\u00e4ltlich sind, verzichten sie dann h\u00e4ufig auf die Impfung \u00fcberhaupt. </p><p>4. Vermeidung gesetzlicher Kollisionen </p><p>Jede Impfung bedeutet juristisch gesehen einen Eingriff in die k\u00f6rperliche Integrit\u00e4t des Impflings, welche im Einzelfall nur durch die ausdr\u00fcckliche Einwilligung legitimiert wird. Bei der Starrkrampf-Auffrischimpfung im Verletzungsfalle ist es in der Schweiz \u00fcblich geworden, mindestens Diphtherie, bei Kleinkindern h\u00e4ufig auch Keuchhusten gleich mitzuimpfen. Ein Einzelimpfstoff gegen Tetanus wird zwar derzeit noch geliefert, was jedoch nur den wenigsten \u00c4rzten und Spit\u00e4lern bekannt ist. In der Hektik des Spitalalltags werden die Eltern jedoch kaum je \u00fcber diese Zusatzimpfungen informiert, welche demnach eigentlich illegal sind.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat stellt sicher, dass die Schweizer Bev\u00f6lkerung \u00fcber einen optimalen Impfschutz nach dem neuesten Stand der Wissenschaft verf\u00fcgt. Die Impfempfehlungen werden regelm\u00e4ssig in einem nationalen Impfplan aktualisiert, den das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit in Zusammenarbeit mit der Eidgen\u00f6ssischen Kommission f\u00fcr Impffragen erstellt. Seit mehreren Jahren wird die Verwendung von Kombinationsimpfstoffen empfohlen. Diese Impfstoffe sind ebenso gut vertr\u00e4glich wie die monovalenten Formen und beanspruchen das Immunsystem nicht \u00fcberm\u00e4ssig. Mit der Verabreichung dieser kombinierten Formen lassen sich die Zahl der Injektionen, die Menge der Zusatzstoffe und die Zahl der Arztbesuche erheblich verringern und zugleich die Impfempfehlungen einhalten, die im schweizerischen Impfplan aufgef\u00fchrt sind.</p><p>Die Verf\u00fcgbarkeit der Impfstoffe unterliegt den Gesetzen der Marktwirtschaft. Da mehrere monovalente Impfstoffe immer weniger verwendet werden, sind sie f\u00fcr die Produzenten im In- und Ausland kaum noch rentabel.</p><p>Eine Reihe von Einzelimpfstoffen ist auf dem Schweizer Markt weiterhin erh\u00e4ltlich. Insbesondere ist ein monovalenter Tetanusimpfstoff verf\u00fcgbar, der zur Prim\u00e4rpr\u00e4vention und postexpositionell f\u00fcr jedes Alter ab zwei Monaten eingesetzt werden kann. Bis vor Kurzem war auch ein monovalenter Masernimpfstoff erh\u00e4ltlich. Er wird schon sehr bald wieder verf\u00fcgbar sein. Zudem ist es f\u00fcr Medizinalpersonen m\u00f6glich, in der Schweiz nicht zugelassene verwendungsfertige Heilmittel in die Schweiz einzuf\u00fchren; die entsprechenden Gesetzesbestimmungen werden in der Verordnung \u00fcber die Bewilligungen im Arzneimittelbereich (Art. 32 und 36 AMBV; SR 812.212.1) genauer ausgef\u00fchrt.</p><p>Nach Artikel\u00a06 des Epidemiengesetzes vom 18. Dezember 1970 (SR 818.101) \"sorgt der Bundesrat f\u00fcr die hinreichende Versorgung der Bev\u00f6lkerung mit den wichtigsten zur Bek\u00e4mpfung \u00fcbertragbarer Krankheiten geeigneten Heilmitteln\". Diese Zust\u00e4ndigkeit des Bundesrates ist im Interesse der Bev\u00f6lkerungsgesundheit gerechtfertigt und hat nicht zum Ziel, in jedem Fall die individuelle Wahlfreiheit zu gew\u00e4hrleisten. Gegenw\u00e4rtig liegen keine Daten vor, die darauf hinweisen w\u00fcrden, dass sich durch die Verf\u00fcgbarkeit von Monoimpfstoffen eine h\u00f6here Durchimpfungsrate erzielen oder die Schweizer Bev\u00f6lkerung wirksamer sch\u00fctzen liesse. Angesichts der obigen Ausf\u00fchrungen k\u00f6nnen die monovalenten Impfstoffe somit zurzeit nicht den \"wichtigsten Heilmitteln\" zugerechnet werden, die es rechtfertigen w\u00fcrden, dass der Bundesrat deren Versorgung speziell sicherstellt.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":21,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1204848000000)\/","SubmittedBy":"M\u00fcller Geri","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1213367520220)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690531183277)\/","SubmissionDate":"\/Date(1198195200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4801,"SubmissionLegislativePeriod":48,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}