{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083039,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083039,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083039,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083039,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083039,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083039,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083039,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083039,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083039,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083039,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083039,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083039,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083039,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083039,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083039,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083039,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083039,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20083039,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"08.3039","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"Praxisgerechte Feuerbrandforschung","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird aufgefordert, in einem Bericht darzulegen, wie er die Feuerbrandforschung der n\u00e4chsten vier Jahre ausrichten wird. Dabei ist aufzuzeigen, wie er die Anliegen des Natur- und Landschaftsschutzes bei der Forschung ebenb\u00fcrtig zu den Forderungen der Obstproduzenten behandeln wird. Es muss ein Forschungsschwerpunkt \"Hochstammb\u00e4ume\" eingef\u00fchrt werden, und \"nat\u00fcrliche\" Strategien m\u00fcssen Vorrang vor chemischen Eingriffen und Rodungen haben.</p>","ReasonText":"<p>Der Bundesrat hat auf eine im Jahr 2007 eingereichte Motion M\u00fcller Walter, \"Mehr Forschung f\u00fcr den Obstbau\", den Forschungsetat f\u00fcr die n\u00e4chsten vier Jahre um 0,5 Millionen Franken pro Jahr erh\u00f6ht. Leider zeichnet sich ab, dass die bisherigen, praxisfernen Forschungsanstrengungen weitergef\u00fchrt werden. Das bedeutet, dass gr\u00f6sstenteils Labor- und Gew\u00e4chshausforschung betrieben wird. Was jedoch fehlt, ist die Erforschung und systematische Erfassung von akuten, praxisrelevanten Fragen. Alle Obstbauern, die Streptomycin nicht anwenden wollen oder d\u00fcrfen, sowie Naturschutzkreise interessiert Folgendes: </p><p>1. Umgang mit Praxiswissen: Es fehlt das systematische Erfassen von Praxiserkenntnissen von Obstb\u00e4uerinnen und Obstbauern. Auch ist zu wenig bekannt, wie gut die Bauern die indirekten und direkten Schutzmassnahmen zur Vermeidung von Feuerbrand kennen und anwenden und wie dieses Verhalten mit dem Auftreten des Feuerbrands korreliert ist. Solche Erhebungen sind unverzichtbar, um L\u00fccken und Problemen bei der Bek\u00e4mpfung von Feuerbrand auf den Praxisbetrieben zu begegnen. </p><p>2. Vorgehen bei eingetretenem Befall: Die Obstbauern und die Feuerbrandexperten sind sich nicht einig, welche Strategie bei einem Befall am wirkungsvollsten ist. Soll der betroffene Baum in Ruhe gelassen werden? Ist ein R\u00fcckschnitt, ein R\u00fcckriss oder gar die Rodung die beste Antwort auf einen Bakterienbefall? Ist der R\u00fcckschnitt stark oder schwach auszuf\u00fchren? Welche weiteren nichtchemischen Pflanzenschutzmittel sind bei solchen B\u00e4umen sinnvoll? </p><p>3. Direkter alternativer Pflanzenschutz: In Nichtbefallsgebieten sowie auf Biobetrieben und Hochstammanlagen darf Streptomycin nicht eingesetzt werden; deshalb m\u00fcssen f\u00fcr diese Gebiete andere M\u00f6glichkeiten des direkten, chemiefreien Pflanzenschutzes gepr\u00fcft werden.</p><p>4. Art und Weise der Feuerbrandausbreitung: Es fehlt an gesichertem Wissen bez\u00fcglich der Art und Weise der Verbreitung des Bakteriums. Welcher Art ist der Einfluss der Ziergeh\u00f6lze im Siedlungsgebiet? Wird das Bakterium mehrheitlich \u00fcber den Wind oder \u00fcber Insekten verbreitet? Sind B\u00e4ume, die sich einmal vom Feuerbrand erholt haben, noch auf Jahre potenzielle oder reelle Infektionsherde? </p><p>5. Krankheitsf\u00f6rderung und Genesungspotenzial: Es fehlt an Wissen \u00fcber den Einfluss von W\u00e4rme, Trockenheit, N\u00e4hrstoffversorgung, Umweltbelastungen (Spritzmittel, Bodenverdichtungen usw.) auf die Anf\u00e4lligkeit der B\u00e4ume auf Feuerbrand. Es fehlen publizierte wissenschaftliche Langzeituntersuchungen \u00fcber die Abschottungs- und Regenerationsf\u00e4higkeit der B\u00e4ume generell und in Abh\u00e4ngigkeit von Sorte, Unterlage und Alter.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat hat am 7. Dezember 2007 in Beantwortung von zwei parlamentarischen Vorst\u00f6ssen zur Feuerbrandbek\u00e4mpfung (Postulat der Fraktion der Schweizerischen Volkspartei 07.3299 vom 5. Juni 2007, \"Effiziente Bek\u00e4mpfung des Feuerbrandes\", und Postulat B\u00fcchler 07.3511 vom 22. Juni 2007, \"Feuerbrandbek\u00e4mpfung\")  einen ausf\u00fchrlichen Bericht zuhanden des Parlamentes vorgelegt. Darin werden neben der Bek\u00e4mpfungsstrategie Massnahmen, wie insbesondere die Forschung (Diagnostik, biologische und chemische Bek\u00e4mpfung, Biologie und Virulenz des Krankheitserregers, Resistenzz\u00fcchtung), dargestellt. </p><p>Der Bundesrat hat zudem im Zusammenhang mit der Motion M\u00fcller Walter 07.3448 vom 21. Juni 2007, \"Mehr Forschung f\u00fcr den Obstbau\", den Forschungsetat des Bundesamts f\u00fcr Landwirtschaft (BLW) f\u00fcr 2008 bis 2011 durch interne Umlagerung um 0,5 Millionen Franken pro Jahr erh\u00f6ht, was erlaubt, die Forschung auszuweiten und zu vertiefen. Entsprechend konnten zus\u00e4tzliche Projekte vergeben werden.</p><p>Das Feuerbrandproblem soll in einem aktiven Gedankenaustausch angegangen werden. Zu diesem Zweck ist vorgesehen, eine Begleitgruppe Obstbauforschung Feuerbrand einzusetzen. Die Anliegen des Postulates k\u00f6nnen in dieser Begleitgruppe bearbeitet werden. Der Natur- und Landschaftsschutz ist bei der Erforschung von Massnahmen gegen den Feuerbrand angemessen zu ber\u00fccksichtigen. Der Bundesrat ist der Meinung, dass ein weiterer Bericht nicht notwendig ist.</p><p>Die Forschungsanstalten Agroscope und das Forschungsinstitut f\u00fcr biologischen Landbau (FiBL) forschen praxisnah. Die Branchenforen nehmen Forschungsanliegen von interessierten Kreisen - so auch von Umweltverb\u00e4nden und Konsumentenorganisationen - auf, priorisieren diese und geben Empfehlungen zur Umsetzung ab. </p><p>Agroscope Changins-W\u00e4denswil (ACW) ist in engem Praxiskontakt prim\u00e4r \u00fcber die kantonalen Fachstellen f\u00fcr Obstbau und Pflanzenschutz, aber auch im Rahmen von Versuchen auf Landwirtschaftsbetrieben im Umfeld von nat\u00fcrlichen Befallsherden und zahlreichen Kontakten an Fachveranstaltungen in den Kantonen. Die Kantone organisieren und \u00fcberwachen den Vollzug der Feuerbrandbek\u00e4mpfung und haben dadurch eine gute \u00dcbersicht \u00fcber ergriffene Massnahmen und deren Auswirkungen. Dieses Wissen wird regelm\u00e4ssig zwischen Kantonen und Agroscope ausgetauscht. </p><p>Freilandexperimente mit dem Erreger sind gem\u00e4ss Pflanzenschutzverordnung nicht zugelassen, sodass Versuche in der Schweiz unter Quarant\u00e4nebedingungen durchgef\u00fchrt werden m\u00fcssen. Um dennoch Erfahrungen im Freiland zu sammeln, arbeitet ACW seit mehreren Jahren mit Forschungsinstituten in Deutschland und den USA zusammen. Zudem hat ACW bereits seit dem ersten gr\u00f6sseren Auftreten in nat\u00fcrlichen Befallsherden Feuerbrandversuche durchgef\u00fchrt.</p><p>ACW und FiBL unterst\u00fctzen das BLW und die Kantone mit wissenschaftlichen Grundlagen f\u00fcr die Vollzugsstrategien und suchen nach alternativen L\u00f6sungsans\u00e4tzen zu Streptomycin, wie beispielsweise den Einsatz von Antagonisten oder die Entwicklung resistenter Sorten. Ende Februar 2008 wurde ausserdem Blossom protect f\u00fcr die Anwendung im Jahr 2008 zugelassen. Dieses Produkt kann als Alternative zu Streptomycin, allerdings mit etwas geringerer Wirksamkeit, verwendet werden.</p><p>ACW wird die Art und Weise der Feuerbrandausbreitung im Rahmen des Projekts \"Pathogen Biologie und Epidemiologie\" bearbeiten. Aktuell bei ACW laufende Experimente haben zum Ziel, das Verst\u00e4ndnis der Beziehung zwischen Pflanzenphysiologie und Feuerbrandanf\u00e4lligkeit zu verbessern. Das FiBL wird in einem Projekt feuerbrandtolerante Apfel- und Birnensorten sowie Wurzelunterlagen pr\u00fcfen. ACW und FiBL sind im Bereich Feuerbrandforschung hervorragend vernetzt und beziehen neueste Erkenntnisse der Forschung in ihre Arbeiten ein, insbesondere auch was die Entwicklung der Krankheit und das Genesungspotenzial betrifft.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposal":20,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1212105600000)\/","SubmittedBy":"Graf Maya","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1308096000000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1779237543693)\/","SubmissionDate":"\/Date(1204761600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4802,"SubmissionLegislativePeriod":48,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Landwirtschaft"}}